Rund 130 Frauen und Männer haben sich am Samstag trotz regnerischen Wetters am 14. Jakobspilgertag beteiligt. Von Schwenningen aus führte der elf Kilometer lange Weg über Irndorf nach Beuron. Eingeladen hatten zu der Veranstaltung die Pro-Lebensqualität-Gemeinden, die Jakobspilgergemeinschaft Beuron und die Donaubergland GmbH.

Teilnehmer kommen auch aus benachbarten Landkreisen

Der Organisator, Alt-Bürgermeister Roland Ströbele, begrüßte die Teilnehmer in der St.-Kolumban-Kirche und betonte, er freue sich, dass das "Beten mit den Füßen" alljährlich so eine starke Resonanz finde. "Es ist stets eine große Freude. Wir sind dankbar, dass wir in dieser schönen Landschaft leben dürfen", rief Ströbele den Pilgern zu, die auch aus den benachbarten Landkreisen Tuttlingen, Sigmaringen und Zollernalb zum Aktionstag nach Schwenningen gekommen waren.

Johann Beck aus Bärenthal brachte das Pilgerkreuz zur Kirche. Dekan Christoph Neubrand feierte mit den Teilnehmern die Pilgermesse und segnete sie. "Wir folgen Jesus Christus und wollen dafür Zeuginnen und Zeugen sein", sagte er in seiner Predigt.

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Sehnsucht nach Langsamkeit

Nach der Messe sprach Bürgermeisterin Roswitha Beck. Die Gemeinde freue sich, dass der Jakobspilgertag in der Schwenninger Kirche starte und dass das spirituelle Angebot von hier aus seinen Lauf nehme, sagte sie. Das Pilgern werde oft auch als Entschleunigung wahrgenommen. "Pilgern ist für mich ein Ausdruck der Sehnsucht des modernen Menschen nach Langsamkeit", stellte die Rathauschefin fest. Langsamkeit sei die Freiheit, im Heute zu leben und den Rhythmus selbst zu bestimmen. Diese Freiheit gebe es im alltäglichen Leben kaum noch. "Pilgern ist für viele von uns jene Art von Meditation, die es möglich macht, nachzudenken, Probleme aufzuarbeiten und neue Ziele anzudenken."

Nach der Messe stellten sich die Organisatoren und Pilger gemeinsam mit Dekan Christoph Neubrand vor dem Portal der Schwenninger St.-Kolumban-Kirche- zum Gruppenfoto auf.
Nach der Messe stellten sich die Organisatoren und Pilger gemeinsam mit Dekan Christoph Neubrand vor dem Portal der Schwenninger St.-Kolumban-Kirche- zum Gruppenfoto auf. | Bild: Wilfried Koch

Pilger machen an Feldkreuzen Station

Im Anschluss setzte sich der Pilgerzug in Bewegung. Von der Kirche aus ging es durch Schwenningen hinauf zur ersten Station: dem Feldkreuz am Galgenberg. Rita Bosch aus Schwenningen erzählte den Teilnehmern Wissenswertes aus der Geschichte dieses Gewanns und des Kreuzes. Hubert Stehle führte die schweigenden Pilger weiter über den Galgenberg zum nahen Birkhölzle, wo das nächste Feldkreuz zum Halt einlud. Die Feuerwehr Schwenningen sicherte für die Pilger die Straße ab, als sie die Kreisstraße Richtung Irndorf überquerten.

Bruder Jakobus spricht bei der Station am Feldkreuz Galgenberg in Schwenningen zu den Pilgern.
Bruder Jakobus spricht bei der Station am Feldkreuz Galgenberg in Schwenningen zu den Pilgern. | Bild: Wilfried Koch

Besuch in der Irndorfer Kirche St. Peter

Im Landkreis Tuttlingen angekommen war beim Hermle-Kreuz auf Indorfer Gemarkung der dritte Halt. Im katholischen Jugendheim Irndorf stärkten sich die Teilnehmer beim Pilgermahl, das das Team der katholischen Kirchengemeinde Irndorf unter der Leitung von Martina Brunner zubereitet hatte. Bei der Sammlung des Pilgeropfers kamen 233 Euro zusammen – das Geld kommt der Förderung des Jakobspilgerns zugute. In der Irndorfer Kirche St. Peter stellten Bürgermeisterstellvertreter Markus Rebholz und Hilde Hermann den Teilnehmern die Gemeinde und ihre Kirche vor, ehe die Pilger ihren Weg bis zur Station Schönbühl fortsetzten.

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In Beuron angekommen hielt Bruder Jakobus die Schlussandacht bei der Gnadenkapelle. Nach ihrer elf Kilometer langen Wanderung kehrte die Pilgerschar im Hotel Pelikan ein und bedankte sich beim Organisationsteam um Roland Ströbele.