Deutlich über 100 Kostüme im Jahr werden auf der Waldbühne benötigt, davon stellen die Kostümteams der beiden Spielgruppen einen Großteil neu her oder kaufen diese ein. Es sei nicht verwunderlich, teilen die Waldbühnenbetreiber mit, dass bei solchen Mengen ab und an der Platz im Kostümlager knapp wird. So auch im Herbst, als das Kostümteam der Waldbühne eine große Aufräumaktion im Probengebäude und Kostümlager initiierte. Mit dabei: Esther Rebholz, die schon in den unterschiedlichsten Rollen auf der Waldbühne aktiv war. Sie stellte fest, dass unter den unzähligen Kostümen viele gut erhaltene Stücke waren, die zum Entsorgen eindeutig zu schade, aber doch für den derzeitigen Bedarf nicht passend waren. So entstand der Gedanke, einen Kostümflohmarkt zu veranstalten, um anderen Theatergruppen, Narren im Vorgriff auf die bald anstehende Fasnet oder interessierten Einzelpersonen, die für Feiern jeder Art ein Kostüm suchen, einen Teil der Schätze des Waldbühne-Fundus anzubieten. So bietet sich für Interessierte eine Gelegenheit, einmal selbst das Gefühl, in eine andere Rolle zu schlüpfen, zu erleben – und vielleicht fühlt sich so mancher in die Welt Shakespeares zu „Romeo und Julia“, oder nach Italien in das kleine Dorf von „Don Camillo und Peppone“ versetzt. Und wer am kommenden Samstag, 16. Dezember, einfach nur Waldbühne-Atmosphäre schnuppern will und sich überlegt, selber als Schauspieler aktiv zu werden, der darf natürlich auch gerne auf ein Getränk vorbeischauen.

Im Probengebäude der Waldbühne (links neben dem Kiosk) werden am Samstag von 10 bis 16 Uhr ausgesuchte Kostüme der vergangenen Jahrzehnte nun zum Verkauf auf Spendenbasis angeboten – das bedeutet, dass man für ein Stück nur so viel bezahlt, wie man geben möchte. Für das leibliche Wohl gibt es eine kleine Auswahl an Getränken. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass es sich bei den angebotenen Kostümen hauptsächlich um Kleidung für Erwachsene handelt, da die Kostüme der Kinderstücke oftmals zwischen den einzelnen Freilichtbühne Süddeutschlands ausgetauscht werden und sich hier weniger ansammelt.