Aus Sicht der Feuerwehrleitung ist die Erneuerung der Wasserversorgung im Ortsteil Schönfeld nicht zufrieden stellend realisiert worden. Kommandant Marcus Siber sprach in der Hauptversammlung am Samstag im "Adler" deshalb von der Notwendigkeit mehrerer Vororttermine mit den Entscheidungsträgern, bis man diese unhaltbaren Zustände abstellen kann. „Die Wasserversorgung Schönfeld ist ein Punkt bei dem es sich zeigte, dass die Feuerwehr in Belangen des Brandschutzes auch im Vorfeld mit ins Boot muss“, sagte Siber. Seiner Ansicht nach wurden die Wasser-Entnahmestellen für Löschzwecke in 90 Prozent aller Fälle an den ungünstigsten Stellen geplant und gebaut. Bürgermeister Herbert Bucher räumte ein, dass die Sache optimaler hätte laufen können. Schwenningens Ortsteil Schönfeld bilde das Ende einer acht Kilometer langen Leitung über die Hardthöfe. Die Schächte seien nicht ganz optimal gesetzt worden. Möglicherweise gebe es aber noch Verbesserungen, sagte Bucher.

Eine Ehrenspange für gute Zusammenarbeit

Der Bürgermeister dankte den Gerätewarten Norbert Fritz, Peter Mattes und Martin Schwanz, die sich bei der Pflege des Fuhrparks und der Gerätschaften hervorgetan hätten. „Lobenswert ist auch die Kameradschaftspflege sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren aus Irndorf, Heinstetten, Stetten a.k.M. und Hausen im Tal“, sagte Bucher in seiner letzten Rede als Bürgermeister bei einer Hauptversammlung der Wehr. Erst in dreieinhalb Monaten wird Bucher in den Ruhestand gehen. Bei der Hauptversammlung erhielt er jedoch bereits sein erstes Abschiedsgeschenk. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen, Werner Stroppel, überraschte ihn mit der Verleihung der Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbands. Bucher habe in seiner 24-jährigen Amtszeit auf dem Rathaus in Schwenningen stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehr gehabt, sagte Stroppel in seiner Laudatio. Die Verleihung der Ehrenspange an Nicht-Feuerwehrleute sei eine seltene Auszeichnung, betonte Stroppel.

Kommandant Siber berichtete von zwei Austritten sowie dem Eintritt von Daniel Bosch von den Harthöfen, der seit wenigen Tagen als neuer Gemeindearbeiter im Dorf tätig ist. Der Kommandant nahm Daniel Bosch in der Hauptversammlung in die Einsatzabteilung auf, die jetzt 49 Personen umfasst. Das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren. Der Probenbesuch sei wegen den Arbeitsstellen rückläufig, bedauerte der Kommandant. Nur Wolfgang Mattes konnte für den Besuch aller 22 Proben geehrt werden. Die sechs Proben der Altersmannschaft wurden von den 17 Mitgliedern zu 71 Prozent besucht.

 

"In Schwenningen ist die Welt noch in Ordnung"

Jugendfeuerwehrwart Michael Tribelhorn äußerte sich sehr zufrieden über die Entwicklung im Nachwuchsbereich. Sein Kollege Tobias Tribelhorn und er seien durch Christine Siber und Steffen Beck unterstützt worden, so dass mit den aktuell 20 Jugendlichen eine sinnvolle Proben- und Ausbildungsarbeit gewährleistet war. Noch nie zählte die im Herbst neu eingekleidete Jugendfeuerwehr Schwenningen so viele Mitglieder wie heute. 2015 gab es sechs Neuzugänge. Die zwanzig Proben waren zu 83 Prozent besucht.

2015 zählte die Wehr zehn Einsätze, darunter auch zwei Fehlalarme. Kreisbrandmeister Michael Hack sagte, die Haushaltsbrandmelder würden die Wehren in Zukunft verstärkt durch Fehlalarme belasten, seien aber trotzdem erwünscht. Er dankte der Gemeinde Schwenningen für die Bereitstellung des Platzes in der Schule für die Stationierung der digitalen Alarmierung. Diese werde in den nächsten Wochen umgestellt. Durch die gemeinsame Ausschreibung der Meldeempfänger konnten über 300 000 Euro oder über 30 Prozent der Kosten für die 14 teilnehmenden Gemeinden gespart werden.

„In Schwenningen ist die Welt noch in Ordnung“, stellte der Kreisbrandmeister fest. Die Wehr habe seit über zwanzig Jahren fast denselben Personalbestand. Das sei nicht selbstverständlich. Noch im Januar will Kommandant Marcus Siber zur Steigerung der Qualität einen Organisationsplan aufstellen, in dem Aufgaben und Befugnisse klar geregelt sind, damit ein selbstständiges Arbeiten in den einzelnen Bereichen möglich ist. Trotz des hohen Arbeitsaufkommens mache ihm das Amt des Kommandanten großen Spaß, da alle in der Wehr an einem Strang ziehen, betonte Marcus Siber in seinem Rückblick auf die ersten fünf Jahre an der Spitze der Schwenninger Floriansjünger.
 

Marcus Siber und Hubert Schwanz weitere fünf Jahre an der Spitze

In geheimer Wahl wählten die Mitglieder der Einsatzabteilung ihren Kommandanten Marcus Siber und dessen Stellvertreter Hubert Schwanz einstimmig auf weitere fünf Jahre. Ebenfalls wieder gewählt wurden der Leiter der Altersabteilung, Fidel Schwanz, Kassenwart Bernd Schwanz sowie die Beisitzer Peter Mattes, Norbert Sieber, Martin Schwanz und Hubert Siber. Für den ausscheidenden Schriftführer Karl-Heinz Baumann wurde Sarah Siber gewählt. Ihren Posten im Ausschuss übernimmt Philipp Schwanz. Für den ausscheidenden Beisitzer Tobias Tribelhorn wählten die Wehrleute Christine Siber in den Ausschuss. Neuer Fähnrich wurde Dominik Lopez, der Martin Schwanz ablöst. Frank Reiser und Fred Mattes wurden zu Kassenprüfern bestimmt. Dennis Gutschmann wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. (wk)