Besuch im Josefinenstift: Im Rahmen der Aktionswochen des Pflegenetzes im Kreis Sigmaringen unter dem Motto „Sorgende Gemeinde –Lebendiges Miteinander im Landkreis Sigmaringen“, stand Bürgermeister Thomas Schärer etwa 20 Seniorinnen und Senioren des betreuten Wohnens im Sigmaringer Josefinenstifts Rede und Antwort, teilen die Sozialen Dienste Vinzenz von Paul mit.

„Wir wollen Bewohner des betreuten Wohnens immer wieder mit Gästen ins Gespräch bringen“, eröffnete Seelsorger Hermann Brodmann die Gesprächsrunde und freute sich über regen Besuch. Dabei ging es nicht um die große Politik, vielmehr stand das persönliche Kennenlernen im Vordergrund. Wann haben die Senioren schon einmal die Gelegenheit, dem Bürgermeister auf den Zahn zu fühlen. Dieser ließ sich nicht lange bitten und erzählte munter aus dem Nähkästchen, öffnete sein Herz mehr als es üblich ist. „Ich möchte, dass Sie den Menschen hinter dem Amt entdecken“, sprach er zu den Senioren. Und die erfuhren so manches über das Stadtoberhaupt, über Stationen seines beruflichen Lebens, die ihn geprägt haben. 2010 hatte er sich um das Amt des Bürgermeisters beworben und gleich die absolute Mehrheit erreicht. „Das erfüllt mich mit Dankbarkeit in dieser wunderschönen Stadt Bürgermeister zu sein. „Heute bin ich hier Zuhause“, sagt der gebürtiger Schweizer, der neben der schweizer Staatsbürgerschaft auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Für die Wiederwahl im nächsten Jahr stehe er wieder zur Verfügung, ließ er wissen: „Ich werde das Amt nicht kampflos abgeben“.

Als Bürgermeister stehe er vor großen Herausforderungen, ihm liege das Wohl der Bürger und der Stadt besonders am Herzen. Jeden Tag müssten Entscheidungen getroffen werden. Die Bürger hätten rundum Priorität. Das gehe natürlich zu Lasten des privaten Lebens. Gerne komme er mit den Bürgern ins Gespräch, wobei es auch unterschiedliche Meinungen gibt. „Wenn ich überzeugt bin, habe ich eine eigene Position“, lautet seine Devise. Da könne es vorkommen, dass er den Leuten hin und wieder sagen müsse, das gehe so nicht. Auf alle Fälle versuche er, die Menschen zu verstehen. Dazu gehöre auch ein respektvolles Miteinander.

Nach seiner Rede nahmen die Seniorinnen und Senioren die Gelegenheit gerne wahr, Fragen an den Rathauschef zu stellen. Dabei ging es um die Barrierefreiheit in der Stadt. Da liege noch einiges im Argen, äußerte sich ein Senior. Eine Bewohnerin konnte nicht verstehen, warum die Stadt in der Josefinenstraße keinen Zebrastreifen anbringt, der die Situation dort entschärfen würde. Seelsorger Hermann Brodmann bedankte sich am Schluss der Gesprächsrunde bei Bürgermeister Thomas Schärer und den Heimbewohnern für ihr Kommen.

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