Der am 26. Mai neu gewählte Gemeinderat hat sich zur konstituierenden Sitzung getroffen. Zuvor tagte letztmals das bisherige Gremium. Dabei wurde festgestellt, dass für die am 26. Mai gewählten Personen keine Hinderungsgründe nach Paragraf 29 Gemeindeordnung vorliegen. Damit war für die Bürgermeisterin Roswitha Beck der Weg frei, die neu gewählten Frauen und Männer für die kommenden fünf Jahre für das Gremium per Handschlag zu verpflichten. Einer fehlte: Michael Ritter war wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht anwesend.

Bürgermeisterin Roswitha Beck (rechts) verabschiedete drei Gemeinderäte. Karl Siber (links) wirkte zehn Jahre, Maria Siber (Mitte) fünf Jahre im Gremium mit. Hansjörg Friedrich (nicht im Bild) brachte es während der vergangenen 25 Jahre auf 22 Jahre und vier Monate Zugehörigkeit im obersten Gremium der Gemeinde.  Bild: Wilfried Koch
Bürgermeisterin Roswitha Beck (rechts) verabschiedete drei Gemeinderäte. Karl Siber (links) wirkte zehn Jahre, Maria Siber (Mitte) fünf Jahre im Gremium mit. Hansjörg Friedrich (nicht im Bild) brachte es während der vergangenen 25 Jahre auf 22 Jahre und vier Monate Zugehörigkeit im obersten Gremium der Gemeinde. Bild: Wilfried Koch | Bild: Wilfried Koch

Bürgermeisterin Roswitha Beck verabschiedete drei Mitglieder des bisherigen Gemeinderates. Hansjörg Friedrich gehörte dem Gemeinderat von 1994 bis 2007 und von 2009 bis 2019, also 22 Jahre lang an. Ihm wurde von der Bürgermeisterin die Ehrenmedaille der Gemeinde Schwenningen in Silber verliehen. Roswitha Beck bezeichnete Friedrich als sehr engagierten, kritischen und erfahrenen Gemeinderat, der sich stets auch mit schwierigen Themen in die Kommunalarbeit einbrachte. Vom Gemeindetag Baden-Württemberg wurde ihm jetzt die Ehrenurkunde für zwanzigjährige Mitgliedschaft im Gemeindegremium verliehen.

Ein Gemeinderat und Vereinsmensch

Von 1989 bis 1994 und von 2014 bis 2019, also zehn Jahre lang, leistete Karl Siber im Gemeinderat wertvolle Arbeit. „Daneben setzt sich Karl Siber seit Jahrzehnten im Ort für das Wohl der Allgemeinheit ein“, lobte Roswitha Beck dessen Einsatz in der Feuerwehr und in Vereinen. Sie würdigte Karl Sibers Arbeit am Ratstisch und überreichte ihm ebenfalls Ehrenurkunden der Gemeinde und des Gemeindetages sowie den neuen Bildband „Baden-Württemberg – Ein starkes Stück Europa – Profile, Wege, Begegnungen“ der in Schwenningen wohnhaften Autorin Notburg Geibel. Über dieses Abschiedsgeschenk durften sich auch Hansjörg Friedrich sowie Gemeinderätin Maria Siber freuen, die sich nach fünfjähriger Zugehörigkeit im Gremium nicht mehr zur Neuwahl stellte.

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Bürgermeisterin Beck meinte, Schwenningen könne darauf stolz sein, dass man mit zwei Listen und 21 Kandidaten den Wählern eine echte Auswahl an Bürgerinnen und Bürgern für den Gemeinderat hatte. Sie dankte nochmals allen, die sich dieser Wahl stellten. „Ich wünsche mir eine gute Zusammenarbeit, sachorientierte Diskussion und engagierte Mitarbeit vom Gremium„, rief Roswitha Beck den neuen Amtsträgern entgegen. „Die Erhaltung der Selbstständigkeit unserer Gemeinde ist unser oberstes gemeinsames Ziel“, so ihre Weichenstellung.

Der Rat habe in den nächsten Jahre große Ziele vor sich. Es gelte, gemeinsam die Gemeinde voranzubringen. Das neue Gremium einigte sich darauf, keine Fraktionen im Rat aufzustellen. Als Sitzungstag bestimmten die Räte in der Regel den Donnerstag und auf den Freitag als Ausweichtermin. Die Sitzungen werden stets um 19 Uhr beginnen.