Jahr für Jahr werden auf dem Heuberg große Container mit medizinischen Hilfsgütern und sonstigen Gebrauchsgegenständen beladen und in Afrikas kleinsten Staat Gambia entsandt. Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit. Mit einem fleißigen Helferteam wurde vom Diabetes-Projekt "The Gambia" erneut ein großer Container beladen, der inzwischen auf dem Weg nach Bremerhaven ist, wo er in dieser Woche verschifft werden soll.

Ankunft am 16. April in Banjul

Nach Auskunft der verfrachtenden Reederei soll das Schiff dann am 16. April im Hafen von Banjul in Gambia ankommen, wie Roland und Gudrun Schindler gegenüber dem SÜDKURIER erklären. "Wir hoffen, dass wir unseren Container dieses Mal so rechtzeitig auf die Reise geschickt haben, dass wir ihn bei unserem nächsten Aufenthalt in Gambia auch in Empfang nehmen können", sagt Roland Schindler.

Neben medizinischem Material sammelten sich auch wieder viele Alltagsgegenstände an, die von den Diabetikerfamilien mit Handkuss genommen werden.
Neben medizinischem Material sammelten sich auch wieder viele Alltagsgegenstände an, die von den Diabetikerfamilien mit Handkuss genommen werden. | Bild: Gerd Feuerstein

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr kam der in Stetten beladene Container rund vier Wochen später als geplant in Gambia an, was die Reisepläne der Stettener damals enorm durcheinanderwirbelte und gewaltige Hektik verursachte. "Mehrfach mussten wir unsere Rückreise verschieben und Flüge umbuchen, vom anderen Stress ganz zu schwiegen", erinnert sich Gudrun Schindler.

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Doch das soll dieses Mal nicht passieren: "Wir haben einen Zeitpuffer von mehreren Wochen eingeplant", erzählen sie. Denn ihre nächste Reise nach Gambia steht erst Ende April an: "Vom 26. April bis zum 18. Mai reisen wir sage und schreibe mit einer neunköpfigen Gruppe nach Gambia", erzählen sie stolz und freuen sich "über viele helfende Hände", die man beim Entladen des Containers und Verteilen der Hilfsgüter gut gebrauchen könne.

Ein eingespieltes Team ist am Werk: Jeder Quadratzentimeter wird ausgenutzt.
Ein eingespieltes Team ist am Werk: Jeder Quadratzentimeter wird ausgenutzt. | Bild: Gerd Feuerstein

Doch was passiert, wenn der Container früher ankommt. "Da haben wir vor Ort mittlerweile ein paar zuverlässige Freunde, die das Entladen und Zwischenlagern des Containers für uns übernehmen können", informieren sie, woran man eben auch merke, dass sich ihre Beständigkeit inzwischen vor Ort auch auszahle. "Immerhin ist da jetzt bereits der zwölfte Container, den wir auf die Reise schicken."

Container in Rekordzeit beladen

Und das machte sich am vergangenen Samstag auch beim Beladen bemerkbar. Wofür man anfangs noch einen ganzen Tag brauchte, das war jetzt rasch erledigt: "Der Container war in einer Rekordzeit von dreieinhalb Stunden beladen", sagt Roland Schindler. "Unser Team ist inzwischen super eingespielt, und jeder weiß, wo er hinlangen muss", lobt er seine Helfer.

Gudrun und Roland Schindler engagieren sich seit vielen Jahren für Diabetiker in Gambia.
Gudrun und Roland Schindler engagieren sich seit vielen Jahren für Diabetiker in Gambia. | Bild: Gerd Feuerstein

Von Rollatoren und Sanitätsmöbeln über Spritzen und Verbandsmaterial bis hin zu Krankenhausbetten und einer ganzen Palette mit Einmalhandschuhen wurden erneut jede Menge medizinische Hilfsgüter und Materialien verladen, die vor Ort dringend gebraucht werden. "Alles wird dieses Mal auf vier verschiedene Krankenhäuser verteilt", berichtet Roland Schindler und freut sich, dass es insbesondere Hermann Schreiyäck gelungen ist, "diverse Instrumente für die Kliniken zu sammeln".

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Daneben wurden freilich auch wieder jede Menge Alltagsgegenstände wie Nähmaschinen, Möbel, Matratzen, Fahrräder und Bekleidung – vor allem für Kleinkinder und Jugendliche – verladen. "Unsere befreundeten Familien und Diabetiker werden uns diese Sachen bestimmt wieder regelrecht aus den Händen reißen", sind sich die Schindlers sicher.