Mitten im Strohparkfieber steckt derzeit die ganze Heuberg-Gemeinde Schwenningen. Von 1. September bis 7. Oktober gibt es auf der Wiese bei der Heuberghalle wieder die Freilichtausstellung, bei der Kunstwerke aus Stroh gezeigt werden.

"Unsere Strohbinder werden unsere Besucher wieder mit tollen Attraktionen aus Stroh begeistern", sagt Steffen Löffler, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereines (HGV) Schwenningen unsere Zeitung. Wie viele neue Strohfiguren am Tag der Eröffnung des Strohparks tatsächlich präsentiert werden können, kann aber wie immer noch nicht genannt werden. Manche Objekte kommen in letzter Minute. Aus Erfahrung rechnet der HGV-Chef aber mit etwa 30 Figuren, die zu sehen sein werden.

Maria Siber, Martin Siber, Ulrike Stark, Wolfgang Kittner, Margret Conzelmann und Thomas Blazko (von links) arbeiten fleißig am großen Tier des Tennisclubs Schwenningen, das im 40. Vereinsjahr des TCS für Furore sorgen soll.
Maria Siber, Martin Siber, Ulrike Stark, Wolfgang Kittner, Margret Conzelmann und Thomas Blazko (von links) arbeiten fleißig am großen Tier des Tennisclubs Schwenningen, das im 40. Vereinsjahr des TCS für Furore sorgen soll.

Der SÜDKURIER hat in den vergangenen Tagen einigen Strohbindern über die Schultern geschaut. Keine Gruppe möchte im Vorfeld ihr neues Kunstwerk vorstellen. Das geschieht erst am 1. September, wenn der Strohpark eröffnet wird. Aber kleinere Hinweise auf neue Ideen aus Stroh geben die fleißigen Schwenninger schon.

Der Sportverein Schwenningen bietet mit seinem Alte Herren-Team wie schon in den Vorjahren eine besondere Attraktion. "Hoch hinaus" nennt Rainer Stingel von der AH das acht Meter lange und 6,50 Meter hohe Kunstwerk. "Wir bleiben beim Thema Sport, unser neues Kunstwerk hat aber mit Fußball gar nichts zu tun", verrät Martin Schwanz, der sich um die Planung kümmerte. Seit Anfang August seien die Männer schon beschäftigt. Zuerst musste die aufwendige Holzkonstruktion gebaut werden, ehe jetzt das kostbare Stroh gebunden wird. Auch der Zunftmeister des Narrenvereins Wasserschöpfer, Raimund Glückler, wies daraufhin, dass das Stroh in diesem Jahr teuer sei. Stroh sei wegen der heißen Witterung ein knappes Gut. Der Narrenverein hat auch dieses Jahr ein Thema für seine Strohfigur gewählt, das mit dem Namen der Zunft zu tun hat. Es sind jedes Jahr viele erfahrene Frauen und Männer als Strohbinder tätig. Im Einsatz sind dieses Jahr auch die Mitglieder des Tennisklubs. Im Jahr des 40-jährigen Bestehens wollen TC-Vorsitzender Thomas Blazko und sein Team etwas ganz besonders Schönes präsentieren: ein übergroßes Tier soll es werden.

Seit Jahren binden die Männer der AH des Sportvereins besonders schöne Strohfiguren. Auch dieses Jahr gelang ein tolles sportliches Stroh-Kunstwerk, das acht Meter lang und 6,50 Meter hoch ist. Das Bild zeigt (von links) Heinrich Siber, Harald Schellinger, Martin Schwanz, Rainer Stingel, Martin Glückler, Werner Tribelhorn, Anton Schwanz, Josef Schwanz, Norbert Grad und Karl Siber.
Seit Jahren binden die Männer der AH des Sportvereins besonders schöne Strohfiguren. Auch dieses Jahr gelang ein tolles sportliches Stroh-Kunstwerk, das acht Meter lang und 6,50 Meter hoch ist. Das Bild zeigt (von links) Heinrich Siber, Harald Schellinger, Martin Schwanz, Rainer Stingel, Martin Glückler, Werner Tribelhorn, Anton Schwanz, Josef Schwanz, Norbert Grad und Karl Siber.

Mit dem Zeppelin Hindenburg gelang dem Männergesangverein Eintracht im Jahr 2017 der Sieg, nachdem der Verein 2016 mit seinem Strohlöwen nur ganz knapp den ersten Platz verpasste. Damals gewann das Mammut. Die Sänger der Eintracht bauen seit Wochen ein Kunstwerk, bei dem auf eingebaute technische Akzente Wert gelegt wird, wie im vergangenen Jahr bei der Hindenburg. "Wir sind ein gut eingespieltes Team", sagt Claudia Greber, die Frau des stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Greber. Sie gibt den Sängern der Eintracht wichtige Impulse und ist für ihr filigranes Arbeiten im Kreise der Sänger eine wichtige Unterstützung. Auch die Frauen und Männer der Schwenniger Feuerwehr sind seit Wochen am Schweißen und Stroh binden. Ihr Werk habe mit den Aufgaben der Floriansjünger zu tun, informierte Kommandant Marcus Siber. Dies sind nur fünf der neuen Kunstwerke, die derzeit von erfahrenen und auch unerfahrenen Strohbindern geschaffen werden.

Der Narrenrat der Wasserschöpfer Schwenningen ist alljährlich mit großem Engagement beim Strohbinden. Das Bild zeigt (von links) Marcus Greber, Verena Greber, Timo Wetterer, Bernd Roth, Alexander Steidle, Marcus König, Claudia Roth, Ingrid Reiser und Raimund Glückler. Ganz vorne lächelt Margit Kuri.
Der Narrenrat der Wasserschöpfer Schwenningen ist alljährlich mit großem Engagement beim Strohbinden. Das Bild zeigt (von links) Marcus Greber, Verena Greber, Timo Wetterer, Bernd Roth, Alexander Steidle, Marcus König, Claudia Roth, Ingrid Reiser und Raimund Glückler. Ganz vorne lächelt Margit Kuri.

Wie bisher bekommen alle Gruppen, die einen Beitrag zum Strohpark liefern, das Recht, einen Tag am Wochenende zu bewirten. Der Narrenverein macht den Anfang am Eröffnungstag. Zur Unterhaltung spielt "Joschi, der Heubergtiger" im Strohzelt. Am Sonntag, 2. September bewirtet die Feuerwehr und präsentiert zum Frühschoppenkonzert das Kreisseniorenblasorchester. Von Montag bis Freitag sorgen die Heuberger Gaumenfreunde, das sind die Strohparkwirte Martin Dannecker und Frank Johann Bosch jeweils ab 14 Uhr für das leibliche Wohl der Gäste. Dienstags und mittwochs gibt es schon ab 12 Uhr Mittagstisch. Am Donnerstag, 6. September ist ab 15 Uhr Rentnertreff, wobei wieder "Joschi, der Heubergtiger" für Stimmung sorgen wird. Am Freitag, 7. September servieren die Heuberger Gaumenfreunde ab 17 Uhr wieder ihre Speisen. Zur Unterhaltung spielt die Gruppe "Holzschlagblech".

Heinrich Schwanz, Eugen Frick, Bruno Eppler und Karl-Heinz Grom (von links) geben diesem spitzeckigen Kopf des neuen Strohkunstwerks den letzten Schliff.
Heinrich Schwanz, Eugen Frick, Bruno Eppler und Karl-Heinz Grom (von links) geben diesem spitzeckigen Kopf des neuen Strohkunstwerks den letzten Schliff.