Bei herrlichem Spätsommerwetter hat die Stettener Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins am Samstag ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert und sich den Gästen in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert.

Die Organisatoren der Jubiläumsfeier hatten ein interessantes Programm auf die Beine gestellt, das seinen Auftakt am zeitigen Samstagmorgen im Stettener Ortsteil Storzingen mit drei verschiedenen Wanderungen nahm. Es stand zum einen ein historischer Streifzug durch den Ortsteil auf dem Programm. Eine andere Gruppe begab sich auf die Spuren des Bibers im Schmeiental und besuchte entlang des Flüsschens eine Biberburg. Die dritte Gruppe machte sich auf zum Schweizer Häuschen. Das kleine Vereinsheim ist seit zehn Jahren der ganze Stolz der Ortsgruppe, und um das die Stettener von vielen anderen Albvereinsgruppen beneidet werden. Bevor sich die Wanderer und Besucher auf die kleineren Exkursionen begaben, wurden sie von den unverwechselbaren Klängen der Donautaler Alphornbläsern am Haus Weckenstein empfangen, die das ganze Tal mit einer zauberhaften Stimmung erfüllten.

Nach jeweils knapp zwei Stunden am Ausgangspunkt zurück, gab es für die Gäste im Foyer des Gemeindehauses Weckenstein eine Fülle an Informationen, über die Aktivitäten des Schwäbischen Albvereins im Allgemeinen und über die der Stettener Ortsgruppe im Besonderen. Anhand diverser Ausstellungsstücke konnten die Besucher quasi auf einen Blick erkennen, was die Stettener von anderen Ortsgruppen abhebt. Nämlich Nordic-Walking, Radfahren, Abendwanderungen und auch Kulturveranstaltungen: „Das sind die Besonderheiten, die die Stettener auszeichnen“, hob Claus Bayer in seinem Grußwort hervor. Der Gaubobmann, der in Vertretung auch die Glückwünsche des Präsidenten des Albvereins, Hans-Ulrich Rauchfuß, übermittelte, war mit zum Schweizer Häuschen gewandert und zeigte sich davon restlos begeistert.

Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke durfte der Vorsitzende der Stettener Ortsgruppe des Albvereins, Werner Bock (zweiter von links) in Empfang nehmen. Zu den wichtigsten Gratulanten gehörten (von links): Bürgermeister Maik Lehn, Adrian Schiefer vom Landratsamt sowie Gauobmann Claus Bayer.
Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke durfte der Vorsitzende der Stettener Ortsgruppe des Albvereins, Werner Bock (zweiter von links) in Empfang nehmen. Zu den wichtigsten Gratulanten gehörten (von links): Bürgermeister Maik Lehn, Adrian Schiefer vom Landratsamt sowie Gauobmann Claus Bayer. | Bild: Gerd Feuerstein

Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte Adrian Schiefer. Den Leiter des Fachbereichs Umwelt und Naturschutz verbinden nicht nur beruflich viele Dinge mit dem Albverein, sondern er hatte als Stettener sozusagen „ein Heimspiel“. Vor dem Hintergrund von Klimadiskussionen und weltweiter Proteste deswegen betonte Schiefer, dass „Natur und Umwelt derzeit aktueller denn je“ seien. Und der Stettener Albverein kümmere sich darum schon seit 125 Jahren, attestierte er. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste – wie etwa Gauehrenobmann Willi Rösler und dem früheren Stettener Bürgermeister Gregor Hipp – hob das auch Bürgermeister Maik Lehn in seiner Ansprache hervor. Er bescheinigte der Ortsgruppe, sich seit der Vereinsgründung Landschaft und Naturschutz verpflichtet zu fühlen, und „die Gemeinde seit vielen Jahrzehnten bei der Instandhaltung des Wanderwegenetzes und dessen Ausschilderung zu unterstützen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit vielen Bildern und tollen Eindrücken warf Reinhard Stolz später einen launigen Blick zurück in die Geschichte der Ortsgruppe. Bei bester Bewirtung durch die Dorfgemeinschaft Storzingen und unterhaltsamen Weisen wurden bei Kaffee und Kuchen noch viele alte Erinnerungen ausgetauscht.