Im Pfarrheim Don Bosco fand am Sonntag der Seniorennachmittag zur Adventszeit der Gemeinde statt. Dieses Jahr stellte sich der Sportverein Schwenningen als Team für die Organisation, Bewirtung und Unterhaltung zur Verfügung. Mit 76 Personen war der Adventsnachmittag so gut wie schon lange nicht mehr besucht. Bürgermeisterin Roswitha Beck informierte über einige wichtige Entwicklungen in der Gemeinde.

Der Sportverein Sportverein hatte die Organisation des Seniorennachmittags übernommen.
Der Sportverein Sportverein hatte die Organisation des Seniorennachmittags übernommen. | Bild: Wilfried Koch

Die Einwohnerzahl sei nach 1621 Personen im Jahr 2017 und 1651 im Jahr 2018 jetzt erneut auf 1672 Personen angestiegen, freute sie sich. Die Gemeinde habe zwei gemeindeeigene Bauplätze verkauft, weitere zwei Bauplätze seien von Privat verkauft worden. Außerdem wechselten acht Wohnhäuser ihre Besitzer. Die Bautätigkeit sei landauf landab immer noch enorm, stellte Beck fest. „Regelmäßig erhalte ich Anfragen im Rathaus nach Bauplätzen und glücklicherweise hat sich die Situation gegenüber dem letzten Jahr enorm verbessert“, so die Rathauschefin. Bekanntlich wurde der Lückenschluss am Triebweg dieses Jahr endlich vollzogen, was zur Erschließung von sechs Bauplätzen führte. Davon seien zwei verkauft, zwei Weitere so gut wie verkauft und ein Weiterer reserviert. Also ist „Am Triebweg II“ nur noch ein einziger Bauplatz im Angebot.

Viele Informationen gab es für die Senioren über die Gemeinde und den Sportverein im Pfarrheim Don Bosco.
Viele Informationen gab es für die Senioren über die Gemeinde und den Sportverein im Pfarrheim Don Bosco. | Bild: Wilfried Koch

„Wir freuen uns alle, wenn heute in Schwenningen gebaut wird, wenn junge Familien herziehen“, so die Verwaltungschefin. Vor allem aber freue sie sich, wenn junge Schwenninger nicht abwandern. Die Erschließung des Baugebietes „Unter der Stelle“ sei ebenfalls in vollem Gange. Für dieses Baugebiet liege bereits ein Bauantrag vor und zwei Kaufgesuche für Bauplätze seien beim Notar auf dem Tisch. „Wir können also noch neun Bauplätze zur Verfügung stellen“, stellte Beck fest.

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Zwingend vorgeschrieben war die erfolgte Umstellung im Rathaus auf das neue Haushaltssystem Doppik, informierte Beck. „Sie hat uns aber über Nacht ein Haushaltsloch von 600 000 Euro beschert“, bedauerte sie. Somit konnten die laufenden Ausgaben plötzlich nicht mehr durch die laufenden Einnahmen gedeckt werden, weil die bisher noch nie gebuchten Abschreibungen für Straßen, Kanäle, Gemeindegebäude nach der Neubewertung sich negativ auswirkten. „Das stellt uns im Rathaus vor große Herausforderungen, weil die Pflichtausgaben der Kommune nicht mehr durch entsprechende Einnahmen gedeckt werden“, bedauerte die Bürgermeisterin.

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Konkret heiße dies, wenn Einnahmen fehlen müssen die Einnahmen erhöht werden oder gewisse Ausgaben gekürzt werden. Es sei unpopulär, an der Einnahmeschraube zu drehen. „Trotzdem hat der Gemeinderat die Erhöhung der Grundsteuer und der Verwaltungsgebühren zum Jahreswechsel beschlossen“, informierte Beck. „Die Gemeinde Schwenningen unterhält große defizitäre Einrichtungen wie beispielsweise die Heuberghalle, den Friedhof, das Schwimmbad oder den Kindergarten“, stellte die Bürgermeisterin fest.

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Im besinnlichen Teil gab es Gedichte und Lieder. Selbstverständlich besuchten auch Nikolaus und Knecht Ruprecht das Pfarrheim. Die beiden ältesten im Saal, das waren die 87-jährige Maria Weber und der 90-jährige Engelbert Dannecker, erhielten vom Nikolaus eine Flasche Rotwein. Werner Scheuble, Vorsitzender des Sportvereines, stellte den SVS vor.

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