Etwa 180 Frauen und Männer waren am Freitagabend der Einladung der Gemeinde zum Neujahrsempfang in die Heuberghalle gefolgt. Für einen stilvollen musikalischen Rahmen sorgten die fünf Musiker der Blechgesellschaft. Bürgermeisterin Roswitha Beck erinnerte zunächst an die bedeutendsten Ereignisse des vergangenen Jahres und stellte dann die anstehenden Aufgaben der Kommune in den Blickpunkt. Besonders dankte sie dem Gemeinderat, der Gemeindeverwaltung sowie den Vereinen im Ort für deren wertvolle Arbeit zum Wohl der Bürger.

Im Hinblick auf die im Mai anstehenden Kommunalwahlen dankte die Bürgermeisterin dem Gemeinderat für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, was für das Gemeinwesen sehr positiv sei. „Offener Austausch, gegenseitiger Respekt und ein ehrliches Klima sind gute Voraussetzungen dafür und ich bin dankbar, diese Voraussetzungen im aktuellen Gremium zu verspüren“, äußerte sich Beck. Sie sprach von der ehrenamtlichen Verantwortung für das Gemeinwesen. Roswitha Beck rief alle Anwesenden dazu auf, sich für das Zustandekommen eines entsprechenden Gremiums bei den Kommunalwahlen am 26. Mai einzusetzen. Schwenningen brauche interessierte und fähige Bürgerinnen und Bürger, die sich bereit erklärten, in der Gemeinde Mitverantwortung für das örtliche Gemeinwesen zu übernehmen. Ein dickes Lob sprach Beck angesichts der Zusammengehörigkeit der Schwenninger, sie nennt es „Wir-Gefühl“, aus. Beispielhaft nannte sie den Strohpark, der seit nun schon 22 Jahren als Ausdruck einer großen Gemeinschaftsleistung gilt.

Im Rahmen des Empfangs ehrte Bürgermeisterin Beck den Förster Jürgen Kuhl. Kuhl sei seit Oktober 1998 Revierleiter und habe seither die Verantwortung für den Schwenninger Gemeindewald getragen und über all die Jahre zu einer guten Ertragslage beigetragen, sagte Beck.

Förster geehrt

Die Schwenninger, aber auch die Waldbesitzer in Beuron und Glashütte, können sich auf Förster Jürgen Kuhls Arbeit verlassen. Bürgermeisterin Roswitha Beck ehrte Kuhl am Freitagabend in der Heuberghalle.
Die Schwenninger, aber auch die Waldbesitzer in Beuron und Glashütte, können sich auf Förster Jürgen Kuhls Arbeit verlassen. Bürgermeisterin Roswitha Beck ehrte Kuhl am Freitagabend in der Heuberghalle. | Bild: Wilfried Koch

„Jürgen Kuhl kennt jeden Wald in- und auswendig, lebt förmlich für seinen Beruf und wir können froh und dankbar sein, ihn hier in Schwenningen für diese Aufgabe zu haben.“ Kuhl war anfangs als Landesbeamter beim ehemaligen Staatlichen Forstamt Meßkirch angestellt und ist mittlerweile beim Landkreis Sigmaringen beschäftigt. Der seit 20 Jahren in Schwenningen wohnhafte und sehr geschätzte Bürger sei auch für den Kirchenwald Schwenningen, den Gemeindewald Beuron, den Klosterwald Beuron und den Gemeindewald Glashütte zuständig, was zusammengerechnet einem Einschlag von 4200 Festmetern Holz entspreche. Daneben kümmert sich Kuhl auf sämtlichen Gemarkungen um den Privatwald von mehr als 450 einzelnen Waldbesitzern mit zusammen 540 Hektar Wald, was einem Einschlag von 3000 Festmetern entspreche. Er würde sich wie kaum ein anderer mit seinen Waldbesitzern identifizieren, betonte die Bürgermeisterin. Dabei sei es unerheblich, ob es dabei um 430 Hektar Wald wie bei der Gemeinde Schwenningen oder um nur 0,43 Hektar wie bei vielen Privatwaldbesitzern gehe.

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Nach den Ehrungen im Rahmen des Empfangs hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, Gespräche zu führen und mit einem Glas Sekt auf ein gutes neues Jahr anzustoßen.