Von Wirtschaft bis Hygiene, von Pharmatechnik bis Engineering – die Hochschule Albstadt-Sigmaringen bietet für Studenten zahlreiche Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Informatik und Biowissenschaften an. Einmal im Jahr präsentieren sich auf dem Campusgelände verschiedene Firmen und Unternehmen aus diesen Bereichen bei einer Karrierebörse. An über 60 Ständen konnten sich die Studierenden am vergangenen Mittwoch über ihre Chancen für die berufliche Zukunft informieren. Einige Unternehmen und Firmen hatte sogar konkrete Angebote für Praxissemesterplätze oder die Kooperation bei Abschlussarbeiten im Gepäck.

Über 60 Firmen und Unternehmen präsentierten sich bei der 18. Karrierebörse der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit.
Über 60 Firmen und Unternehmen präsentierten sich bei der 18. Karrierebörse der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit. | Bild: Christl Eberlein

Eine gute Möglichkeit für die Hochschulabsolventen, um sich einen Überblick über das breit gefächerte Angebot zu verschaffen, die auch von Vielen wahrgenommen wurde. Bereits am Vormittag drängten sich zahlreiche Lernende aller Fakultäten durch die Gänge der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, in denen die Stände der Unternehmensvertreter aufgebaut waren. Mit dabei unter anderem die Ferchau GmbH aus Friedrichshafen, die Aesculap AG, Tuttlingen und Kammachi Consulting aus Bühl.

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Bei der Karrierebörse in Sigmaringen fehlte auch das Pfullendorfer Unternehmen Geberit nicht. Am dortigen Standort arbeiten mehr als 1700 Menschen in den Bereichen Verwaltung, Vertrieb, Produktion und Logistik. Das interessierte viele Studierende der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Bis zum Mittag hatten die drei Geberitmitarbeiter Laura Rupps (Leiterin Hochschulmarketing), Lana Topalusic und Fabian Hägele bereits rund 100 Informationsgespräche mit Interessenten geführt. Geberit sei den Studenten der Hochschule Albstadt-Sigmaringen nicht nur wegen der räumlichen Nähe bekannt, sondern auch dadurch, dass einige Geberitmitarbeiter als Dozenten an der Hochschule lehrten, erklärte Laura Rupps. Am Mittwoch seien die meisten Interessenten aus den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen und Informationstechnik (IT) gewesen, berichtete sie weiter. In beiden Bereichen bot Geberit den Studierenden in Sigmaringen nicht nur Praktikumsplätzen und Kooperationen bei Abschlussarbeiten, sondern auch konkrete Stellen an. Auch ein Duales Studium sei mit Geberit möglich, so die Leiterin des Hochschulmarketings.

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Viele Studierende sammelten bei der Karrierebörse nicht nur nützliche Informationen über die verschiedenen Berufe und die Möglichkeiten, einen Platz für ihr, zum Studium gehörendes Praxissemester zu finden, sondern knüpften auch direkt Kontakte zu den Unternehmen, bei denen sie sich eine berufliche Zukunft vorstellen können. Gute Kontakte und ein erstes angenehmes Auftreten bei einem potenziellen Arbeitgeber kann schließlich nicht schaden. Denn neben den fachlichen Kompetenzen stellen spätere Arbeitgeber auch einige Ansprüche an die persönlichen Eigenschaften von jungen Bewerbern.

Firmen unterstützen die Studierenden

So auch die Firma Gühring mit einem Standort in Sigmaringen-Laiz. Der Hersteller von rotierenden Präzisionswerkzeugen hält ständig fünf bis zehn Plätze für Studierende bereit. Selbständiges und systematisches Arbeiten, Leistungsbereitschaft und eine gute Teamfähigkeit sollten Interessenten aber auf jeden Fall mitbringen, um sich für ein Praxissemester oder eine Abschlussarbeit zu bewerben. „Wir stellen den Studenten einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite, sorgen für eine fundierte Schulung in dem entsprechenden Bereich und ermöglichen eine gute Vernetzung mit anderen Studenten und Mitarbeitern“, beschreibt Thomas Stolz das, was die Gühring AG aus Albstadt bei der Karrierebörse am Mittwoch im Angebot hatte. Es kann sich also durchaus lohnen, bei einer Karrierebörse nicht nur Informationen und Werbegeschenke zu sammeln, sondern sein eigenes engagiertes Auftreten zu demonstrieren.

Informationen sammeln und Chancen wahrnehmen

Jonas Jost knüpfte Kontakte zu Unternehmen.
Jonas Jost knüpfte Kontakte zu Unternehmen. | Bild: Christl Eberlein

Jonas Jost ist Student der Pharmatechnik im siebten Semester an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Nach dem Bachelorabschluss möchte er den Master oben drauf setzen. Er hat schon einige Karrierebörsen an der Hochschule. An vielen Ständen hatte er sich bereits früher informiert, unter anderem, um einen Platz für das Praxissemester zu finden. Im Fokus diesmal standen für ihn seine Karrieremöglichkeiten. Neben den vielen Informationen biete die Börse auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, erklärte der Student.

Christin Ruck war erstaunt, wie viele Bereiche ihr offenstehen.
Christin Ruck war erstaunt, wie viele Bereiche ihr offenstehen. | Bild: Christl Eberlein

Christin Ruck hat Bioanalytik als Fach für ihr Studium ausgewählt. Die Studentin ist im ersten Semester und besuchte die Karrierebörse zum ersten Mal. Sie ging mit mehreren Taschen voller Informationsmaterial nach Hause. Ihre Zukunft sieht sie im pharmazeutischen Bereich und war auf der Börse erstaunt, wie viele verschiedene Bereiche ihr offen stehen können. Es ist zwar für sie noch eine Weile hin, bis sie einen Praxissemesterplatz braucht, trotzdem hat sie jetzt schon ein bestimmtes Unternehmen im Blick.

Felix Rilling suchte nach Anbietern für ein Praxissemester.
Felix Rilling suchte nach Anbietern für ein Praxissemester. | Bild: Christl Eberlein

Felix Rilling studiert Technische Informatik im fünften Semester. Wohin seine berufliche Reise gehen soll, kann der Bachelorstudent auch nach dem Besuch der Karrierebörse nicht genau sagen. Software Development, Datenbankmanagement, Webentwicklung oder Qualitätssicherung – all das interessiert ihn. „Die Informatik ist ein so breites Feld“, sagt er. „Es waren einige Unternehmen dabei, die mich interessieren würden“, so der Student. Bei der Karrierebörse ergriff auch die Möglichkeit, nach Anbietern für ein Praxissemester zu suchen.