Herr Tribelhorn, die Jugendfeuerwehr Schwenningen wurde kürzlich 50 Jahre alt. Damit zählt sie gemeinsam mit Bad Saulgau zu den ältesten Jugendfeuerwehren im Landkreis Sigmaringen. Wie beurteilen Sie die Entwicklung Ihrer Jugendwehr im Jubiläumsjahr?

Die im Jahr 1969 gegründete Jugendfeuerwehr ist seither fester Bestandteil der Feuerwehr Schwenningen. Viele frühere Jugendfeuerwehrleute stehen heute als Stützen in der Einsatzabteilung und leisten dort wichtigen Dienst. Wir haben derzeit keine Nachwuchssorgen und stellen mit inzwischen 22 Jugendlichen eine Jugendwehr in einer stattlichen Größe. Darunter sind auch drei Mädchen. Im vierzehntägigen Rhythmus treffen wir uns zu Übungen, Ausbildungen oder auch mal zur Kameradschaftspflege.

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In den kommenden fünf Tagen veranstaltet die Kreisjugendfeuerwehr Sigmaringen in Schwenningen das jährliche Zeltlager. Die Jugendfeuerwehr Schwenningen stellt sich dabei als Ausrichter zur Verfügung. Wie läuft es nun beim großen Zeltlager in Schwenningen organisatorisch ab?

Die Organisation liegt komplett in unseren Händen. Bereits am Samstag haben wir die Heuberghalle vorbereitet. Dort werden die 300 Jugendlichen und ihre 110 Betreuer während des Zeltlagers verpflegt und betreut. Die einzelnen Jugendwehren nutzen die große Wiese neben der Heuberghalle als Zeltplatz.

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Hier stehen fest zugeteilte Plätze für die Gruppenzelte zur Verfügung. Bei unerwartetem Unwetter könnten die Teilnehmer in der Heuberghalle schnell in Sicherheit gebracht werden – das hoffen wir natürlich nicht. Aber in der Vergangenheit kam das schon des Öfteren vor.

Was für ein Programm erwartet die Mädchen und Jungen während der Zeit in der Heuberggemeinde?

Das Zeltlager beginnt offiziell mit dem Entzünden des Lagerfeuers durch Landrätin Stefanie Bürkle und Kreisbrandmeister Michael Hack am Mittwoch, 19. Juni, um 18.30 Uhr. Dazu sind auch die Kommandanten der einzelnen Wehren sowie Gemeinderäte anwesend. Nach Einbruch der Dunkelheit findet eine Nachtwanderung mit drei Gruppen statt.

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Am Fronleichnamstag ist der traditionelle Besuchertag, wozu wir etwa 200 Eltern und Verwandte erwarteten, die dann in den Zeltlageralltag Einblick erhalten. Das Jugendforum der Kreisjugendfeuerwehr organisiert ein Riesentischkicker-Turnier. Ein Orientierungsmarsch wird am Freitagmorgen für Jugendliche ab 16 Jahren angeboten. Die weiteren Lagerteilnehmer können einen der 30 Workshops auswählen. Diese Workshops werden von Vereinen, Firmen und Privatpersonen aus Schwenningen und auch aus Nachbargemeinden mit interessantem Programm angeboten. Die Lagerolympiade ist am Samstag vorgesehen. Auf dieser wird bei einer zwölf Kilometer langen Wanderung feuerwehrtechnisches Wissen, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit gefordert. Abends ist nach der Siegerehrung die Lagerdisko.

Michael Tribelhorn ist als Jugendfeuerwehrwart in diesen Tagen gefordert.
Michael Tribelhorn ist als Jugendfeuerwehrwart in diesen Tagen gefordert. | Bild: Wilfried Koch

Reicht der Platz bei der Halle für alle Aktivitäten aus? Und wie steht es um die Sicherheit der Teilnehmer?

Weil der Zeltplatz ziemlich voll ist, werden wir die Spielwiese auf der gegenüberliegenden Straßenseite Richtung Baugebiet Horn einrichten. Die Landesstraße 218 wird deshalb aus Sicherheitsgründen ab der Einmündung Sanitär Schnell bis zur Kreuzung Heuberghalle von Mittwoch, 19. Juni, 12 Uhr, bis Sonntagnachmittag für den gesamten Verkehr gesperrt.

Wie schafft es die verhältnismäßig kleine Schwenninger Wehr, so ein Großereignis zu stemmen?

Die Schwenninger Vereine und der Gemeinderat unterstützen uns bei der Essensausgabe, den Workshops sowie beim Abbau tatkräftig. Damit demonstrieren die Schwenninger, wie man es auch von anderen Großveranstaltungen kennt, ihre Verbundenheit und den Zusammenhalt. Ich danke allen Beteiligten schon im Voraus für Ihre Unterstützung. Dazu gehört auch der Sanitätsdienst des Roten Kreuz Heuberg-Donautal, welcher von früh bis spät vor Ort präsent ist.