Ein dreitägiges Zeltlager des TSV Stetten am kalten Markt markierte am vergangenen Wochenende den krönenden Abschluss des Sommerferienprogramms des Bildungswerks. Unter der Leitung von Gesamtjugendleiterin Daniela Knobel und einem sechsköpfigen Betreuerteam verbrachten dabei insgesamt 21 Kinder drei äußerst abwechslungs- und erlebnisreiche Tage rund um das Stettener Heubergstadion.

Auch kreative Aufgaben stehen mit auf dem Programm beim Zeltlager des TSV.
Auch kreative Aufgaben stehen mit auf dem Programm beim Zeltlager des TSV.

Kaum am vereinbarten Treffpunkt bei der Alemannenhalle angekommen, ging es für den ganzen Tross ab ins Stadion, wo hinter dem Tor in Richtung Soldatenheim eine kleine Zeltstadt aufgebaut wurde. Schnell fanden sich die Jungs und Mädchen in kleinen Gruppen zusammen, und machten es sich bequem. Die Betreuer hatten sich eine ganze Menge einfallen lassen, damit bei den Kindern keine Langeweile aufkommt. So wurden Turniere und Wettkämpfe ausgetragen, Stadt-Land-Fluss gespielt, Stafetten gelaufen und natürlich am Abend ein großes Lagerfeuer entfacht. "Die Kids waren hellauf begeistert und vor allem baff, wie gut man ohne elektronische Geräte wie Handys oder Spielkonsolen auskommen kann", fasste Daniela Knobel in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER ihre Eindrücke zusammen.

Unterhaltung bei einem spannenden Wurfspiel auf dem Stadionrasen.
Unterhaltung bei einem spannenden Wurfspiel auf dem Stadionrasen.

Vor dem Hintergrund, dass es immer schwerer werde, Helfer für ein Betreuerteam zusammen zu bekommen, betont Daniela Eichbaum: "Umso mehr gilt mein Dank unserem Koch Christian Greth." Denn obwohl der ehemalige Mitarbeiter in der Stettener Bundeswehrküche kein Vereinsmitglied sei, habe sich dieser ohne jedes Zögern bereit erklärt, den Job zu übernehmen, und das sogar in seinem Urlaub, betont die Gesamtjugendleiterin. Nichtsdestotrotz habe es dem Betreuerteam "wieder verdammt viel Spaß gemacht", mit den Kindern gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, stellt sie fest. Und: "Wenn man Tag und Nacht zusammen ist, wachsen einem die Kids innerhalb kürzester Zeit ans Herz", betont nicht nur Daniela Knobel.

Zeit vergeht wie im Fluge

Auch die anderen Betreuer könnten das nur unterstreichen. Und wie auf Kommando sind auch einige der Kinder zur Stelle. "Spielen wir noch mal Stadt-Land-Fluss", fragt beispielsweise Lenja Bücheler, während die Bayern-Fans Nils, Dominik und Max lieber eine Runde kicken wollen.

Sie haben zwar das kleinste Zelt, doch die vier VfB-Fans (von links) Til, Eric, David und Fabian fühlen sich sichtlich wohl.
Sie haben zwar das kleinste Zelt, doch die vier VfB-Fans (von links) Til, Eric, David und Fabian fühlen sich sichtlich wohl.

Und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Die Kinder sind begeistert vom Indianer-Spiel, bei dem sie mit findiger Tarnung als Indianer ihre Betreuer im Wald in Richtung Kohltal fast zur Verzweiflung bringen. Oder wenn abends am Lagerfeuer gemeinsam das "O-alele" aus voller Brust gesungen wird. Dann geht es lange, bis sich Kinder und Betreuer erst spät in der Nacht in ihre Zelte und Schlafsäcke zurückziehen und die Erlebnisse des Tages noch so lange Revue passieren, bis auch dem letzten Krieger vor Müdigkeit die Augen zu fallen.