Das im Sauldorfer Ortsteil Krumbach ansässige Unternehmen AMT Schmid hat mit den Bauarbeiten für eine zusätzliche Produktionshalle begonnen. Der Neubau entsteht direkt neben dem alten Firmengebäude. „Jetzt wird es Zeit, dass es losgeht. Wir brauchen den Platz!“, freute sich Armin Schmid, Geschäftsführer des Familienunternehmens, bei seiner Ansprache zum symbolischen Spatenstich. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Feierlichkeiten nur in kleinem Kreis in Anwesenheit von Geschäftsführung, Projektleitung und der beteiligten Bauunternehmer statt. Eine große Feier will das Unternehmen nachholen, wenn solche Veranstaltungen wieder erlaubt sind.

Von Umsatzeinbruch schnell erholt

Man befinde sich schon wieder auf Wachstumskurs, erklärt Geschäftsführer Armin Schmid beim Spatenstich.
Man befinde sich schon wieder auf Wachstumskurs, erklärt Geschäftsführer Armin Schmid beim Spatenstich. | Bild: Sturm, Heinrich

AMT Schmid produziert Elektro-Motoren sowie Getriebe und Bremsen hauptsächlich für Rollstühle und Treppenlifte. Das Unternehmen hat sich vom Umsatzeinbruch während der Corona-Krise schnell erholt. Man befinde sich schon wieder auf Wachstumskurs, erklärte Geschäftsführer Schmid in seiner Rede beim Spatenstich. Die Mitarbeiter seien schon nicht mehr in Kurzarbeit, meinte er weiter. Während der Krise war der Umsatz des Unternehmens insbesondere eingebrochen, weil die Sanitätshäuser geschlossen bleiben mussten. Inzwischen würden, laut Schmid, bereits neue Mitarbeiter eingestellt. Mit dem neuen Produktionsstandort sollen 50 neue Arbeitsplätze entstehen. Derzeit beschäftigt ATM Schmid knapp 150 Mitarbeiter.

Neun Millionen Euro für Maschinen

Das neue Gebäude wird etwa 2400 Quadratmeter umfassen. Auf der zusätzlichen Fläche wird nicht nur produziert, auch die Lehrwerkstatt soll hierher umziehen. Daneben soll im Neubau ein größeres Mess- und Testzentrum als bisher entstehen. Die Kosten für die Erweiterung werden etwa drei Millionen Euro betragen. Zusätzlich will AMT Schmid in den nächsten drei Jahren neun Millionen Euro in Maschinen investieren.

Höchster Effizienzhaus-Standard

Direkt neben dem alten Firmengebäude entsteht die neue Produktionshalle.
Direkt neben dem alten Firmengebäude entsteht die neue Produktionshalle. | Bild: Sturm, Heinrich

Beim Bau der Halle legt das Unternehmen Wert auf Nachhaltigkeit. Sie wird nach dem derzeit höchsten Effizienzhaus-Standard „Kfw-55“ errichtet. Es sei praktisch ein „Null-Energiegebäude“ betonte Schmid in seiner Ansprache. Die geplante Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes soll 25 Prozent des Energiebedarfs bei der Produktion decken. Das Unternehmen will außerdem Ladestationen für E-Autos einrichten.

2022 beginnt die Produktion in der neuen Halle

Die Bauarbeiten für die zusätzliche Produktionshalle sollen bereits in zehn Monaten abgeschlossen sein. Anfang kommenden Jahres will AMT Schmid mit der Produktion im neuen Gebäude beginnen.

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