Besser als Jasmin Bierl aus Sigmaringen und ihr Freund Fabian Dieth aus Kolbingen kann man wohl nicht reagieren. Das junge Pärchen war nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Sigmaringen, als sie die Nusplinger Straße in Stetten passierten und aus einem Einfamilienhaus Rauch schlagen sahen. Sofort hätten die beiden angehalten. Während Fabian Dieth umgehend die Feuerwehr alarmiert habe, habe seine Freundin Jasmin an dem Haus Sturm geklingelt.

Bild: Gerd Feuerstein

Was dann folgte, schildern sie so: Nachdem erst niemand öffnet und Jasmin ums Haus nach Bewohnern sucht, steht plötzlich die Tür einen Spalt weit offen.

Beherzt tritt sie ein, sieht einen Bewohner im Haus stehen, hinter dem die Flammen bereits in die Höhe schlagen. Sofort schnappt sie diesen und bringt ihn hinaus auf die Straße.  Kurz darauf treffen auch schon die ersten Rettungsfahrzeuge des DRK und der Stettener Feuerwehr ein, bringen den Bewohner, dessen Partnerin zu dem Zeitpunkt nicht zuhause war, in Sicherheit. 

Die beiden Lebensretter im Gespräch mit Notfallseelsorger Pfarrer Edwin Müller.
Die beiden Lebensretter im Gespräch mit Notfallseelsorger Pfarrer Edwin Müller. | Bild: Gerhard Feuerstein

Die Feuerwehr sucht derweil intensiv nach dem Brandherd. Überall aus dem Gebäude schlägt zwar Rauch aus, doch waren keine sichtbaren Flammen zu erkennen. Wie Einsatzleiter Torsten Gulde gegenüber dem SÜDKURIER erklärte, handelte es sich um einen klassischen Schwelbrand, der irgendwo vor sich hinloderte und sich immer weiter ausbreitete. 

Bild: Gerhard Feuerstein

Die Freiwillige Feuerwehr Stetten a.k.M., die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes, die Notfallseelsorge sowie das DRK waren mit insgesamt 53 Kräften im Einsatz.