Mit tollen Ergebnissen haben sich drei Jungschützen des Glashütter Sportschützenvereins (SSV) von den Deutschen Meisterschaften in München zurück gemeldet. Als Landessieger bei den südbadischen Landesmeisterschaften hatten sich Simon Rebholz, Jonas Wenninger und Rene Seßler für die Teilnahme an diesem Wettbewerb qualifiziert (der SÜDKURIER berichtete) und die Erwartungen ihrer Trainer und Betreuer nun weit übertroffen.

Zwar reichte es den Glashütter Nachwuchstalenten auf der Olympiaanlage in München-Hochbrück nicht mehr auf die vordersten Spitzenränge, doch konnten alle drei ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr deutlich steigern: "Angesichts des verhältnismäßig geringen Trainingsaufwands und der starken Konkurrenz aus der gesamten Republik haben sich die drei Jungs mehr als super geschlagen", fasst Trainer Manfred Hahnke die "tollen Resultate" zusammen, die seine Schützlinge im dem hochkarätig besetzten Wettbewerb erzielt hätten. So schafften es die drei in der Teamwertung mit insgesamt 1625 Ringen auf einen beachtlichen 16. Platz, und konnten ihr Ergebnis aus dem Vorjahr (23. Platz) damit erheblich steigern, wie Hahnke erfreut feststellt.

Während es Jonas Wenninger als bester der drei Glashütter Schützen auf stolze 548 Ringe brachte, stand ihm sein Kumpel Rene Seßler mit zwei Ringen weniger (546) nur wenig nach. Auch Simon Rebholz konnte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern, mit 531 Ringen allerdings nicht ganz an die Ergebnisse seiner Teamkameraden anknüpfen. "Dennoch haben wir unser Ziel, uns unter den ersten 20 Mannschaften zu platzieren, dicke erreicht", zeigt sich der Coach mehr als zufrieden. Das Ergebnis sei umso höher einzuschätzen, wenn man bedenke, dass die Spitzenteams "Minimum drei bis vier Mal die Woche" trainierten. "Wir kriegen unsere Jungs aufgrund der beruflichen und schulischen Situation höchstens einmal pro Woche auf den Schießstand", relativiert Hahnke die Resultate seiner Schützlinge.

Die zeigten sich von der Atmosphäre auf der Münchner Olympiaanlage einmal mehr deutlich angetan: "Auch wenn es nicht das erste Mal für uns war, so ist der Druck und die Konkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften natürlich ungleich größer als bei lokalen Wettbewerben", sagt Jonas Wenninger während seine Freunde zustimmend nicken. So bleibe den Schützen ganze 15 Minuten Zeit, um sich mit ihrer Luftpistole einzuschießen. Im Wertungsschießen gilt es dann 60 Schuss innerhalb von 90 Minuten abzugeben: "Da ist volle Konzentration und absolute Körperspannung angesagt", erzählt Rene Seßler und ergänzt, dass eine gewisse Wettkampferfahrung dabei von großem Vorteil sei.

Diese Erfahrung hatten sich die drei in den vergangenen Jahren durchaus angeeignet: "Die Jungs hätten eindeutig das Potential für weitere Spitzenplätze", ist ihr Trainer überzeugt. Allerdings fehle die Zeit für intensiveres Training. Und ab dem kommenden Jahr sei die Altersgrenze des jetzigen Juniorenteams ohnehin erreicht: "Dann müssten sie in der Herrenklasse ran", berichtet Hahnke, und ergänzt, dass der Deutsche Mannschaftsmeister im Finalkampf der Bundesliga ermittelt werde. "Ob wir da dann noch mithalten können, steht natürlich in den Sternen".

Verein

Der Sportschützenverein Glashütte wurde 1964 gegründet und hat über 200 Mitglieder, die sich auf die Bogen- und die Kugelschützenabteilung verteilen. Beim Schießsport zählen laut Verein Selbstbeherrschung, Konzentrationsfähigkeit, innere Ruhe, körperliche Kondition sowie Umgang mit der Waffe. Vorsitzender ist Alexander Hersam.