Bei einer Feier im Gemeindehaus „Weckenstein„ hatte ein Vorhang Feuer gefangen, das sich schnell in der Turnhalle ausbreitete und das Treppenhaus stark verrauchte, so die Übungsannahme, nach der in dem großen Gebäude auch sechs Personen vermisst wurden.

Nicht einfach: Trotz stark eingeschränktem Sichtfeld (die Atemschutzmasken wurden abgeklebt) bringen zwei Atemschutzträger einen vermissten Jungen in Sicherheit.
Nicht einfach: Trotz stark eingeschränktem Sichtfeld (die Atemschutzmasken wurden abgeklebt) bringen zwei Atemschutzträger einen vermissten Jungen in Sicherheit. | Bild: Gerd Feuerstein

Neben den Storzinger Einsatzkräften war auch die Jugendfeuerwehr der Heuberggemeinde in den Übungsablauf eingebunden. Ausgestattet mit Atemschutzattrappen mussten die Jugendlichen ebenso zwei Verletzte aus dem Gebäude retten, wie ihre großen Vorbilder dies parallel mithilfe der Steck- und Drehleiter bewerkstelligten.

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Unter den Augen von Bürgermeister Maik Lehn, Feuerwehrkommandant Wolfgang Neusch sowie zahlreicher Zuschauer bauten andere Kräfte derweil mehrere Riegelstellungen um das Gebäude auf, wobei die Wasserversorgung von der Schmeie her gesichert wurde. Während die Löscharbeiten von der neuen Drehleiter aus fortgeführt wurden, konnten die interessierten Zuschauer im Inneren des Gebäudes verfolgen, wie die Wehrleute unter schwerem Atemschutz nach den Vermissten suchten und diese in Sicherheit brachten.

Herausforderung für Einsatzkräfte

Im Gespräch mit dem SÜDKURIER hob Storzingens Kommandant Florian Rösch die Tücken des großen Gebäudes hervor: „Die vielen Räumlichkeiten und großen Nutzflächen, verteilt auf mehrere Ebenen und Stockwerke, sowie die hohe Brandlast durch Tische und Stühle stellen für meine Leute eine echte Herausforderung dar“, erläuterte Rösch. Das stellten auch Bürgermeister Maik Lehn und Wolfgang Neusch bei der abschließenden Manöverkritik heraus.

Gemeinsam haben sie das komplizierte Übungsszenario perfekt gemeistert: Die Stettener Jugendfeuerwehr und die Storzinger Einsatzkräfte.
Gemeinsam haben sie das komplizierte Übungsszenario perfekt gemeistert: Die Stettener Jugendfeuerwehr und die Storzinger Einsatzkräfte. | Bild: Gerd Feuerstein

Der Feuerwehrkommandant lobte die Storzinger Einsatzkräfte nicht nur für ihr „umsichtiges Vorgehen“, mit dem sie die angenommene Situation „prima gemeistert“ hätten. Er hob auch den Einsatz zahlreicher Großgeräte aus Stetten hervor, zu denen nicht zuletzt die neue Drehleiter gehört hatte. Auch die Jugendfeuerwehr durfte sich über ein Lob freuen. „Das habt ihr wirklich klasse gemacht“, sagte Neusch.