Standen vor fünf Jahren noch 32 Kandidaten auf den Wahlzetteln für das Stettener Gemeindeparlament, so hat sich der Bewerberkreis für die am 26. Mai stattfindende Gemeinderatswahl dieses Mal um ein Viertel auf 24 reduziert. Die Gründe dafür: Zum einen wurde die Anzahl der Gemeinderatssitze ab der kommenden Wahlperiode von 14 auf zwölf verkleinert. Zum anderen war 2014 neben den Listen von CDU und Freien Wählern mit der „Initiative Lebenswertes Stetten a.k.M.“ (ILS) eine dritte Liste angetreten.

Vor fünf Jahren trat war neue Initiative erfolgreich

Wie Phoenix aus der Asche war die neue Initiative vor fünf Jahren aufgestiegen und hatte auf Anhieb rund 23 Prozent der Stimmen für sich verbucht, was gleichbedeutend mit drei Sitzen am Stettener Ratstisch war. Mit Martin Biebl hatte die neue Liste auch den absoluten Stimmenkönig gestellt. 3010 Stimmen hatte der damals noch als Apotheker tätige Kandidat auf sich vereint und alle Mitbewerber damit weit übertroffen. Der hohe Stimmenanteil für die neue Liste ging vor fünf Jahren zwangsläufig mit Einbußen der Listen von CDU und Freien Wählern einher. So war deren Stimmenanteil um 9,7 Prozent (CDU) und 10,8 Prozent (FW) zurückgegangen.

Sie treten bei der Kommunalwahl für die CDU in Stetten an: Manuela Reinke, Oliver Beil, Stefan Sauter, Klaus-Dieter Halder, Florian Dreher, Andreas Gulde, Christine Burkhart, Florian Bürk, Christian Löffler, Martin Rettich, Patrick Schreiner und Lothar Löffler.
Sie treten bei der Kommunalwahl für die CDU in Stetten an: Manuela Reinke, Oliver Beil, Stefan Sauter, Klaus-Dieter Halder, Florian Dreher, Andreas Gulde, Christine Burkhart, Florian Bürk, Christian Löffler, Martin Rettich, Patrick Schreiner und Lothar Löffler. | Bild: CDU Stetten

Zwar hatten die Freien Wähler mit einem Gesamtstimmenanteil von 46,8 Prozent ihre Spitzenposition deutlich behauptet, jedoch einen Sitz verloren und somit mit sieben von insgesamt 14 Sitzen gleichzeitig ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Dennoch hatte die Freien der Verlust weit weniger geschmerzt, als die örtliche CDU, die mit noch 30,2 Prozent ein Drittel ihrer Sitze abgeben musste, und in der letzten Periode nur noch mit vier Sitzen am Ratstisch vertreten war.

Einwohnerzahl inzwischen deutlich gesunken

Doch werden die Karten bei der Kommunalwahl am 26. Mai wieder völlig neu gemischt. Wie im SÜDKURIER berichtet, wird die Zahl der Sitze am Ratstisch ab der kommenden Wahlperiode von 14 auf zwölf Sitze reduziert, nachdem die Einwohnerzahl inzwischen auf deutlich unter 5000 gesunken ist.

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Mit der Aussage, sich sachorientiert, frei und ungebunden für die Gesamtgemeinde einzusetzen, waren die Freien Wähler vor fünf Jahren ins Rennen gezogen, wollten sich den strukturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen im Ländlichen Raum stellen, um die Attraktivität der Gemeinde sicherzustellen und weiter auszubauen. So sollte ein guter Mix an zeitgemäßer Infrastruktur entwickelt und sichergestellt werden, um Stetten und seine Ortsteile immer wieder aufs Neue attraktiv und anziehend zu machen. „Wir müssen alles dafür tun, dass sich unsere Standortsoldaten sowie Jung und Alt bei uns wohlfühlen und gut versorgt sind“, lautete die Devise.

Mit diesen Themen treten die Parteien an

„Gemeinsam erhalten – zusammen gestalten“, lautete der Slogan der CDU, die die Attraktivität und Lebensqualität Stettens als „blühende Gemeinde“ durch vorausschauende Planung und zukunftsorientierte Entscheidungen erhalten und stetig ausbauen wollte und dafür als wichtigen Eckpfeiler die Gemeinschaftschule sah. Die Pflege enger Beziehungen zur Bundeswehr, das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde, eine starke Gemeinschaft sowie das genaue Hinschauen und Zuhören, wo die Bürger der Schuh drückt, war für die Kandidaten von herausragender Bedeutung: „Wir stehen für eine gute Perspektive in Stetten a.k.M.“, stand im Wahlprospekt.

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Mit dem Slogan „Zukunft lebenswert gestalten“ hatte sich die ILS vor fünf Jahren gegen einen möglichen Gesteinsabbau bei Oberglashütte positioniert und sich unter anderem die Einbindung der Bürger in kommunalpolitische Entscheidungen auch zwischen den Wahlen auf die Fahne geschrieben. Auch der Ausbau der innerörtlichen Mobilität, überparteiliches Denken und Handeln, die Sicherung örtlicher Versorgungsstrukturen, die Ausrichtung der Kommunalpolitik auf die Bedürfnisse der Senioren, die Beteiligung der Jugend an kommunalpolitischen Entscheidungen sowie Transparenz in der Entscheidungsfindung standen auf der Agenda ganz weit oben.

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