Die sechs Friedhöfe in der Gemeinde Sauldorf sollen optisch aufgewertet und wo nötig für ältere oder behinderte Menschen leichter zugänglich gemacht werden. Das sieht die Friedhofskonzeption vor, die vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet worden ist.

Keine Eingaben von Sauldorfer Bürgern zu Plänen

Das von Liegenschaftsverwalter Christian Walter ausgearbeitete Planwerk war in der Mai-Sitzung des Gremiums vorgestellt worden. Seither waren die Verbesserungsvorschläge öffentlich im Rathaus und im Internet zugänglich. Allerdings hielt sich das Interesse der Sauldorfer Bürger in engen Grenzen. Bürgermeister Wolfgang Sigrist resümierte: „Bislang gingen bei der Verwaltung keine Wünsche und Anregungen zur Planung ein.“

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Platz für alternative Bestattungsformen

Ein Baustein der Planung ist die Ausweitung des Angebots an alternativen Bestattungsformen. Auf allen sechs Friedhöfen sollen Gräberfelder für Wiesen- und Baumbestattungen eingerichtet werden. Wie überall gehe, so Sigrist, auch in Sauldorf das Interesse an den früher üblichen Erdbestattungen deutlich zurück.

Serpentinenanlage statt steiler Weg

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf baulichen Maßnahmen. Das gilt besonders für die Friedhöfe in Krumbach und Rast. In Rast müssen Friedhofsbesucher nach dem Eingangstor einen steilen Geländebereich überwinden, um zu den Gräbern zu gelangen. Für ältere Mitbürger, Rollatornutzer oder Rollstuhlfahrer soll der Zugang erleichtert werden. Wolfgang Sigrist: „Wir wollen die beiden bisher steil nach oben führenden Wege durch eine Serpentinenanlage ersetzen.“

Grauer Beton soll verschwinden

In Krumbach geht es um eine ästhetische Aufwertung. Der Friedhof zwischen einem Neubauareal und dem Gewerbegebiet wird durch eine niedrige Betonmauer abgegrenzt. Der graue und damit schmutzig wirkende Beton ist, wie der Bürgermeister berichtete, schon seit einiger Zeit vielen Krumbachern ein Dorn im Auge. Diese Mauer soll ersetzt und die Anlage insgesamt auch gärtnerisch aufgewertet werden.

Mauer- und Kapellensanierung sowie neues Pflanzkonzept

Die historische Mauerbegrenzung des Friedhofsgeländes in Boll wird ebenfalls saniert und in ihrem Bestand erhalten. In Sauldorf selbst geht es unter anderem um die Sanierung der kleinen Friedhofskapelle aus dem Jahr 1906. In Bietingen sieht die Konzeption die Bepflanzug der neuen Friedhofsgrenze vor, die durch die Erweiterung des Geländes 2019 entstanden ist.

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150 000 Euro stehen für die sechs Friedhöfe zur Verfügung

Die 15 000 Euro, die im Haushaltsplan vorgesehen sind, sind zunächst für Planung und zu einem geringeren Teil für Ausschreibungen bestimmt. Insgesamt stehen der Gemeinde, so Sigrist, für alle sechs Friedhöfe 150 000 Euro zur Verfügung.

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