"So viele Starterinnen und Starter hatten wir schon lange nicht mehr", freute sich Cheforganisator Heinz Langhorst Stein in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. Während in den vergangenen Jahren die Teilnehmerzahl teilweise sogar unter die Hundertermarke gerutscht war, könne man in diesem Juni schon fast von einer Rekordbeteiligung sprechen. Grund: Schulleitung und Lehrerkollegium hätten sich darauf verständigt, die Teilnahme der Klassen zwei bis sechs quasi verpflichtend vorzugeben, wie Langhorst-Stein wissen ließ. "Uns als Organisatoren freut das natürlich", sagte er, wenngleich der Aufwand dadurch auch steige. War man in den vergangenen Jahren gegen Mittag mit dem Turnier durch, so sehe der eng gesteckte Plan diesmal Startzeiten bis kurz vor 16 Uhr vor. "Da braucht man ein Helferteam, das mitmacht und den ganzen Tag über zur Stange hält", unterstreicht er.

Sie sind die StÃtzen des HMSC, ohne die eine Ausrichtung der Radturniere nicht mÃglich wÃre (von links): Hannelore KieÃling, Vorsitzender Ehrenfried Klug, Christine Klug, Gerd Weber, JÃrgen FeiÃel, Martina Bubser, Gaby Kleinfelder, Hans-JÃrg Kleinfelder, Bernhard Bubser und Heinz Langhorst-Stein.
Sie sind die StÃtzen des HMSC, ohne die eine Ausrichtung der Radturniere nicht mÃglich wÃre (von links): Hannelore KieÃling, Vorsitzender Ehrenfried Klug, Christine Klug, Gerd Weber, JÃrgen FeiÃel, Martina Bubser, Gaby Kleinfelder, Hans-JÃrg Kleinfelder, Bernhard Bubser und Heinz Langhorst-Stein. | Bild: Gerd Feuerstein

Turnier läuft wie am Schnürchen

Das Turnier jedenfalls lief ab wie am Schnürchen. Eine Klasse nach der anderen wurde zum Start aufgerufen. Doch bevor es jeweils einzeln auf dem Rad in den Parcours ging, wurde dieser bei einem gemeinsamen Rundgang zunächst per Pedes erkundet. So manche Schüler, die bereits in früheren Jahren an den Start gegangen waren, staunten nicht schlecht, als ihnen Heinz Langhorst-Stein die neue Streckenführung erklärte. Denn im Gegensatz zu früher, wartete der aktuelle Parcours mit neuen Aufgaben auf, die es auf dem Rad zu bewältigen galt. So war anstelle des früheren "Achters" jetzt zwar nur noch eine sogenannte "S-Gasse" zu durchfahren. Dafür war aber ein weiterer Kreisel dazu gekommen: "Ihr müsst jetzt also einen Kreisel rechts herum, und einen links herum fahren", erläuterte Langhorst-Stein. Durch den Wegfall des Achters sei manches vermeintlich leichter geworden, doch alles in allem sei der Parcours jetzt anspruchsvoller, was nicht zuletzt auf die neue Slalomstrecke zurückzuführen sei, ließ er die Teilnehmer wissen. "Die Holzklötzchen sind jetzt viel enger gesteckt und damit deutlich schwerer zu durchfahren".

Per Pedes führt Cheforganisator Heinz Langhorst-Stein (im Vordergrund) die einzelnen Startergruppen durch den Parcours und weist auf alle Besonderheiten hin.
Per Pedes führt Cheforganisator Heinz Langhorst-Stein (im Vordergrund) die einzelnen Startergruppen durch den Parcours und weist auf alle Besonderheiten hin. | Bild: Gerd Feuerstein
Mit voller Konzentration fÃhrt Christian Schott hier Ãber das Spurbrett.
Mit voller Konzentration fÃhrt Christian Schott hier Ãber das Spurbrett. | Bild: Gerd Feuerstein

ADAC zieht sich aus Projekt zurück

Der Fahrrad-Referent des HMSC nahm sich daher mit den einzelnen Gruppen viel Zeit, um den neuen Parcours eingehend zu erklären, bevor er die Kids nach und nach an den Start schickte. Dass die Teilnehmerzahl so nach oben schnelle, sei "natürlich super", freut er sich und gab zu verstehen, dass der HMSC in Sachen Verkehrserziehung weiter am Ball bleibe, auch wenn der ADAC München inzwischen aus dem Projekt "Fahrradturnier" ausgestiegen sei. Glücklicherweise sei der ADAC-Südbaden noch mit von der Partie und unterstütze die Vereine vor Ort mit einem kleinen Obolus.

"Im Interesse unserer Kinder wollen wir das Turnier auch in den kommenden Jahren anbieten", versicherte Langhorst-Stein, zumal die Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum bestens funktioniere, wie er sich gegenüber Koordinatorin Katrin Schöllhorn ausdrückte. Die gab die Lorbeeren gerne an die Verantwortlichen des HMSC zurück. Insgesamt hatte der Club um den Vorsitzenden Ehrenfried Klug zehn Helferinnen und Helfer im Einsatz, um den reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten. Die führten die Starterlisten, stoppten die Zeit oder achteten penibel darauf, dass die Kids die Aufgaben an den einzelnen Stationen korrekt absolvierten und zeigten gegebenenfalls die Fehler an.