Mit ihrem traditionellen Abschlussfest hat die große Familie des Stettener Sommertheaters den Schlusspunkt unter eine äußerst erfolgreiche Theatersaison gesetzt. Absoluter Höhepunkt für die Stettener Laiendarsteller und deren vielen Helfershelfer hinter der Bühne war ein Auftritt zweier Profis vom Theater Lindenhof: Gerd Plankenhorn und Wolfram Karrer gaben Ausschnitte ihres aktuellen Stücks „Gaisburger Marsch“ zum Besten.

Produktionsleiterin Claudia Mogg nimmt Blumen und den Dank von Bürgermeister Maik Lehn (links) und dem Vorsitzenden des Fördervereins Fritz Pfeiffer entgegen.
Produktionsleiterin Claudia Mogg nimmt Blumen und den Dank von Bürgermeister Maik Lehn (links) und dem Vorsitzenden des Fördervereins Fritz Pfeiffer entgegen. | Bild: Juergen M. Leutner

Gefeiert wurde auf dem Ochsenkopf des Truppenübungsplatzes Heuberg, auf dem man „dem Himmel sogar noch etwas näher“ sei, als im Stettener Schlosshof, witzelte Fritz Pfeiffer bei der Begrüßung. Der Vorsitzende des „Fördervereins Attraktive Region Stetten am kalten Markt„ – unter dessen Dach das Stettener Sommertheater alle vier Jahre organisiert und inszeniert wird – freute sich über die riesige Teilnehmerzahl, die „das wunderbare Zusammengehörigkeitsgefühl dieser ausgewöhnlichen Truppe noch einmal zum Ausdruck“ bringe.

Nur noch am heutigen Freitag und am morgigen Samstag öffnet sich um 20 Uhr der Vorhang für das Stück „Stetten – dem Himmel so nah“.
Nur noch am heutigen Freitag und am morgigen Samstag öffnet sich um 20 Uhr der Vorhang für das Stück „Stetten – dem Himmel so nah“. | Bild: Gerd Feuerstein

Zu Beginn der Theatersaison sei er „eher nachdenklich“ gewesen, ob das Stück „Stetten – dem Himmel so nah“ auch in seiner dritten Auflage wieder erfolgreich sein werde. Doch hätten sich seine Bedenken mehr und mehr in Luft aufgelöst. Ganz im Gegenteil: „Es war wieder ein Riesenerfolg“, freute sich Pfeiffer, zumal das Stück – zumindest am Ende – nicht mit den früheren Aufführungen vergleichbar gewesen sei. Der Erfolg habe zwar „viele Väter“, doch allen voran sei Regisseur Stefan Hallmayer zu nennen, sagte Pfeiffer unter tosenden Applaus.

Maik Lehn sehr beeindruckt

Zwar war es dem beliebten Theatermacher aufgrund einer Erkrankung nicht möglich, persönlich am traditionellen Abschlussfest teilzunehmen, doch ließ er der „Stettener Theaterfamilie“ durch seine Stellvertreter Peter Höfermayer und Gerald Ettwein die besten Grüße ausrichten. Die Aufführungen seien bei den Besuchern „unglaublich gut angekommen“, wofür allen Laiendarstellern und den vielen Helfern vor und auch hinter der Bühne „ein gigantisches Lob, großer Respekt und höchste Anerkennung zu zollen“ sei, sagte Pfeiffer.

Mit der heutigen Vorstellung im Schlosshof geht das Stettener Sommertheater die letzte Runde.
Mit der heutigen Vorstellung im Schlosshof geht das Stettener Sommertheater die letzte Runde. | Bild: Gerd Feuerstein

Dem konnte sich Bürgermeister Maik Lehn in seinem Grußwort nur anschließen. Die Resonanz auf das Theater sei einfach unglaublich: „Sie können sich nicht vorstellen, von wie vielen Seiten ich durchweg lobend auf das tolle Theater angesprochen wurde“, sagte Lehn, der sich angesichts der Leistungen der Theatertruppe vor dieser verneigte: „Sie haben beste Werbung für Stetten am kalten Markt betrieben.“

Mit einem launigen Gedicht erinnerte Brigitte Straub an die abgelaufene Theatersaison.
Mit einem launigen Gedicht erinnerte Brigitte Straub an die abgelaufene Theatersaison. | Bild: Juergen M. Leutner

Sein ganz besonderer Dank galt Claudia Mogg, die in den vergangenen 20 Jahren „Herz und Seele des Stettener Sommertheaters„ gewesen sei. Nachdem diese inzwischen ihren endgültigen Abschied angekündigt hat, nutzte Lehn die Gelegenheit, der langjährigen Produktionsleiterin für all das zu danken, was sie „für das Sommertheater, für uns alle und für Stetten am kalten Markt geleistet haben“. Mit Standing Ovations verneigte sich die Theaterfamilie vor ihrer unermüdlichen „Antreiberin“, bevor man sich kulinarischen Genüssen hingab.

Eine Szene aus dem Stück „Stetten – dem Himmel so nah“.
Eine Szene aus dem Stück „Stetten – dem Himmel so nah“. | Bild: Gerd Feuerstein

Fest dauert bis spät in die Nacht

Was den Laiendarstellern zum Nachtisch serviert wurde, setzte dem Abschlussfest die Krone auf. Die Profis Gerd Plankenhorn und Wolfram Karrer vom Theater Lindenhof kredenzten mit „Gaisburger Marsch“ ein lachmuskelstrapazierendes Menü, das mit so viel Humor und skurriler Musik gewürzt war, dass die Besucher mehrfach Nachschlag forderten, bevor sie die Stars des Abends von der Bühne ließen. Bei bester Bewirtung, glänzender Laune, unterhaltsamen Gesprächen und vielen Erinnerungen wurde dann noch bis in die späte Nacht hinein gefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Ganz viel Lob

Zur Erinnerung: Acht Vorführungen des Stücks „Stetten – dem Himmel so nah“ hatten im vergangenen Sommer Tausende Zuschauer auf den Heuberg gelockt, darunter auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit seiner Gattin Gerlinde. Für ihre grandiosen Darbietungen wurden die Stettener Laiendarsteller mit Komplimenten überschüttet: „Die Kritiken und Rückmeldungen waren einfach überwältigend“, fasste Produktionsleiterin Claudia Mogg das Geschehen in einem Satz zusammen (gfe)