Doch von Beginn an: Der Heuberger Motorsportclub im ADAC aus Stetten a.k.M. war mit vier Frauen und fünf Männern auf dem Schulhof eingetroffen, wo Schulleiterin Michaela Maucher, die Klassenlehrer sowie Schüler mit ihren Fahrrädern warteten. Nachdem von den Helfern des ADAC der Parcours aufgebaut war, begannen zunächst die Viertklässler. Turnierleiter Heinz Langhorst-Stein machte mit den Kindern zu Fuß eine Runde und erklärte alle Aufgaben detailliert. Die Schüler, die ohne Rad gekommen waren, durften sich einen Drahtesel von ihren Mitschülern ausleihen.

Einhändiges Radfahren mit einer Kette im Kreis: Luca Schellinger meistert diese Aufgabe spielend. <em>Bild: Wilfried Koch</em>
Einhändiges Radfahren mit einer Kette im Kreis: Luca Schellinger meistert diese Aufgabe spielend. | Bild: Wilfried Koch

An jeder Station wurden von den Prüfern Fehlerpunkte ermittelt, die zusammengefasst wurden. Nach dem Anfahren mit dem obligatorischen Blick über die linke Schulter musste zuerst über ein gelbes Brett gefahren werden. In zwei Kreiseln, einer rechtsrum und einer linksrum zu befahren, konnten die Mädchen und Jungen viel falsch machen.

Mit einer Hand musste dann eine Kette aufgenommen werden, dann einhändig einmal im Kreis gefahren und die Kette wieder ordentlich aufgelegt werden, alles ohne den Boden zu streifen oder abzusteigen. Mit vielen Klötzen wurde an der Station von Ehrenfried Klug, dem Chef des Heuberger Motorsportclubs, eine schmale S-förmige Gasse gebaut. "Das war sehr anspruchsvoll und schwierig", sagten nicht nur Hannah Raiber und Luca Schellinger aus der dritten Klasse. Einige Klötze fielen bei der Übung um, was zu Fehlerpunkten führte.

Turnierleiter Heinz Langhorst-Stein stellt den Drittklässlern den anspruchsvollen Parcours erst einmal per Pedes vor.
Turnierleiter Heinz Langhorst-Stein stellt den Drittklässlern den anspruchsvollen Parcours erst einmal per Pedes vor. | Bild: Wilfried Koch

Die weiteren Aufgaben waren ein Spurwechsel mit Rückwärtsblick und Handzeichen geben, der Slalom zwischen Pylonen sowie das Zielbremsen in der Box. Samuele Gianfriddo hatte diese Prüfung super gefallen und er stellte fest: "Es war anspruchsvoll, aber ich habe es geschafft." Und: "So was, will ich noch mal machen", erklärte der sportliche Junge.

Das Helferteam mit (von links): Jürgen Feisel, Gabriele Kleinfelder, Ehrenfried Klug, Hans-Jörg Kleinfelder, Gerd Weber, Christine Klug, Martina Bubser, Hannelore Kießling und Heinz Langhorst-Stein.
Das Helferteam mit (von links): Jürgen Feisel, Gabriele Kleinfelder, Ehrenfried Klug, Hans-Jörg Kleinfelder, Gerd Weber, Christine Klug, Martina Bubser, Hannelore Kießling und Heinz Langhorst-Stein. | Bild: Wilfried Koch

Selbstverständlich gab es unter den 61 Mädchen und Jungen nicht nur perfekte Radfahrer, da musste manchmal auch der olympische Gedanke "Dabeisein ist alles" herhalten. Aber aus dem Munde des Turnierleiters Heinz Langhorst-Stein kam abschließend doch ein dickes Lob: "Selten haben wir so starke Prüflinge erlebt wie heute in Schwenningen. Da merkt man gleich, dass diese Mädchen und Jungs viel mit dem Rad unterwegs sind", lautete die Zusammenfassung seiner Eindrücke von dem Tag. Über die Siegerehrung wird der SÜDKURIER noch berichten.