Er ist in die Kreisstadt gekommen, um sich ein persönliches Bild von der Flüchtlings- und Kriminalitätssituation zu machen: die Rede ist von Sascha Binder. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises für Inneres, Digitalisierung und Migration und zugleich stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag.

Bei seinem Besuch im Rathaus hat er sich mit Bürgermeister Thomas Schärer und der Integrationsbeauftragten der Stadt, Claudia Lamprecht, zum örtlichen Integrationskonzept ausgetauscht. Sie informierten ihn über ihre Konzeption zum "Fest der Kulturen", das am 14. Oktober in der Kreisstadt stattfinden soll. Zudem wurden die Kriminalitätsstatistiken, die Binder zuvor beim Besuch des Polizeireviers in der Hohenzollernstadt vorgestellt bekam, differenziert betrachtet. Dort hatte man ihn über die Polizeimaßnahmen im Prinzengarten und über begangene Straftaten von Flüchtlingen informiert. Bürgermeister Thomas Schärer betonte: „Die Maßnahmen können nur erfolgreich sein, wenn sie von der Spitze mitgetragen werden. Zudem muss der Rechtsstaat klare Grenzen setzen und bei Straffälligkeit hart durchgreifen.“

Dies vor allem im Hinblick auf eine kleine Gruppe von Nordafrikanern, die ohne eigene Bleibeperspektive, in Sigmaringen für Unruhe und Schlagzeilen gesorgt hatten. Bei dieser auffällig gewordenen Minderheit an Kleinkriminellen aus der Erstaufnahmestelle seien erste Erfolge zu verzeichnen, konnte Binder in Erfahrung bringen. So hätte die Polizei mittlerweile mehr als 20 Intensivtäter in Haft genommen. Sascha Binder reihte sich als einer der Wortführer in jene Politiker ein, die Innenminister Thomas Strobl für sein "Kommunikationsdesaster", für sein Vorpreschen bei der Bekanntgabe von polizeilichen Ermittlern heftig kritisierten, was die Polizeiarbeit erheblich erschwert hätte.

Durch die erhöhte Polizeipräsenz sei jedoch vieles besser geworden. Und Sascha Binder selbst habe aus persönlichen Eindrücken feststellen können, dass "Sigmaringen deutlich schöner und ruhiger" geworden sei, als es in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit dargestellt worden sei, so Anja Heinz, Pressesprecherin der Stadtverwaltung.

Stadträtin und SPD-Ortsverbandsvorsitzende Susanne Fuchs hatte dem Landtagsabgeordneten von ihren persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Geflüchteten berichtet. Sie würdigte insbesondere die Strukturen im Ehrenamt, die Hervorragendes leisten würden.

Versprochen haben sich die Beteiligten, dass sie auch in Zukunft in Kontakt bleiben wollen, sowohl auf politischer Ebene, als auch zu den Geflüchteten und zu den unterschiedlichen ethnischen Gruppierungen, die in der Kreisstadt leben.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €