Großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Stetten am kalten Markt: Unter enormen Zuspruch der Bevölkerung wurde die neue Drehleiter offiziell an die Wehr übergeben. Stettens neuer Pfarrer Markus Manter segnete das Fahrzeug. Feuerwehrkommandant Wolfgang Neusch freute sich: „Heute ist ein großer und denkwürdiger Tag, an dem für uns Wehrleute ein Traum wahr geworden ist.“

1988 wurde eine gebrauchte Drehleiter angeschafft

Die Feuerwehrkapelle hatte bereits für gute Stimmung gesorgt, als Neusch die zahlreichen Gäste in der Alemannenhalle willkommen hieß. Die Übergabe der neuen Drehleiter sei für Stetten „ein absolutes Novum“, sagte Neusch. Er erinnerte, dass die Wehr bis zum Bau der drei Hochhäuser nur über eine Anlegeleiter verfügt hatte. 1988 wurde eine gebrauchte Leiter beschafft, die vor einigen Jahren durch eine in Meßkirch ausgesonderte Drehleiter ersetzt wurde, die zu dieser Zeit auch schon „34 Jahre auf dem Buckel“ gehabt habe.

Auch das Feuerwehrmuseum wurde nach seinem Umzug von der Kaserne in das Amtshaus wieder eröffnet. Im Bild (von links): Werner Schlude, Bernhard Fröhlich, Bürgermeister Maik Lehn, Wolfgang Neusch, Adolf Hafner, Thorsten Gulde und Peter Werner.
Auch das Feuerwehrmuseum wurde nach seinem Umzug von der Kaserne in das Amtshaus wieder eröffnet. Im Bild (von links): Werner Schlude, Bernhard Fröhlich, Bürgermeister Maik Lehn, Wolfgang Neusch, Adolf Hafner, Thorsten Gulde und Peter Werner. | Bild: Gerd Feuerstein

Neusch: Lehn erklärte Feuerwehrbedarfsplan zur Chefsache

Neusch erklärte, er sei daher umso dankbarer gewesen, dass Bürgermeister Maik Lehn schon kurz nach seinem Amtsantritt den Feuerwehrbedarfsplan zur Chefsache erklärt habe. Neusch machte deutlich, dass der Gemeinde und dem Umfeld mit der Anschaffung ein äußerst effektives Rettungsmittel zur Verfügung stehe, das der Sicherheit der Bevölkerung diene.

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254 000 Euro Zuschuss vom Land

Der Bürgermeister erinnerte, dass die Anschaffung der Drehleiter schon vor längerer Zeit in die Wege geleitet wurde. Die Gesamtkosten bezifferte Lehn auf 655 000 Euro, die den diesjährigen Haushalt stark geprägt hätten. Zwar sei mit Landeszuschüssen von 254 000 Euro zu rechnen, doch würden diese nicht in einer Summe, sondern in vier Raten ausbezahlt: „Ausgerechnet im Jahr der Rechnungsstellung fließt mit 14 000 Euro die kleinste Summe“, bedauerte Lehn. In den drei Folgejahren würde je 80 000 Euro an die Gemeindekasse überwiesen.

Drehleiter auch für Schwenningen und Beuron

Lehn ließ keine Zweifel aufkommen, dass die Anschaffung der neuen Drehleiter zwingend notwendig geworden sei, zumal diese nicht nur im eigenen Gemeindegebiet zum Einsatz komme. Stetten sei Stützpunktwehr und erfülle auch in den Nachbargemeinden Schwenningen und Beuron ihre Pflicht.

Bei einem Löschangriff zeigte der Stettener Feuerwehrnachwuchs, was er bereits gelernt hat.
Bei einem Löschangriff zeigte der Stettener Feuerwehrnachwuchs, was er bereits gelernt hat. | Bild: Gerd Feuerstein

Drehleiter kommt zu 80 Prozent bei technischen Notfällen zum Einsatz

Kreisbrandmeister Michael Hack erklärt, dass diese nicht alltägliche Anschaffung für die Feuerwehr nicht nur Freude, sondern auch Verpflichtung bedeute: das Fahrzeug im Notfall innerhalb kürzester Zeit an die Einsatzstelle zu bringen. Drehleitern kämen zu 80 Prozent bei technischen Notfällen zum Einsatz, wobei die Unterstützung von Rettungsdiensten an oberster Stelle stehe.

Pfarrer Markus Manter segnet die neuen Drehleiter, die 655 000 Euro gekostet hat.
Pfarrer Markus Manter segnet die neuen Drehleiter, die 655 000 Euro gekostet hat. | Bild: Gerd Feuerstein

Stettens neuem Pfarrer Markus Manter, der fünf Tage zuvor seinen Dienst in der Seelsorgeeinheit Heuberg St. Barbara aufgenommen hatte, war es vorbehalten, das neue Rettungsfahrzeug zu segnen. Eine solche Handlung gebe Gelegenheit, sich bewusst zu machen, dass Menschen zwar sehr viel machen können, aber eben nicht alles: „Wir sind immer auf die Begleitung und den Segen Gottes angewiesen“, meinte der Pfarrer.