Sigmaringen – Mit einer Festveranstaltung in der Laizer Festhalle feierte die Ortsgruppe Sigmaringen des Schwäbischen Albvereins am Sonntagnachmittag ihr 125-jähriges Bestehen. Dem Festakt vorausgegangen waren am Vormittag vier geführte Wanderungen, an denen rund 50 Wanderer teilnahmen. „Die Gemeinschaft und Geselligkeit sowie die Weitergabe von Wissen zeichnet den Albverein aus“, überbrachte der Vizepräsident des Schwäbischen Albvereins, Hans-Jörg Schönherr, in seiner Festansprache die Glückwünsche an die Ortsgruppe Sigmaringen und überreichte dem Vorsitzenden des Vereins, Manfred Schulze, eine Ehrenurkunde.

Manfred Schulze freute sich über das Jubiläum, war jedoch sichtlich enttäuscht über den schwachen Festbesuch. „125 Jahre Mitgliedschaft im Albverein kann mal nur einmal feiern“, blickte er nach vorne und erinnerte daran, wie wichtig die Zusammengehörigkeit gerade in dieser Zeit ist. Man habe sich zu einer zahlenmäßig aktiven und starken Ortsgruppe entwickelt. Wie das gesellschaftliche Leben insgesamt, so haben sich die Ansprüche des Vereins und seiner Mitglieder stark verändert, auch der demografische Wandel vor dem Albverein nicht halt gemacht. Was die Geschichte des Vereins angeht, verwies er auf die Ortschronik, die Vereinsmitglied Peter Berger federführend zum Jubiläum zusammengestellt hat.

Glückwünsche überbrachte der Erste Landesbeamte, Rolf Vögtle. In all den Jahren mit Höhen und Tiefen habe de Verein eine respektable Leistung erbracht und damit gezeigt, welche Idee hinter dem Schwäbischen Albverein steckt. Bernt Aßfalg, gratulierte im Namen der Stadt Sigmaringen. Der demografische Wandel und die Schließung der Kaserne habe zwar zu einem Mitgliederschwund bei der Ortsgruppe geführt, dennoch verfüge der Verein noch über eine stolze an Mitgliederzahl. „Sie brauchen einen langen Atem, aber sie sind auf dem richtigen Weg“, machte er den Vereinsmitgliedern Mut, sei doch das Wandern inzwischen zum Trendsport mutiert.

Grüße des Präsidiums sowie aller Ortsgruppen im Schwäbischen Albverein mit seinen knapp 1000 Mitgliedern überbrachte Vizepräsident Hans-Jörg Schönherr. „Sie bieten ein Stück Heimat und gestalten Heimat mit“, lobte er die Arbeit der Ortsgruppe. Ihr wünschte er alles Gute und appellierte an die Mitglieder, aktiv zu bleiben. Claus Bayer, Vorsitzender des Oberen Donau Gaus, zollte den Sigmaringern Respekt, insbesondere was die Familienarbeit anbelangt. Die Ortsgruppe sei mit Abstand die größte im Gau.