Bei der feierlichen Verabschiedung von Karl Griener stellte Kreishandwerksmeister Siegmund Bauknecht mit Patricia Griener dessen Tochter als neue Geschäftsführerin vor, die im August die Nachfolge antreten wird. Im Beisein zahlreicher Kreishandwerksmeister und Geschäftsführer aus dem Kammerbezirk, der Obermeister und Vertreter der beruflichen Schulen würdigte Siegmund Bauknecht die jahrzehntelange, erfolgreiche Arbeit von Karl Griener. Als junger Meister habe er selber Karl Griener als jungen Geschäftsführer kennen und schätzen gelernt. Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte er Karl Griener das Wappen des Deutschen Handwerks nebst einem Präsentkorb.

Ein freundlicher, kompetenter und humorvoller Kollege

Mit großer Herzlichkeit würdigte Präsident Harald Herrmann die Verdienste von Karl Griener, mit dem man einen freundlichen, kompetenten und humorvollen Kollegen verliere. Mit Blick auf seinen trockenen, oberschwäbischen Humor bezeichnete er Karl Griener als einen „Spitzbub“, den er dabei stets geschätzt habe und der sich mit ganzem Herzblut für das Handwerk in Sigmaringen engagiert habe. Präsident Herrmann untermauerte dies mit den Worten: „Sie waren es, der in der Zeit der Strukturveränderung die Betriebe mitgenommen hat, auf dessen Worte man hört und dessen Ratschläge man befolgt.“ Besonders geschätzt habe er bei ihm die bodenständige Art, Probleme zu lösen. Ein besonderes Glanzlicht erhielt die Feier, als er Karl Griener für sein beispielhaftes Engagement für das Handwerk die höchste Auszeichnung des Deutschen Handwerks verlieh.

Mitbegründer der Energieagentur und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Die verantwortungsvolle Tätigkeit von Karl Griener betonte Rolf Vögtle (Erster Landesbeamter beim Landratsamt Sigmaringen), denn das Handwerk sei eine tragende Säule der Wirtschaft mit über 12 000 Beschäftigten im Landkreis. In seiner 34-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer habe sich Karl Griener jedoch mehr als verdient gemacht. Sowohl bei der Gründung der Energieagentur Sigmaringen oder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sei Karl Griener einer der Mitbegründer gewesen.

Patricia Griener blickt auf ihre Berufsanfänge zurück

Für große Aufmerksamkeit sorgte die neue Geschäftsführerin Patricia Griener bei ihrer Vorstellung, als sie darüber berichtete, wie sie vor 16 Jahren ihre berufliche Laufbahn in der Hohenzollerischen Landesbank mit dem Kennenlernen-Tag der Auszubildenden des Handwerks begonnen habe. Damals sei dies der Start in das Arbeitsleben gewesen und heute in einen neuen, beruflichen Abschnitt. Als sie im Spätsommer 2018 sich für die Bewerbung entschlossen habe, habe man sie gefragt, ob sie wirklich aus dem sicheren Arbeitsverhältnis als Beamtin an einer beruflichen Schule aussteigen möchte. Ihr Ziel sei es, das bestehende, vertrauensvolle, offene und hilfsbereite Arbeitsumfeld zu erhalten.

In seinem Schlusswort dankte Griener sichtlich bewegt allen für die gute Zusammenarbeit. Die Beziehung zu Kreishandwerksmeister Bauknecht bezeichnete er als ein gutes, vertrauensvolles Miteinander von Anfang an, denn man sich irgendwie gleich gemocht.