Für die Kinder der Auentalschule in Sauldorf-Rast ist die Corona-Krise nicht einfach. Sie lernen zu Hause mit ihren Eltern und Geschwistern und können ihre Freunde nicht treffen. Sie können nicht zum Sport und nicht zum Musikunterricht. Damit der Zusammenhalt gestärkt wird, hat Schulsozialarbeiterin Tina Kiene eine Gemeinschaftsaktion ins Leben gerufen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler stärken soll.

Leonie und Hannah Jäger zeigen die Hand, die sie gestaltet haben.
Leonie und Hannah Jäger zeigen die Hand, die sie gestaltet haben. | Bild: privat

„Hand in Hand durchs Schulleben„

Sie steht mit vielen Schülern in Kontakt und hat ihren Schülern einen Brief geschrieben. Darin wird die Schulaktion „Hand in Hand durchs Schulleben„ vorgestellt. Denn nicht nur Kinder vermissen ihre Freunde und Klassenkameraden, auch die Lehrkräfte vermissen ihre Schüler und Kollegen. Noch hat die Landesregierung von Baden-Württemberg nicht bekannt gegeben, wann die Grundschüler an die kleine Schule in Sauldorf-Rast zurückkehren können.

Farbenfroh ist das Werk von Maximilian Stöckigt.
Farbenfroh ist das Werk von Maximilian Stöckigt. | Bild: privat

Freundschaft bleibt auch in Corona-Zeiten bestehen

Alle Kinder waren in den vergangenen Wochen dazu aufgerufen, eine Hand auszuschneiden und sie zu gestalten. „Gerade sind viele Kinder zuhause. Ich hoffe, dass sie sich in schwierigen Zeiten mit der Aktion etwas ablenken können“, sagt Tina Kiene, Schulsozialarbeiterin der Auentalschule.

Die Hände wurden zu Hause beschrieben, bemalt und beklebt. Strasssteine, Applikationen, Sand und Aufkleber machten die Hände zu Unikaten. Dazu schrieben Kinder und Eltern auf die Hände, welche Bedeutung Freundschaft und Gemeinschaft für sie haben. Obwohl die Kinder sich aufgrund der Corona-Pandemie nicht sehen können, bleiben sie so miteinander verbunden.

Eine bunte Hand hat Pia Heinemann für die Aktion gemalt.
Eine bunte Hand hat Pia Heinemann für die Aktion gemalt. | Bild: privat
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Hände sind in der Schule ausgestellt

Über Einwurf, Post und E-Mail landeten die Hände in der Schule. Tina Kiene hat die Hände im Eingangsbereich der Schule aufgehängt. „Mir war mit dieser Aktion wichtig, auch trotz Entfernung Gemeinschaft zu zeigen und auch für die Zeit danach etwas Sichtbares entstehen zu lassen“, berichtet sie gegenüber dem SÜDKURIER. Denn als Schulsozialarbeiterin möchte sie „Werkzeug für herausfordernde Lebenslagen für alle am Schulleben beteiligten“ sein. Deshalb waren auch Lehrer, Eltern, Jugendbegleiter und Angestellte aufgefordert, sich an der Aktion zu beteiligen.

Christine Heidenberger ist Jugendbegleiterin an der Schule. Ihre im Rahmen der Aktion gestaltete Hand ist blau.
Christine Heidenberger ist Jugendbegleiterin an der Schule. Ihre im Rahmen der Aktion gestaltete Hand ist blau. | Bild: privat

Auch Lehrer vermissen ihre Schüler

„Unsere Schule lebt von einer sehr familiären, bunten Gemeinschaft: Jeder kennt jeden. Wir Lehrer unterrichten nahezu in jeder Klasse. Das schätze ich sehr. Gerade jetzt in dieser Zeit merke ich, wie die Gedanken immer wieder zu den Kindern und ihren Familien wandern und wie ich das Schulleben vermisse. Umso schöner ist es, die Zeit bis zur schrittweisen Schulöffnung durch solch eine gemeinschaftliche Aktion, an welcher alle am Schulleben Mitwirkende gestalterisch kreativ werden, zu verkürzen“, sagt Carolin Knauer, Lehrerin der ersten Klasse.

Carolin Knauer unterrichtet die erste Klasse. Auch sie hat eine Hand gestaltet.
Carolin Knauer unterrichtet die erste Klasse. Auch sie hat eine Hand gestaltet. | Bild: privat

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