Sommerzeit, Urlaubszeit, Wanderzeit, Zeit für Dinge, die man das ganze Jahr über kaum beachtet. Die Heubergregion bietet dem Spaziergänger, Wanderer oder Kunstliebhaber eine Fülle von heimatlichen Kostbarkeiten. Kreuze und Marterl, oft zusammen mit einem Bänkle, laden beispielsweise rund um Schwenningen, Irndorf oder Gnadenweiler zum Beten oder Ausruhen ein.

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  • Kapelle „Maria, Mutter Europas„: Nur wenige Kilometer vom höchstgelegenen Ort im Landkreis Sigmaringen, von weit her sichtbar ist der Schnaidkapfturm aus Schwenninger Gemarkung, findet sich im benachbarten Bärenthaler Ortsteil Gnadenweiler die auf 838 Metern Höhe gelegene Kapelle „Maria, Mutter Europas„. Das 2007 erbaute Gotteshaus selbst ist jederzeit einen Besuch wert. Deshalb finden jährlich Tausende Pilger den Weg dorthin. Strahlt doch die moderne Architektur mit vielen Glaselementen eine große Transparenz aus.
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Ihr Initiator, Pater Notker Hiegl (OSB), und der Breisacher Künstler Helmut Lutz erschufen aus Bärenthaler Tuffstein ein modernes Gotteshaus voller Symbolik, heißt es in einer von Walter Biselli veröffentlichten Beschreibung. Die Kapelle habe die Form der Arche Noah, über der sich der Regenbogen aufspannt. Mit den Fingern der ausgestreckten Hand ragt der Glockenturm in den Himmel.

  • Heilige Theresia Benedicta vom Kreutz: Doch auch nur wenige Meter weiter gibt es Besonderes zu sehen. Dort beginnt der 2,2 Kilometer lange Rundweg „Glaube, Kunst und Natur“, der zum Kreuzfelsen führt. Vom Kreuzfelsen bietet sich eine schöne Aussicht hinunter in das Dorf Bärenthal. Auf dem Rundweg finden Gläubige und Kunstliebhaber – und natürlich auch Naturfreund – eine wunderbare Strecke mit einigen interessanten Skulpturen.
Edith Stein verlor im Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager ihr Leben. Diese Skulptur steht auf dem Rundweg Glaube, Kunst und Natur.
Edith Stein verlor im Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager ihr Leben. Diese Skulptur steht auf dem Rundweg Glaube, Kunst und Natur. | Bild: Wilfried Koch

Auf einer Gedenktafel wird über die heilige Theresia Benedicta vom Kreutz, Edith Stein, geschrieben. Die Karmelitin wurde am 9. August 1942 im Konzentrationslager (KZ) Auschwitz-Birkenau vergast. Sie opferte ihr Leben für das deutsche und jüdische Volk, heißt es auf der Gedenktafel. Papst Johannes Paul II. erklärte Edith Stein zur Patronin Europas. Diese Skulptur wurde von der Künstlerin Schwester Christophora Janssen aus der Benediktinerinnen-Abtei St. Hildegard in Eiblingen geschaffen.

Apostel Petrus grüßt als Skulptur ebenfalls auf dem Rundweg Glaube, Kunst und Natur, der neben der Kapelle „Maria, Mutter Europas“ bei Gnadenweiler beginnt.
Apostel Petrus grüßt als Skulptur ebenfalls auf dem Rundweg Glaube, Kunst und Natur, der neben der Kapelle „Maria, Mutter Europas“ bei Gnadenweiler beginnt. | Bild: Wilfried Koch
  • Apostel Petrus: Nur wenige Meter vorher trifft der Kunstliebhaber und Gläubige auf die Skulptur des Apostel Petrus, der mit seinem Fischernetz dargestellt wurde. Wem die 2,2 Kilometer lange Tour zu klein ist, der hat natürlich auch genug Möglichkeiten, seine Wanderroute in der Heubergregion auszudehnen. Und zum Schluss der Touren bietet sich eine Stärkung bei der Einkehr im Café Kapellenblick an, das nur wenige Meter weiter steht.