"Wir machen Abenteuer erfahrbar": Mit diesem Slogan wirbt die Schwenninger Firma Extrem Fahrzeuge. Das Unternehmen begann in Schwenningen vor rund drei Jahren im ehemaligen Fabrikgebäude Henne, zog später in Groz-Beckers Filiale Feindruck Stanz- und Umdrucktechnik um und zuletzt in die Trikotagen-Fabrik Gebrüder Conzelmann (Conta) in der Talstraße 10.

Der Schriftzug der Firma Extrem Fahrzeuge am Firmengelände.
Der Schriftzug der Firma Extrem Fahrzeuge am Firmengelände. | Bild: Wilfried Koch

Inhaber Thomas Lermer und Geschäftsführer Andreas Woldrich nahmen sich am Dienstagnachmittag viel Zeit für den Besuch des parlamentarischen Staatssekretärs und CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß. Im Besprechungsraum zeigte Lermer an einem großen Foto aus der Sandwüste des Iran, wie gut die von seiner Firma umgerüsteten Toyota Land-Cruiser extreme Herausforderungen meistern.

Technik aus der Nähe: Firmeninhaber Thomas Lermer (links) präsentiert Staatssekretär Thomas Bareiß (Zweiter von links) einen Ford-Van aus der Froschperspektive.
Technik aus der Nähe: Firmeninhaber Thomas Lermer (links) präsentiert Staatssekretär Thomas Bareiß (Zweiter von links) einen Ford-Van aus der Froschperspektive. | Bild: Wilfried Koch

Zuvor in Beuron-Hausen im Tal auf einem 600 Quadratmeter großen Areal beheimatet, ist Extrem Fahrzeuge seit 2015 in Schwenningen ansässig. Insgesamt gibt es den Betrieb seit 26 Jahren. "Hier können wir uns auf 3200 Quadratmetern Betriebsfläche ausdehnen", freut sich Lermer bei seiner Führung über den Schwenninger Standort. Aber wer weiß, vielleicht werde man auch noch anbauen. Bürgermeisterstellvertreter Fritz Grad hörte das besonders gern: "Ich möchte in Schwenningen Firmen, die auch Arbeitsplätze schaffen." Das Unternehmen hat mittlerweile 32 Arbeitsplätze geschaffen. Die Möglichkeiten für eine weitere Betriebserweiterung wären im Gewerbegebiet östlich oder westlich des Gebäudes optimal.

Rita Bosch von der Gemeindeverwaltung, Zita Steidle und Bürgermeisterstellvertreter Fritz Grad (von links) informierten sich bei Geschäftsführer Andreas Woldrich (Dritter von links) über die Entwicklungen der Firma Extrem Fahrzeuge.
Rita Bosch von der Gemeindeverwaltung, Zita Steidle und Bürgermeisterstellvertreter Fritz Grad (von links) informierten sich bei Geschäftsführer Andreas Woldrich (Dritter von links) über die Entwicklungen der Firma Extrem Fahrzeuge. | Bild: Wilfried Koch

Bareiß wie auch die weiteren Gäste war sehr beeindruckt vom Leistungsvermögen des Betriebes. Seine Frage, warum gerade Toyota Land-Cruiser der 70er Serie umgerüstet werden, beantwortete Thomas Lermer so: "Die sind unheimlich robust und werden auch von vielen Welt-Institutionen wie dem Roten Kreuz gefahren." Die für extreme Verhältnisse wie Eis, Wasser oder Sand umgerüsteten Fahrzeuge werden auch gerne in den Bergen verwendet. "Die Schweiz und Österreich, aber auch Skandinavien sind Allrad-Länder", erklärte Lermer. Die Schwenninger Firma könne jährlich bei optimaler Teile-Versorgung mehr als 2000 Fahrzeuge umrüsten. Vom reinrassigen Geländewagen im unverwechselbaren Design über leichte Pick-ups und dem Land-Cruiser mit Aufstelldach und Innenausbau bis zum so genannten "Busch-Taxi" reicht die Palette, was die Toyota-Modelle angeht.

Auf Firmenbesuch bei Extrem Fahrzeuge: Das Bild zeigt die Gruppe mit Inhaber Thomas Lermer (Dritter von links) und Staatssekretär Thomas Bareiß (Mitte, mit dunklem Jackett).
Auf Firmenbesuch bei Extrem Fahrzeuge: Das Bild zeigt die Gruppe mit Inhaber Thomas Lermer (Dritter von links) und Staatssekretär Thomas Bareiß (Mitte, mit dunklem Jackett). | Bild: Wilfried Koch

Mit einem Durchschnittsverbrauch von etwa zwölf Litern Diesel oder 14 Litern Benzin erreichten die Fahrzeuge "für ihr Gewicht akzeptable Werte", sagt Geschäftsführer Andreas Woldrich. "Zu jedem Ziel führt ein Weg und für jede Aufgabe haben wir im Team einen Spezialisten." Lermer sagt, Woldrich sei das "Herz der Firma". "Der Ford Transit ist ein weiteres hochinteressantes Auto, relativ kostengünstig und optisch gelungen", sagte Lermer.

Viele Details wurden bei der Besichtigung der Firma Extrem Fahrzeuge besprochen. CDU-Politiker Thomas Bareiß (rechts) lässt sich von Inhaber Thomas Lermer Details erklären.
Viele Details wurden bei der Besichtigung der Firma Extrem Fahrzeuge besprochen. CDU-Politiker Thomas Bareiß (rechts) lässt sich von Inhaber Thomas Lermer Details erklären. | Bild: Wilfried Koch

Bareiß stellte die Frage nach dem Transport der Allradfahrzeuge im Zusammenhang mit der immer schwieriger werdenden Sicherheitslage in Staaten des Vorderen Orients, was Thomas Lermer nur bejahen konnte. Bei der abschließenden Diskussionsrunde sprach Geschäftsinhaber Lermer die vielen Regularien seitens der Behörden an, die beispielsweise durch die Aufstellung von Statistiken viele kleinere Unternehmen in ihrer Arbeit einschränkten. Dies wurde auch von Christoph Stingel vom Schwenninger Tief- und Straßenbau-Unternehmen Stingel bestätigt. Thomas Lermer wünschte sich des weiteren Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern für Firmen durch Fachleute.