Die Zeit im Funkloch ist für Storzingen offenbar zu Ende. In dieser Woche schloss sich der Stettener Gemeinderat dem Beschluss des Storzinger Ortschaftsrats an. Die Gemeinde stellt ein Grundstück am Ende der Straße "Beim Schulhaus" bereit, auf dem eine 25 Meter hohe Mobilfunkanlage errichtet wird.

Ortsvorsteher weist Vorwurf von Bürgern zurück

Bruno Pozzi, der Storzinger Ortsvorsteher, beschrieb die Stimmung in dem Ortsteil mit der Feststellung: "Niemand will den Sender vor seiner Türe haben." Unterstützt von Maik Lehn und dem Gemeinderat, wies Pozzi Gerüchte aus Storzingen zurück, nach denen "alles im Geheimen" geplant worden sei. Aus seiner Sicht sei die Planung bisher transparent gelaufen.

Einzig Ratsmitglied Reiner Letsch konnte sich mit dem Standort nicht anfreunden. Er begründete seine Skepsis mit dem Hinweis: "Ich tue mich schwer, weil überall sonst die Masten auf der Höhe stehen." Diesem Einwand begegnete Lehn mit der Feststellung, dass die Messungen der Fachleute diesen Standort als absolut geeignet bestätigt hätten.

Maik Lehn fügte an: "Es wurden dem Konzern noch weitere private Grundstücke angeboten. Eine weitere Prüfung von Alternativstandorten wird jedoch nicht vorgenommen." Sollten jetzt noch, beispielsweise durch das Ergebnis der Bodenuntersuchungen, Argumente gegen diesen Standort gefunden werden, bliebe der ursprünglich vorgeschlagene Platz am Haus Weckenstein als letzte Möglichkeit.

Gemeinde beteiligt sich nicht an Kosten für Anlage

Zwei Argumente des Bürgermeisters bestimmten die kurze Ratsdiskussion. Zum einen wird sich die Gemeinde nicht an den Kosten für die rund 130 000 Euro teure Mobilfunkanlage beteiligen. Zum anderen sieht Lehn in der Bereitschaft der Telekom, diese Anlage für Storzingen zu bauen, ein Entgegenkommen. Jetzt sei das Geld bei dem Konzern vorhanden. Im nächsten Jahr werde es sicher nicht mehr für Storzingen zur Verfügung stehen.

Das einzige Entgegenkommen der Gemeinde, außer der Bereitstellung des Geländes, werde die Unterstützung bei der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen sein, wie Bürgermeister Maik Lehn erklärte.