Zwei Tage lang war der Festplatz Stelle in Schwenningen Mittelpunkt des Hay-Mountain-Festivals, das am Wochenende zum dritten Mal stattfand. Der gleichnamige Verein hatte die Veranstaltung lange im Vorfeld vorbereitet. Lob für die Organisation gab es von vielen Seiten, am Freitagabend beim Auftritt der Balinger Band „Meister Chang“ beispielsweise von deren Sänger Adam Schwenger: „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein paar nette Leute auf dem Dorf so ein riesiges Festival auf die Beine stellen. Da steckt echt Liebe drin“, rief er den Zuhörern zu. Auch Bürgermeisterin Roswitha Beck war unter den Festivalgästen. „Die Mädels und Jungs vom Hay-Mountain-Verein organisierten ein tolles Fest“, lobte die Rathauschefin im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Chef des Hay-Mountain-Vereins, Michael Steidle (Zweiter von links), freute sich zusammen mit (von links) Hans-Peter Siber, Claudia Roth und Bernd Roth über tolle Musik und gute Stimmung beim Festival.
Der Chef des Hay-Mountain-Vereins, Michael Steidle (Zweiter von links), freute sich zusammen mit (von links) Hans-Peter Siber, Claudia Roth und Bernd Roth über tolle Musik und gute Stimmung beim Festival. | Bild: Wilfried Koch

Viel Lob für Organisatoren

Musikfans aller Generationen waren in die Strohparkgemeinde gekommen, um dabei zu sein. 13 Bands präsentierten auf der Bühne Musik der Genres Rock, Punk und Folk. Der Chef des Hay-Mountain-Vereins, Michael Steidle, konnte bei der Organisation auf die Unterstützung seiner 40-köpfigen Mannschaft zählen. Neben dem Getränkestand, der Essensausgabe und der Weinlaube hatten die Vereinsmitglieder für die Festivalbesucher auch eine Saftbar eingerichtet.

Johanna Steidle (links) und Teresa Grathwohl sorgten mit Fruchtspießen und Saftcocktails für Erfrischung beim Rockfestival.
Johanna Steidle (links) und Teresa Grathwohl sorgten mit Fruchtspießen und Saftcocktails für Erfrischung beim Rockfestival. | Bild: Wilfried Koch

Regionale Bands begeistern

Auch musikalisch bot das Festival eine große Bandbreite: Den Auftakt auf der Bühne machten die sechs Mitglieder der Schwenninger „Rock ‚n‘ Roll Company“ (RRC), die Hits der Rolling Stones, von BAP oder Eric Clapton spielten. Seit 40 Jahren treten die Schwenninger Musiker auf den Bühnen der Region auf. Viele Zuhörer hätten RRC gerne länger gehört, aber auf dem Festivalprogramm standen die Auftritte fünf weiterer Bands. Als nächstes rockten „Invers“ aus Schwäbisch Gmünd, „Meister Chang“ aus Balingen, „The Story Of March“ aus Reutlingen und „Burnin‘ Alive“ die Bühne.

Gitarrist Claudius Zippo Zito ist der Namensgeber der Albstädter Band „Zippo kennt‘s“.
Gitarrist Claudius Zippo Zito ist der Namensgeber der Albstädter Band „Zippo kennt‘s“. | Bild: Wilfried Koch

„Gaudi-Folk“ kommt gut an

Höhepunkt am ersten Festivaltag war der Auftritt der fünfköpfigen Band Hellraisers and Beerdrinkers aus Schwäbisch Gmünd. Ihre Mischung aus Irish Folk und Polka gepaart mit Ska, Reggae und Bier beschrieben die Bandmitglieder selbst liebevoll als „Gaudi Folk“. Mit ihren Instrumenten – Gitarre, Akkordeon, Kontrabass, Schlagzeug, Mandoline und Banjo – sorgten die fünf Musiker für eine ausgelassene Partystimmung. Viele Fans tanzten bis nach Mitternacht unter freiem Himmel.

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Romantische Melodien und kerniger Punkrock

Regionale Topbands zogen die Musikfans auch am zweiten Festivaltag mit ihrer Leidenschaft in ihren Bann. Mit der aus Tübingen stammenden Band „41 Blonde“ servierte der Veranstalter ein ganz besonderes Schmankerl. Titel von „Fury in the Slaughterhouse„, „Cream“ oder Marc Cohn faszinierten die Zuhörer. Songs der 1960er und 1970er Jahre wechselten sich mit romantischen Melodien wie dem auf Italienisch gesungenen Song „Mongolfiere“ (Heißluftballon) der Sängerin Gianmaria Testa ab. Eingebettet war dieser Auftritt zwischen die Bühnenshows der Punkrocker von „Die Zahnfee“ und „Th Number 74“ aus Backnang, die dem Publikum ordentlich einheizten.

Tilmann, Henning, Sandra, Thomas und Alois (von links) bilden zusammen die Tübinger Band 41 Blonde. Mit besonderen Songs, die man nicht jeden Tag zu hören bekommt, faszinierten sie die Zuhörer.
Tilmann, Henning, Sandra, Thomas und Alois (von links) bilden zusammen die Tübinger Band 41 Blonde. Mit besonderen Songs, die man nicht jeden Tag zu hören bekommt, faszinierten sie die Zuhörer. | Bild: Wilfried Koch

Nieselregen hält Fans nicht vom Feiern ab

Die Albstädter Band „Zippo kennt‘s“ hatte schon im vergangenen Jahr ihre Visitenkarte beim Hay-Mountain-Festival abgegeben. Auch am Samstag sorgten die Musiker für ausgelassene Stimmung unter den Besuchern. Danach kamen mit „From Fall To Spring“, „Mom‘s Day“ und „AOP“ drei weitere hochklassige Rockbands auf die Bühne und animierten das Publikum trotz andauernden Nieselregens zum Weiterfeiern.