Aus dem Ländle haben sich 35 Jungen und Mädchen der Teengruppe des Freien evangelischen Gemeinden-Zeltlagers getroffen. das im Ortsteil Oberschmeien aufgebaut war. Sie kamen mit 15 Geflüchteten in der Jugendkunstschule in Laiz zusammen. In den Jahren zuvor hatten die Teens jeweils einen Nachmittag mit Geflüchteten im Gelben Haus verbracht. Nach dessen Schließung wandten sie sich an das Integrationsbüro der Stadt Sigmaringen mit der Bitte, eine neue Begegnungsmöglichkeit zwischen ihnen zu schaffen, berichtet die Stadtverwaltung.

„Wir feiern in Sigmaringen am 14. Oktober das Fest der Kulturen. Dafür brauchen wir noch einiges an Material“, freute sich die Integrationsbeauftragte, Claudia Lamprecht, und vermittelte den Kontakt zur Jugendkunstschule. Ziel war es, Schilder für die verschiedenen Nationalitäten zu malen, die an jenem Festtag Köstlichkeiten aus ihrer Heimat anbieten. Außerdem galt es, Holz-Elche zu bemalen, die in einem Flüchtlingsprojekt gefertigt werden und am Fest der Kulturen präsentiert werden. Es ist geplant, aus dem Erlös ein Gemeinschaftsprojekt zu finanzieren.

Die Verständigung in den Malgrüppchen sei so bunt wie die bereitgestellten Farben gewesen: in Deutsch, Französisch, Arabisch und mit Händen und Füßen. Überall lag Glimmer und Glitzer, Deko-Federchen schwebten durch die Luft. Samuel Hayer, Verantwortlicher des Zeltlagers, zeigte sich beeindruckt, was Menschen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Hautfarbe, gemeinsam schaffen können.

Die Fachbereichsleiterin der Jugendkunstschule, Gabi Maier, schwärmt:„50 Menschen auf einmal ist schon eine Herausforderung für Frau Uhlmann und mich. Aber es war eine kreative Stimmung und es sind außergewöhnlich schöne Stücke entstanden“. Die Ehrenamtskoordinatorin des DRK, Stefanie Gäble freute sich über die Zusammenarbeit, die ihrem Wunsch gemäß fortgesetzt werden sollte. Koordiniert wurde diese Aktion durch das Integrationsbüro, möglich wurde sie aus Mitteln des Modellvorhabens Land(auf)Schwung und mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Integration.