Erstmals führt eine Frau den Narrenverein Wasserschöpfer: Verena Greber wurde bei der Hauptversammlung im Landgasthof Quarleiter einstimmig zur neuen Zunftmeisterin gewählt. Sie folgt auf Raimund Glückler, der seit 2001 im Amt war. Siebzehn Jahre lang rief Glückler "Wasser" und die Narren antworteten "Schöpfer".

Neue Federfuchserin wurde Rebecca Glückler, die von der im Vorjahr gewählten Verena Greber das Schriftführeramt übernimmt. Wieder gewählt wurden Säcklesmeisterin Margit Kuri sowie die Narrenräte Marcus Greber, Claudia Roth und Marcel Greber, der auch als Büttel bestätigt wurde. Der bisherige Zunftmeister Raimund Glückler wird im Narrenrat weiterhin mitwirken. Er übernahm das Amt von Hubert Schwanz, der zum Ehren-Narrenrat ernannt wurde.

Auf sie ist Verlass: Die Gugge "Gib Alles" wird von ihrem Häuptling Michael Steidle (Bildmitte) mit viel Power in die neue Fasnetssaison geführt.
Auf sie ist Verlass: Die Gugge "Gib Alles" wird von ihrem Häuptling Michael Steidle (Bildmitte) mit viel Power in die neue Fasnetssaison geführt.

Zuvor hatte die Versammlung dem Vorschlag des scheidenden Zunftmeisters Raimund Glückler auf Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um zehn auf vierzig Euro jährlich zugestimmt. Seine Säcklesmeisterin Margit Kuri begründete diesen Schritt mit hohen Kosten für Busfahrten zu Umzügen. Sie hatte gemeinsam mit Schriftführerin Verena Greber eine ausführliche Darstellung des vergangenen Jahres der Schwenninger Narretei präsentiert. Pünktlich um 11.11 Uhr waren die Musikanten der Guggamusik "Gib Alles" unter Regie von Häuptling Michael Steidle mit dem Song "Highway to hell" der krachende Wecker für die neue Fasnet. Diese dauert bekanntlich bis zum 5. März 2019. Und bereits am 24. November spielt die Gugge in Hartheim beim großen Guggetreffen. In Schwenningen gibt es am 2. Februar ein Guggetreffen mit Kapellen aus Glashütte, Hartheim, Otterswang, Kreenheinstetten und Oberwiehl.

Zwei Narren, die sich um die Schwenninger Fasnet verdient gemacht haben. Der ausscheidende Zunftmeister Raimund Glückler (rechts) verabschiedet seinen Kameraden im Narrenrat Hubert Schwanz und ernennt ihn unter dem Beifall der Wasserschöpfer zum Ehrennarrenrat.
Zwei Narren, die sich um die Schwenninger Fasnet verdient gemacht haben. Der ausscheidende Zunftmeister Raimund Glückler (rechts) verabschiedet seinen Kameraden im Narrenrat Hubert Schwanz und ernennt ihn unter dem Beifall der Wasserschöpfer zum Ehrennarrenrat.

Bürgermeisterin Roswitha Beck betonte die Bedeutung der Wasserschöpfer für die Gemeinde. Dies zeige sich ab sofort auch auf der neuen Homepage der Gemeinde, wo man sogar eine fünfte Jahreszeit ausweise. Die Höhepunkte, die aus ihrer Sicht beibehalten werden müssen, seien alljährlich der Zunftabend am Fasnetssamstag sowie der Dorf- und Straßenumzug am Rosenmontag. An den ausscheidenden Zunftmeister richtete die Bürgermeisterin viele Dankesworte.

Acht Hästräger werden bei den Wasserschöpfern geehrt. Das Bild zeigt, jeweils von links, vorne: Hubert Schwanz, Manuela Schellinger, Katrin Schnell und Jennifer Stier sowie Raimund Glückler. Hintere Reihe: Jürgen Kögel, Friederike Kögel, Linda Dobbrunz, Michael Großmann, Anja Reiser und Marcus König.
Acht Hästräger werden bei den Wasserschöpfern geehrt. Das Bild zeigt, jeweils von links, vorne: Hubert Schwanz, Manuela Schellinger, Katrin Schnell und Jennifer Stier sowie Raimund Glückler. Hintere Reihe: Jürgen Kögel, Friederike Kögel, Linda Dobbrunz, Michael Großmann, Anja Reiser und Marcus König.

Eine seiner letzen Amtshandlungen als Chef der Wasserschöpfer war die Ehrung langjähriger Aktiver. Glückler verlieh den Wasserschöpferorden in Bronze für 15 aktive Jahre den Hästrägern Linda Blazko, Anja Reiser, Jennifer Stier und Katrin Schnell. Für 25 aktive Jahre bekamen Friederike und Jürgen Kögel sowie Manuela Schellinger den Orden in Silber. Den Orden in Gold gibt es bei den Wasserschöpfern für 33 aktive Jahre. Diese Ehrung erhielt Michael Großmann. Annerose Sedlacek wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Hubert Schwanz, der nach 19 Jahren aus dem Narrenrat ausschied, wurde von Raimund Glückler zum Ehren-Narrenrat ernannt. Als Geschenke gab es die Wasserschöpfer-Uhr und eine Bildtafel.

Lob kommt von auswärtigen Zünften

Prokurator Marcus König nahm unter großem Applaus der Mitglieder die Verabschiedung des sichtlich gerührten Raimund Glückler vor. Glückler habe als Zunftmeister in siebzehn Jahren viel bewegt, lobte sein Stellvertreter. Als Geschenke gab es einen Reisegutschein ins Hotel der Schlagersängerin Andrea Berg, Urkunde, Bildband und von der Gugge ein Ständchen. Die Narrenräte traten im Anschluss bei einem Narrenspiel als Nonnen und Mönche verkleidet auf und würdigten auf diese Weise Raimund Glücklers Zeit als ihren Meister. "Ich war sehr gerne siebzehn Jahre lang euer Zunftmeister", verabschiedete sich Glückler. Besonders freue ihn, dass der Narrenverein regelmäßig Lob von auswärtigen Zünften und Narren für Auftreten und das wunderschöne Häs erhalte. Mit der Stärkung beim Essen von Sauschwänzle, Kartoffelpüree und Sauerkraut endete diese richtungsweisende Jahresversammlung.