Bunt, quirlig und allem Schweißtreiben zum Trotz – das Finale des Stettener Sommerwirbels wurde am Freitag zu einem Riesenspaß für alle Beteiligten und Besucher. 123 Jungen und Mädchen und rund 50 Betreuer hatten im Rahmen der Sommerferienaktion im Schulzentrum ihrer Kreativität freien Raum gelassen. In diesem Jahr stand die Event-Woche unter dem Motto "Dschungelfieber". Die Kinder hatten im Rahmen eines Tages der offenen Tür die eine Woche Spaß auf rund zwei Stunden Retroperspektive zusammengeschrumpft.

Das Kuchenbufett war beim Sommerwirbel-Finale der Anlaufpunkt für viele Schleckermäuler.
Das Kuchenbufett war beim Sommerwirbel-Finale der Anlaufpunkt für viele Schleckermäuler. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Wichtiges Ehrenamt

In einer kurzen Ansprache nannte Bürgermeister Maik Lehn auch das Geheimrezept, mit dem die Sommerwirbelaktion seit Jahren am Leben erhalten wird und Fans aus vielen Kindergenerationen hat. Lehn sprach von "immer neuen kreativen Ideen", die Jahr um Jahr für Spaß und Unterhaltung sorge. Sein Lob für das Orgateam fand den Beifall der zahlreichen Kinder und Eltern, die zum Finale auf das Schulgelände gekommen waren. Im SÜDKURIER-Gespräch wies Tobias Buck auf eine weitere tragende Säule des Sommerwirbel-Projekts hin. Der Schulsozialarbeiter erinnerte an die zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer und an die Firmen, die als Sponsoren unverzichtbar seien. Als besonderes Beispiel nannte er Karl Knolle, den Wirt der Frohnstettener "Krone".

Buck: "Knolle hat trotz des laufenden Betriebs in seiner eigenen Wirtschaft jeden Tag für uns das Essen gekocht." Kostenlos, versteht sich. Die Lebensmittel stellte das Orgateam zur Verfügung. Buck betonte, dass ohne solches Engagement die Gebühr von 60 Euro pro Kind nicht aufrecht erhalten werden könne. Unter den ehrenamtlichen Helfern der Aktionswoche waren nicht nur Erwachsene. Buck berichtete von vielen Schülern und Schülerinnen aus den Klassen acht, neun und zehn, die ihre erste Ferienwoche für den Sommerwirbel geopfert haben.

Musik und Gesang bestimmten unter anderem eine Woche lang beim Stettener Sommerwirbel das Geschehen in der ersten Schulferienwoche.
Musik und Gesang bestimmten unter anderem eine Woche lang beim Stettener Sommerwirbel das Geschehen in der ersten Schulferienwoche. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Jede Menge Angebote

An insgesamt 20 Stationen im Schulgebäude und in der Alemannen-Halle konnten sich die Besucher einen Überblick darüber verschaffen, was die Betreuer und Kinder in den letzten Tagen so alles gemacht hatten. Im Gang vor der Schulmensa hatten Tanja Fritz und Anna Schwochow ihren Stand mit zwei unübersehbaren Nähmaschinen aufgebaut. Tanja Fritz: "Wir haben mit den Kindern Dschungeltiere aus Socken hergestellt." Basteln wurde überhaupt sehr groß geschrieben. Buschtrommeln entstanden ebenso wie Papagaien oder Tierfiguren aus Wäscheklammern. In den Junglefilmstudios entstanden Trickfilme. Wer sich als "Rasender Reporter" versuchen wollte, kam beim Sommerwirbel ebenfalls zu seinem Recht. Moritz Buck, dem elf Jahre alte Sohn von Cheforganisator Tobias Buck, hatte es besonders viel Freude gemacht, Maik Lehn als Helfer beim Geschirrspülen zu interviewen. Tiermasken und die dazu passenden Schuhe aus Schuhschachteln gehörten ebenso zum Programm wie Dschungel-Gruppenspiele, der "lustige Dschungel-Parcours", das Dschungel-Labyrinth oder das Dschungel-Feuer mit Geheimbotschaft.

Die Kinder-Modenschau gefiel beim Sommerwirbel-Finale Zuschauern wie Akteuren.
Die Kinder-Modenschau gefiel beim Sommerwirbel-Finale Zuschauern wie Akteuren. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Die Sommerwirbel-Kinder hatten natürlich ein kleines Programm aus Musik, Gesang und einer Modenschau vorbereitet. Wer sich stärken wollte, fand an der von Eltern reich bestückten Kuchentheke jede Menge Leckeres aus dem heimischen Backofen.