In Stetten a.k.M. und Schwenningen sind noch Bauplätze zu haben. Eine erfreuliche Nachricht, denn rundherum in der Region sieht es nicht gut aus für Häuslebauer. Sucht man nach einem Grundstück für ein neues Eigenheim, stößt man nicht selten auf die Auskunft „ausverkauft“. Bei der Immobilienausstellung konnten Bürgermeisterin Roswitha Beck aus Schwenningen und Bürgermeister Maik Lehn aus Stetten a.k.M. Baugrundstücke benennen, die noch erworben werden können.

Hier muss man schnell sein

„Vereinzelte Bauplätze, die eine ganze Weile frei waren, sind jetzt alle weg“, berichtete Bürgermeisterin Beck bei der Eröffnung der Ausstellung am Mittwochvormittag. Auch das Neubaugebiet „Laubenberger Hof“ sei bereits ausgeschöpft, gibt sie Auskunft. Das zeigt, wie groß die Nachfrage in der Gemeinde Schwenningen mit 1650 Einwohnern ist. „Am Triebweg II“ sind deshalb noch einmal sechs Baugrundstücke entstanden. Wer dort bauen möchte, müsse schnell sein, denn es gebe bereits Reservierungen.

Von links: Bürgermeister Maik Lehn aus Stetten a.k.M., Bürgermeisterin Roswitha Beck aus Schwenningen, Carsten Knaus, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch, und Madeleine Spengler von LBS Immobilien stellten die freien Plätze vor.
Von links: Bürgermeister Maik Lehn aus Stetten a.k.M., Bürgermeisterin Roswitha Beck aus Schwenningen, Carsten Knaus, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch, und Madeleine Spengler von LBS Immobilien stellten die freien Plätze vor. | Bild: Christl Eberlein

Weitere 13 Plätze werden im Neubaugebiet „Unter der Stelle II“ entstehen. Aktuell werde das Gebiet erschlossen. Ende des Jahres werden die Bauplätze auf den Markt kommen, sodass im Frühjahr 2020 mit dem Bauen begonnen werden könne, so die Bürgermeisterin von Schwenningen.

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Insgesamt 21 freie Bauplätze für Wohnhäuser in Stetten und seinen Ortsteilen konnte Bürgermeister Maik Lehn benennen. Davon befinden sich die meisten in Nusplingen im Gebiet „Birkäcker“. Maik Lehn berichtete auch über Fortschritte im Gebiet „Im unteren Brühl“. Seit einem Jahr sollte dort ein Neubaugebiet entstehen. Das Vorhaben hinke jedoch hinterher, weil es Unstimmigkeiten mit den bisherigen Grundstücksbesitzern gegeben habe, erklärte der Bürgermeister. Mit zwei der drei Eigentümern sei sich die Gemeinde nun jedoch einig geworden und hoffe auch auf einen raschen Konsens mit dem dritten Eigentümer, damit das Vorhaben endlich vorangetrieben werden kann.

Erschließungskosten steigen

Noch sind die Preise in Stetten a.k.M. und Schwenningen, die Interessenten für den Erwerb eines Baugrundstücks einplanen müssen, im Vergleich zu anderen Regionen erschwinglich. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn die finanziellen Aufwendungen für die Erschließung der Baugebiete seien in den vergangenen Jahren zunehmend teurer geworden, bestätigten beide Gemeindeoberhäupter. Und der Preistrend im Tiefbau steigt weiter.

Die Fläche im Baugebiet „Unter der Stelle II“.
Die Fläche im Baugebiet „Unter der Stelle II“. | Bild: Christl Eberlein

Nostalgisch gedachten die anwesenden Vertreter der Gemeinden und der Sparkasse der Zeiten, in denen der Quadratmeterpreis noch bei rund 30 Euro lag. „Unser Ziel ist es, unter 100 Euro zu bleiben“, sagte die Bürgermeisterin von Schwenningen. Das würde sich auch Maik Lehn für seine Gemeinde wünschen. Zurzeit liegen die Preise in den Ortsteilen Frohnstetten, Glashütte und Nusplingen bei durchschnittlich 50 Euro pro Quadratmeter. In Stetten selbst sind derzeit bis zu 65 Euro für den Quadratmeter zu zahlen. Ähnlich sehe es in Schwenningen bei den momentan freien Bauplätzen aus, so Beck. Über Preise für das Gebiet „Unter der Stelle II“ könne sie allerdings wegen der nicht kalkulierbaren Erschließungskosten noch keine Auskunft geben.

Nachfrage ist nach wie vor groß

„Halten wir fest, noch sind Bauplätze frei“, erklärte Carsten Knaus, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch. Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei in der gesamten Region nach wie vor groß. Ein Grund dafür seien sicher die weiterhin anhaltend niedrigen Zinsen für Baukredite, die es vielen Menschen ermögliche, ein Eigenheim zu bauen. Außerdem sei der Trend zu beobachten, dass sich junge Familien gleich einen Neubau anschafften und nicht wie früher zuerst nach einer Eigentumswohnung suchten, sagte Knaus.

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Daraufhin stellte er den beiden Gemeindevertretern die Frage nach Förderungen ihrer Gemeinden für Familien mit Bauvorhaben. Gesonderte Förderungen für Familien gebe es in beiden Gemeinden nicht, antworteten Bürgermeisterin Beck und Bürgermeister Lehn. Vielmehr versuche man, die Grundstückspreise allgemein niedrig zu halten, um allen das Bauen ermöglichen zu können.