Unmittelbar bevor man das Haus Weckenstein in Storzingen adventlich schmückt, wurde dort auch jüngst wieder kräftig gerockt: Bei der mittlerweile siebten Auflage des Rockfests überzeugten die Musiker des "Rhythm and Blues Syndicate" aus Stuttgart und der heimischen Band "Macrol".

Video: Uwe Steinbächer

Dabei gehörte die Bühne zunächst den Lokalmatadoren von Macrol. Die Musiker, die schon als Schülerband angefangen hatten, gemeinsam zu spielen, zeigten, was sie können. In der Tradition von Krautrock-Bands wie "Grachmusikoff", die auch schon in Storzingen aufgetreten waren, spielten sie erneut groß auf. "Alle zwei Jahre stehen sie bei uns auf der Bühne. Darauf haben wir uns mal geeinigt, damit es sich nicht so schnell abnutzt", sagte Ortsvorsteher Bruno Pozzi vom Organisationsteam. Von Verschleiß war aber wenig zu spüren. Die meisten der Besucher im gut gefüllten Saal waren wegen Macrol gekommen und feierten sie auch ab.

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Bassist Markus Alle zeigte sich glücklich, wie er sagte, über die erneute Möglichkeit, "zuhause aufzutreten zu können". Da war die Zugabe schon vorbei, die in Anlehnung an einen Bob Marley-Hit "Koi Weiber, koi Geschrei" hieß und auch über eine Stunde unterhaltsame Musik, mit originellen schwäbischen Texten. Roland Mogg, Jürgen Tittel, Manfred Jung und Hubert Eisenmann holten sich den verdienten Applaus des Publikums ab.

Das Publikum wird in Bewegung gebracht. Elmar Geldner mit der Gitarre und Rene Griebel am Keyboard schaffen das mit ihren Instrumenten und Stimmen mühelos.
Das Publikum wird in Bewegung gebracht. Elmar Geldner mit der Gitarre und Rene Griebel am Keyboard schaffen das mit ihren Instrumenten und Stimmen mühelos. | Bild: Uwe Steinbächer

Derweilen schaute Bruno Pozzi zufrieden. "Es läuft alles gut. Die Bands freuen sich, dass es noch Möglichkeiten gibt, wo sie spielen können und die Leute hier honorieren es", stellte er fest. Die erforderlichen 120 Besucher seien in jedem Fall da gewesen, eher ein paar mehr.

Die Musiker der Band Macrol gibt den Einheizer beim Rockfest in der Weckensteinhalle. Es spielen (von links): Markus Alle, Roland Mogg, Manfred Jung, Hubert Eisenmann und Jürgen Tittel. <em>Bilder: Uwe Steinbächer</em>
Die Musiker der Band Macrol gibt den Einheizer beim Rockfest in der Weckensteinhalle. Es spielen (von links): Markus Alle, Roland Mogg, Manfred Jung, Hubert Eisenmann und Jürgen Tittel. | Bild: Uwe Steinbächer

Als dann die Gäste aus Stuttgart die Bühne enterten, suchten sie sich schnell ihren Platz, passten den Bühnenhintergrund an, stimmten kurz die Instrumente und es ging los. Der Sound passte vom ersten Akkord an und die Band gab Vollgas mit Rockklassikern und Bluesballaden. Das machte Spaß und schnell lockten sie alle wieder in den Saal, die sich in der Pause mal draußen an den Bewirtungsbuden verdingten. Zunächst zögerlich, aber im Laufe des Abends immer mehr, füllten sich die Reihen ganz vorne und die Besucher waren in Bewegung. Ebenso Elmar Geldner, der seine Gitarre strapazierte und auch gesanglich alles aus sich rausholte. Rene Griebel am Keyboard, Wolfgang Jankovsky hinterm Schlagzeug und Michael Steinle am Bass trugen ihren nicht unerheblichen Teil zum Erfolg des Auftritts ebenso bei. Ein gutes Zeugnis stellte Besucher Lothar Moser aus Schwenningen den Bands aus: "Macrol habe ich noch nie gehört, die waren aber sehr gut, mit ihren eigenen Songs. Die Hauptband ist super, sehr dynamisch."

Den Einheizer gaben beim Rockfest in der Weckensteinhalle die Musiker von 'Macrol'. Es spielten, von links Markus Alle, Roland Mogg, Manfred Jung, Hubert Eisenmann und Jürgen Tittel.
Den Einheizer gaben beim Rockfest in der Weckensteinhalle die Musiker von 'Macrol'. Es spielten, von links Markus Alle, Roland Mogg, Manfred Jung, Hubert Eisenmann und Jürgen Tittel. | Bild: Uwe Steinbächer