Seit 1999 wird in der Heuberggemeinde alle vier Jahre Theater gespielt und die Erfolgsstory des Stettener Sommertheaters soll im kommenden Jahr weiter gehen. Genau 20 Jahre nach dem grandiosen Dorfspiel "Stetten – dem Himmel so nah" soll dieses Stück im nächsten Sommer ein weiteres Mal inszeniert werden. Regisseur Stefan Hallmayer vom Theater Lindenhof sagt dazu: "Ich verspüre große Lust, dieses einmalige Dorfspiel mit vielen Stettener Bürgerinnen und Bürgern noch einmal zu arrangieren".

Sie freuen sich auf die neue Inszenierung des Stücks "Stetten – dem Himmel so nah": (vorne, von links) Bürgermeister Maik Lehn, Michael Adelbert, Annika Gscheidle, Irene Feuerstein, Judith Fauler, (hinten von links) Johannes Unger, Stefan Hallmayer, Klaus-Dieter Halder, Christine Unger und Claudia Mogg.
Sie freuen sich auf die neue Inszenierung des Stücks "Stetten – dem Himmel so nah": (vorne, von links) Bürgermeister Maik Lehn, Michael Adelbert, Annika Gscheidle, Irene Feuerstein, Judith Fauler, (hinten von links) Johannes Unger, Stefan Hallmayer, Klaus-Dieter Halder, Christine Unger und Claudia Mogg. | Bild: Gerd Feuerstein

Egal ob es 1999 die Premiere von "Stetten – dem Himmel so nah" oder in den darauf folgenden Jahren der "Maientanz", die "Natter", das "Kaufhaus Pfeiffer" oder wie zuletzt "Weit vom Schuss – und mittendrin" waren: Das Stettener Sommertheater hat stets weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus für Furore gesorgt. Und den Organisatoren volle Tribünen vor dem historischen Rathaus beschert. Und so soll es auch im kommenden Jahr wieder sein. Wie aus den Reihen des Fördervereins "Attraktive Region Stetten a.k.M." beziehungsweise dessen zuständigem Arbeitskreis zu erfahren war, sind die Vorbereitungen für die Aufführung im Jahr 2019 schon seit längerer Zeit im Gange.

Alle vier Jahre sorgt das "Stettener Sommertheater" im Schlosshof für volle Tribünen
Alle vier Jahre sorgt das "Stettener Sommertheater" im Schlosshof für volle Tribünen | Bild: Gerd Feuerstein

Organisationsteam vor Umbruch

Weil es an der Zeit sei, dass sich das Organisationsteam neu formiere, seien im Hintergrund viele Gespräche und Sitzungen gelaufen, um "vor allem jüngere Mitstreiter für verantwortliche Positionen zu gewinnen", wie Claudia Mogg in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER berichtet. Es sei ihr daher wichtig gewesen, jemand an ihrer Seite zu wissen, der ihre Leitungsaufgaben in Zukunft übernehmen könne. Denn: "Spätestens in der nächsten Runde bin ich wohl nicht mehr an Bord", sagt die engagierte Produktionsleiterin, die bislang bei allen Stettener Theaterprojekten an der Spitze stand. Auch Regisseur Stefan Hallmayer deutete bei der jüngsten Zusammenkunft des Arbeitskreises an, dass er 2019 in Stetten möglicherweise das letzte Mal Regie führe. Umso mehr verspüre er eine große Lust, "mit vielen Stettener Bürgern noch mal Vollgas zu geben." Vor dem Hintergrund, dass sich in Stetten im Lauf der Jahre "eine fantastische Theaterszene mit hochbegabten Darstellern entwickelt" habe, wolle er die Umsetzung des Stücks allerdings "deutlich frecher und ambitionierter angehen", als dies vor 20 Jahren der Fall gewesen sei. Die Geschichte Stettens biete allemal Stoff genug für die geplante Neuinszenierung.

270 Laienspieler wirkten 1999 mit

Hallmayer kündigte an, mit Thomas Unruh einen Musik- und Theaterprofi an seine Seite zu stellen, der beim Theater Lindenhof schon mehrfach erfolgreich Regie geführt und tolle Projekte umgesetzt habe. Angesichts der "vielen großen Bilder und Choreografien", die bei dem Dorfspiel auf den Platz zu bringen seien, sollten möglichst viele Gruppen, Vereine, Cliquen und Gruppierungen für das Projekt gewonnen werden: "Alles was laufen und nicht laufen kann, soll bei dem Stück wieder mitspielen", sagt Hallmayer schmunzelnd, in Erinnerung, dass 1999 rund 270 Laiendarsteller mitgewirkt hatten. "Alle Beteiligten und insbesondere ältere Mitbürger schwärmen noch heute von den damaligen Aufführungen", erinnerte Michael Adelbert an den "grandiosen Erfolg des Stücks", das bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte

Im Arbeitskreis herrschte Einigkeit, möglichst bald nach den Sommerferien eine Sitzung für alle interessierten Akteure anzuberaumen, in der das Projekt vorgestellt und mit einem Zeitplan hinterlegt werden soll. Diese Sitzung wird am Montag, 24. September um 19 Uhr stattfinden, wobei auch ein Rückblick auf die Inszenierung des Stücks im Jahr 1999 nicht fehlen soll. Als Ort für die Sitzung wurden die Räume der Mensa im Schulzentrum ausgewählt. Abschließend formulierte es Projektleiterin Claudia Mogg so: "Jeder, der Lust hat, Theater zu spielen und bei diesem Spektakel aktiv dabei zu sein, ist uns herzlich willkommen."