An der Gemeinschaftsschule wird vieles neu gedacht. So auch die jährliche Abschlussfeier, zu der sich Eltern, Freunde und Lehrer mit den Schülerinnen und Schülern in der Alemannenhalle versammelt hatten. Es galt, 51 Absolventen zu verabschieden. Dabei sollten vor allem sie und ihre Leistungen – so Rektor Klaus Flockerzie im SÜDKURIER-Gespräch – in den Mittelpunkt stehen. Deshalb war es der Schule besonders wichtig, dass die Schüler an diesem Abend selbst zu Wort kamen.

Und was die Lernpartnerinnen und Lernpartner, wie die Schülerinnen und Schüler an der Gemeinschaftsschule genannt werden, da zum Besten gaben, erfüllte den Schulleiter mit Wohlwollen: „Die Schüler gingen klar und konkret auf ihre Entwicklungen ein, sie beschrieben, wie sie während der sechs Jahre Schulzeit gereift sind. Sowohl fachlich als auch charakterlich. Sie verlassen die Schule als gestärkte Persönlichkeiten“, zog Flockerzie sein Resümee.

Alessandro Salamone schaffte den besten Hauptschulabschluss.
Alessandro Salamone schaffte den besten Hauptschulabschluss. | Bild: Günther Brender

Natürlich ging auch diese Feier nicht ohne Laudatoren und eine Rede des Schulleiters über die Bühne. Doch den Verantwortlichen lag es am Herzen, bei der Schulentlassfeier das Gleichgewicht zu waren, dass den Schulalltag und das Miteinander von Schülern und Lehrern der Gemeinschaftsschule ansonsten prägt: „Wir wollen die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Schulweg begleiten und Lernprozesse initieren“, sagt Flockerzie. Und setzt hinzu: „Gleichwohl haben wir als Lehrer einen Bildungs- und Erziehungsauftrag und geben die Linie vor.“

So schilderten an diesem Abend nicht nur die Schüler ihre Lern- und Entwicklungserfolge, auch die Preisträger und Belobigten wurden in kurzen Laudationen von ihren Lehrern und Preisstiftern gewürdigt. Dabei wurden sowohl soziale wie auch intellektuelle Fertigkeiten der Schüler hervorgehoben. Schulleiter Klaus Flockerzie fasste im SÜDKURIER-Gespräch zusammen: „Wirverabschieden mit einem Gesamtdurchschnitt beider Klassen 10 von 2,5 einen exorbitant starken Jahrgang.“

Bürgermeister Maik Lehn gratuliert Madeleine Letsch zum besten Realschulabschuss.
Bürgermeister Maik Lehn gratuliert Madeleine Letsch zum besten Realschulabschuss. | Bild: Günther Brender

In seiner Rede hatte er den Abschlussjahrgang als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnet, „an dem viele mit gestalten“. Er hob die Bedeutung der Berufsorientierung für die Gemeinschaftschüler hervor und skizzierte die Erwartungen der Wirtschaft an Schulabgänger: Persönliche Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Lern- und Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Belastbarkeit und Sorgfalt sowie soziale Kompetenzen. Sie fasste Flockerzie knapp zusammen: „Alles in allem kann man dies auch als Anstand bezeichnen.“

Zur Abschlussfeier gehören auch Fakten: Insgesamt wurden 48 Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs zu Prüfungen zugelassen. Drei weitere arbeiteten durchweg auf einem erweiterten Niveau (E-Nieveau) und erhielten den Realschulabschluss ohne Prüfung. 18 der insgesamt 51 Absolventen erreichten in der Stufe 9 den Hauptschulabschluss mit einem im Durchschnitt befriedigenden Gesamtergebnis. Drei von ihnen wollen im kommenden Schuljahr den Realschulabschluss an der Schule erreichen, die anderen wechselten an eine berufliche Schule oder haben einen Ausbildungsvertrag in der Tasche. 17 der 33 Absolventen mit Realschulabschluss zieht es an ein berufliches Gymnasium oder das Berufskolleg, zehn haben einen gut dotierten Ausbildungsvertrag die anderen setzten die schulische Ausbildung fort.

Gemeinschaftsschüler erhalten für besondere Leistungen Auszeichnungen

13 Schüler wurden mit 17 Preisen oder Sonderpreisen geehrt. Acht erhielten für ihren Notendurchschnitt eine Belobigung.

  • Madeleine Letsch: Preis der Gemeinde Stetten a.k.M. für den besten Realschulabschluss mit dem Notendurchschnitt 1,2. Sonderpreis für herausragende Leistungen im Fach Mathematik mit der Note 1,0.(auch an Niclas Röttger mit der Note 1,0). Den Sonderpreis im Fach Naturwissenschaft und Technik mit der Note 1,0. Die beste fächerübergreifende Kompetenzprüfung (FüK) mit der Note 1,0 (zusammen mit Marius Wolf mit der Note 1,0).
  • Alessandro Salamone: Preis der Gemeinde Stetten a.k.M. für die beste Gesamtleistung im Hauptschulabschluss mit dem Notendurchschnitt 2,4. Sonderpreis für herausragende Leistungen im Fach Englisch mit der Note 1.
  • Feline Farr: Preisträgerin mit Realschulabschluss mit der Note 1,7. Beste Leistung im Fach Deutsch mit der Note 1,0. Beste Eurokom-Prüfung mit der Note 1,0 sowie Englisch mit der Note 1,2.
  • Martin Graf: Beste themenorientierte Projektprüfung mit Note 1,0.
  • Niclas Röttger: Sonderpreis für herausragende Leistungen im Fach Mathematik mit der Note 1,0. (auch an Madeleine Letsch, s.o.).
  • Clara Alexandre: Beste Leistung im Fach Französisch mit der Note 1,0.
  • Jens Wolf: Sonderpreis für die beste Leistung im Profilfach Sport mit der Note „Sehr gut“.
  • Marius Wolf: Die beste fächerübergreifende Kompetenzprüfung (FüK) mit der Note 1,0 (zusammen mit Madeleine Letsch s.o.).
  • Marie Neusch und Marias Wolf: Sonderpreis für nachhaltiges soziales Engagement in der Schulgemeinschaft.
  • Luca Lina Siegler: Preisträger E- Niveau ohne Prüfung mit der Note 1,3
  • Lea Kohlhepp: Preisträger E- Niveau ohne Prüfung mit der Note 1,3
  • Jens Wolf: Preisträger E- Niveau ohne Prüfung mit der Note 1,7
  • Offizielle Belobigungen: Clara Alexandre, Sarah Hermann (beide Durchschnitt 1,9) Niclas Röttger (Durchschnitt 2,0), Vanessa Bauer, Marius Wolf (beide Durchschnitt 2,1), Marie Neusch, Melissa Rühr, Svea Kunz (alle Durchschnitt 2,2).