Die Bedarfsplanung für den Haushalt des kommenden Jahres sowie ein Antrag auf Bereitstellung eines Raumes für die Dorfjugend standen im Mittelpunkt einer öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates Storzingen.

Die gute Stimmung im Ortschaftsrat kam auch bei den einstimmigen Beschlüssen zum Ausdruck. Im Bild (von links): Benjamin Haug, Annette Mors. Ortsvorsteher Bruno Pozzi, Alexander Mors, Daniel Hagg und Günther Merz.
Die gute Stimmung im Ortschaftsrat kam auch bei den einstimmigen Beschlüssen zum Ausdruck. Im Bild (von links): Benjamin Haug, Annette Mors. Ortsvorsteher Bruno Pozzi, Alexander Mors, Daniel Hagg und Günther Merz. | Bild: Gerd Feuerstein

Ortsvorsteher: baldiger Ausbau der Schneckenbergstraße hat „oberste Priorität“

Dabei nutzte Fritz Metzger zunächst die Bürgerfragestunde, um auf den – seiner Aussage nach – „desolaten Zustand“ der Schneckenbergstraße hinzuweisen. Zwar seien in den vergangenen Tagen „die gröbsten Löcher notdürftig geflickt“ worden, doch sei diese „Flickschusterei“ seit vielen Jahren gang und gäbe und könne „auf Dauer nicht mehr hingenommen werden“, monierte Metzger. Mit diesen Aussagen sprach er nicht nur Ortsvorsteher Bruno Pozzi aus der Seele, sondern dem gesamten Ortschaftsrat: „Für uns hat der Ausbau der Schneckenbergstraße ebenfalls absolute Priorität“, klärte der Ortsvorsteher auf und fand damit die ungeteilte Zustimmung seines Gremiums. Pozzi machte deutlich, dass der Ausbau der Schneckenbergstraße „seit nahezu drei Jahrzehnten auf der Agenda des Ortschaftsrates“ stehe und dass der miserable Zustand nun keinen weiteren Aufschub mehr dulde. „Deshalb gilt dem baldigen Ausbau unsere oberste Priorität“, so Pozzi.

Den schlechten Zustand der Schneckenbergstraße kritisierte Mitbürger Fritz Metzger bei der Bürgerfragestunde.
Den schlechten Zustand der Schneckenbergstraße kritisierte Mitbürger Fritz Metzger bei der Bürgerfragestunde. | Bild: Gerd Feuerstein

Der Ortsvorsteher stellte klar, dass der Wille, die Sache anzugehen, bei der Verwaltung durchaus vorhanden sei. So habe es bereits erste Gespräche mit Ingenieurbüros gegeben, die nun möglichst schnell fortzuführen seien: „Man muss nun endlich in die konkrete Planung und Umsetzung einsteigen“, forderte Pozzi.

Ausweisung von Bauplätzen auf der Festwiese?

Als ebenso dringlich sahen er und sein Gremium die Prüfung an, ob auf der Storzinger Festwiese eine Bebauung möglich ist: „Ich denke, dass dort zumindest zwei Bauplätze auszuweisen wären“, sagte Pozzi. Zwar sei in dem Gelände eine Abwasserleitung verlegt, doch lasse das vorhandene Gefälle vermutlich eine Verlegung der Leitung entlang der Straße zu. Problematisch sei, dass auf dem Platz eine Baulast mit 25 Parkplätzen für das Gemeindehaus Weckenstein liege. Doch auch dafür gebe es „mögliche Lösungsansätze“, zeigte sich Pozzi optimistisch.

Das könnte Sie auch interessieren

Angesichts fehlender Bauplätze im Ortsteil Storzingen sollte eine Bebauung der Festwiese möglichst bald geklärt werden: „Sollte es nicht klappen, sind andere Vorschläge ebenfalls willkommen“, fasste Pozzi die Debatte zusammen. Der Dringlichkeit dieser beiden Forderungen verlieh das Gremium auch dadurch Nachdruck, dass keine weiteren Maßnahmen in die Bedarfsmeldung aufgenommen wurden: Alles andere wird hintangestellt, war man sich einig.

Dorfjugend wünscht sich Räumlichkeiten

Im weiteren Verlauf setzte sich das Gremium mit dem Antrag der Storzinger Dorfjugend und deren Betreuerinnen auseinander. Sie hätten gerne einen eigenen Raum beziehungsweise einen Treffpunkt.

Idee: altes Pumpenhäuschen als Treffpunkt

Das Ansinnen habe er bereits an die Verwaltung weitergeleitet, sagte der Ortsvorsteher und fügte an: „Die Gruppe mit knapp 20 Kindern und Jugendlichen ist sehr aktiv. Da sind tatsächlich neue Ideen gefragt.“ Die seien von der Gruppe sogar selbst schon gekommen, informierte er weiter. So hätten die Betreuer berichtet, man könne sich vorstellen, das alte Pumpenhäuschen bei der Kläranlage zu nutzen.

Das alte Pumpenhäuschen würde die Storzinger Dorfjugend mit ihren Betreuern gerne als Treff nutzen.
Das alte Pumpenhäuschen würde die Storzinger Dorfjugend mit ihren Betreuern gerne als Treff nutzen. | Bild: Gerd Feuerstein

Zunächst sollen andere Möglichkeiten ins Auge gefasst werden

Pozzi erklärte, dass sich das Häuschen zwar im Besitz der Gemeinde befinde. Doch das Gebäude werde als Notunterkunft für Obdachlose vorgehalten, denn dazu sei die Gemeinde per Gesetz verpflichtet. In der Debatte wurde das Für und Wider dieser Lösung abgewogen. Darüber hinaus kamen weitere Optionen auf den Tisch, etwa die Nutzung von privaten Örtlichkeiten oder von Vereinsräumen. Einigkeit bestand bei den Ratsmitgliedern darin, dass vor einer Nutzung des Pumpenhäuschens „zunächst alle anderen Möglichkeiten ins Auge gefasst werden sollen“, wie der Ortsvorsteher zusammenfasste.