Einen rundum vergnüglichen Theaterabend erlebten die zahlreichen Besucher bei der Aufführung des Weihnachtsstückes der Laienspielgruppe Frohnstetten in der Schmeientalhalle in Oberschmeien. Auch diesmal hatten sich die Akteure für einen turbulenten Schwank des bekannten lokalen Autors Bernd Gombold entschieden, der an amüsanten Verwicklungen, schrägen Typen und witzigen Dialogen nichts zu wünschen übrig ließ.

Viel Lob für die gelungene Umsetzung des Schwanks „Ach du Fröhliche“ gab es vom Autor des Stücks, Bernd Gombold, für Alfio Tomaselli, Andreas Beck, Souffleur Thomas Löffler, Dieter Tommerdich, Manuel Hartmann (hintere Reihe von links), sowie Lara Tommerdich, Lisa Tomaselli, Gerlinde Tommerdich und Beate Rebholz (vorne von links).
Viel Lob für die gelungene Umsetzung des Schwanks „Ach du Fröhliche“ gab es vom Autor des Stücks, Bernd Gombold, für Alfio Tomaselli, Andreas Beck, Souffleur Thomas Löffler, Dieter Tommerdich, Manuel Hartmann (hintere Reihe von links), sowie Lara Tommerdich, Lisa Tomaselli, Gerlinde Tommerdich und Beate Rebholz (vorne von links). | Bild: Karl-Peter Neusch

„Ach du Fröhliche“ – schon der Titel ließ vermuten, dass man es hier mit einem Heiligen Abend der besonderen Art zu tun bekommen würde und so mancher wird beim Verfolgen der Handlung inständig darum gebetet haben, dass ein solches Chaos an Weihnachten hoffentlich nie in den eigenen vier Wänden passieren möge.

Dass es überhaupt soweit kommen konnte, lag hauptsächlich am übermäßigen Alkoholgenuss, dem die beiden Protagonisten, der Reifengroßhändler Anton (Dieter Tommerdich) sowie sein smarter Sohnemann Markus (Alfio Tomaselli), bei der Weihnachtsfeier des Sportvereins recht exzessiv gefrönt hatten. Beide erwachten am Morgen des Heiligabend auf beziehungsweise unter dem Sofa mit einem kompletten Filmriss – mit der Konsequenz, dass beide bezüglich der Vorkommnisse der Nacht trotz eindeutiger Indizien wie einer blutigen Axt und einer leer geschossenen Pistole nicht die geringste Erinnerung in ihrem umnebelten Oberstübchen abspeichern konnten.

Ach wie „ökelig“ – die vornehme Juweliersgattin soll die vorbereitete Weihnachtsgans mit Bratäpfeln füllen. Schwager Anton hat Bedenken.
Ach wie „ökelig“ – die vornehme Juweliersgattin soll die vorbereitete Weihnachtsgans mit Bratäpfeln füllen. Schwager Anton hat Bedenken. | Bild: Karl-Peter Neusch

Kann Rita den Frieden retten?

Umso klarer schien hingegen das Erinnerungsvermögen der schwatzhaften und hochgradig wunderfitzigen Nachbarin Martha (Lara Tommerdich) zu funktionieren, die verschiedene dunkle Gestalten am frühen Morgen von ihrem Fenster aus bei ungewöhnlichen Verrichtungen beobachtet hatte. Verzweifelt versucht Rita, Antons leidgeprüfte Ehefrau (Beate Rebholz), den Weihnachtsfrieden noch zu retten, doch der fehlende Weihnachtsbaum, ein Ehemann ohne Geschenk und die noch nicht vorbereitete Weihnachtsgans lassen sie schließlich zum äußersten Mittel greifen: Sie packt zumindest kurzzeitig die Koffer und quartiert sich bei ihrer Cousine ein.

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Das Chaos nimmt durch den Besuch von Ritas Bruder, dem Juwelier Heinz-Willi (Andreas Beck) und seiner überkandidelten besseren Hälfte Gabriele (Paraderolle für Gerlinde Tommerdich) weiter Fahrt auf. In der Nacht wurde nämlich in ihrem Juweliergeschäft angeblich eingebrochen. Mit dem leicht erregbaren Nachbarn Theo (Manuel Hartmann) meldet sich ein weiterer Geschädigter der nächtlichen Ereignisse. Ihm wurde seine seit Jahren gehegte und gepflegte Weißtanne im Vorgarten umgesägt.

„Mit dieser Reizwäsche bekomme ich jeden Mann“ – zumindest bei ihrem Nachbarn Theo (Manuel Hartmann, rechts) scheint die Strategie der nicht gerade zart besaiteten Martha (Lara Tommerdich) Eindruck zu machen.
„Mit dieser Reizwäsche bekomme ich jeden Mann“ – zumindest bei ihrem Nachbarn Theo (Manuel Hartmann, rechts) scheint die Strategie der nicht gerade zart besaiteten Martha (Lara Tommerdich) Eindruck zu machen. | Bild: Karl-Peter Neusch

Ein Juwelier, der in einer Gans feststeckt, ein mit Ostereiern dekorierter Weihnachtsbaum und ein übel riechender Plastiksack im Keller – die Dramaturgie des Heiligabends schien sich nicht mehr steigern zu lassen, hätte nicht Sabine, die clevere Verlobte von Markus (Lisa Tomaselli), die ganzen Verwicklungen am Ende nicht doch noch aufgelöst. Am Schluss hatten sich dann alle wieder lieb und sangen voll Inbrunst „Ach du fröhliche“.

Mit einem langen Schlussapplaus wurden die Akteure auf der Bühne vom begeisterten Publikum für ihrer schauspielerischen Leistungen belohnt. Dem schloss sich auch der ebenfalls anwesende Autor des Stücks, Bernd Gombold, an. Er sprach allen großes Lob für die gelungene Umsetzung aus.

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