Sigmaringen (jüw) Zur Neukonzeption der Erstaufnahme in der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne bezogen die beiden Landtagsabgeordneten durchweg positive Stellung. So teilt Andrea Bogner-Unden (Grüne) mit, dass die nun gewonnene Klarheit Land, Stadt Sigmaringen und dem Landkreis nun Planungssicherheit bei der Konversion herrsche, sich die Situation befrieden und die Bürgerschaft wieder zusammenführen werde. Die maximale Belegungszahl der LEA mit 875 Personen sei im Vergleich zur Größe der Stadt Sigmaringen angemessen. "Seit Mitte 2015 haben die Sigmaringer und die vielen Helfer in und mit der LEA einen großen, entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geleistet. Der vorgelegte Verhandlungsentwurf ist ein Kompromiss aber auch großer Verhandlungserfolg", so Bogner-Unden. "Ich danke Landrätin Bürkle und Bürgermeister Schärer für Ihr großes Bemühen."

Klaus Burger (CDU) bezeichnet den Vertragsentwurf als „vertretbaren und für Sigmaringen verträglichen Kompromiss“. Er sei mit den Verantwortlichen im engen Kontakt gestanden und hätte sich für berechtigte Anliegen der Stadt eingesetzt. Ausdrücklich dankte er Landrätin und Bürgermeister. „Minister Strobl hat mir versichert, dass die Standorte Sigmaringen und Ellwangen die ersten seien, die bei zurückgehenden Asylbewerberzahlen auf Standby gestellt werden.“ Burgers Einsatz zielte besonders auf die Verstärkung des Polizeireviers ab, das nun acht Einsatzkräfte hinzu bekommt. Darüber hinaus soll es eine Polizeiwache in der LEA geben.