Der Narrenverein Durbestecher hat am Wochenende zum 42. Mal zu seinem traditionellen Walterefest in den Teilort Roth gerufen. Unzählige Menschen aus der Gemeinde und den Umlandgemeinden kamen. Das Fest beim Anwesen Brutscher ist fester Bestandteil für viele Vereinsmitglieder.

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Mit den Jahren habe man seine Routine in den Abläufen, erzählen die Mitglieder hinter der Theke. Aber die Essensnachträger, die seit gut zehn Jahren versuchen, den Bedienungen im Kampf mit den immer größer werdenden Besuchermassen beim Austragen der Speisen unter die Arme zu greifen, kommen an ihre Grenzen. Hin und her, kreuz und quer durch die Reihen legen sie ebenso lange Strecken wie die Bedienungen zurück.

Viel los war auch in diesem Jahr beim Frühschoppen beim Walterefest. Die Plätze unter den bunten Schirmen waren schnell besetzt.
Viel los war auch in diesem Jahr beim Frühschoppen beim Walterefest. Die Plätze unter den bunten Schirmen waren schnell besetzt. | Bild: Doris Eichkorn

Dünnele, Dinnele, ganz egal

Ohne einen Bon geht gar nichts, weder für die Bedienungen, noch für die Gäste. Die Verantwortlichen legen Wert auf Regionalität und Qualität. Wo immer möglich, wird vom Teig für die frisch gebackenen Dünnele bis hin zum Kartoffelsalat alles frisch und selbst gemacht. Da wundert es einen nicht, wenn Renate Hermann die Dünnele mit beherztem Schnitt mit dem Wiegemesser zerteilt und mit freudigem Strahlen im Gesicht dem Gast mit hochdeutschem Charme als die „weltbeste Dinnele“ auf der Serviette entgegen reicht. Das ist es wirklich, das Walterefest. Für viele Gäste etwas ganz Besonderes, was es an keinem anderen Ort der Welt so noch einmal zu finden ist.

Herumtollen und sich frei bewegen, das genossen auch Nina und Leon Pierson beim Walterefest auf dem Handwerkermarkt.
Herumtollen und sich frei bewegen, das genossen auch Nina und Leon Pierson beim Walterefest auf dem Handwerkermarkt. | Bild: Doris Eichkorn

Besonderer Charme des Festes

Susanna Gundermann aus Freiburg beispielsweise war zum ersten Mal mit Anita Christ aus Mindersdorf auf dem Fest. „Wunderschön, auf einer Wiese unter den Bäumen zu sitzen“, beschreibt die Freiburgerin den für sie ganz besonderen Charme des Festes. Während der Musikverein Sauldorf die Gäste zur Mittagszeit unterhält, schauen sich Besucher die Stände des Kunsthandwerkermarkts an. Tische mit Bildern, getöpferten Gebrauchsgegenständen, Holzschalen, Windspielen, Ketten, Armbändern und vielem mehr luden ein zur Entdeckungsreise.

Katja Goerigk-Geng zeigt ihre Erfrischungswahl. Das regionale Bauernhofeis zaubert ihr ein Strahlen ins Gesicht.
Katja Goerigk-Geng zeigt ihre Erfrischungswahl. Das regionale Bauernhofeis zaubert ihr ein Strahlen ins Gesicht. | Bild: Doris Eichkorn

Sandra Hartstein aus Steckeln bestaunte hier gemeinsam mit ihrer Nichte Maila Armbänder. Sofort und individuell wurden diese dann wenn möglich und erwünscht auch noch angepasst und geändert. Nebenan wurde an einer riesigen Baumbank Kinderschminken angeboten. Die Kleinsten vergnügten sich im Sandkasten im Schatten eines Apfelbaumes.

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„Wir haben wieder einen riesigen Ansturm zur Mittagszeit zu bewältigen gehabt“, verrät Tobias Heckler, der Vorsitzende des Narrenvereins, der über die organisatorische Höchstleistung seiner Vereinsmitglieder und Unterstützer vor und hinter der Theke nur all zu gut Bescheid weiß.

Unzählige Menschen nutzten das schöne sommerliche Wetter, um mit dem Rad zu kommen.
Unzählige Menschen nutzten das schöne sommerliche Wetter, um mit dem Rad zu kommen. | Bild: Doris Eichkorn
Markus Häusler zeigte Susanna Gundermann und Anita Christ (von links) wie man mit Gemüse und einem Messer wundervolle Gemüsedekorationen zaubern kann.
Markus Häusler zeigte Susanna Gundermann und Anita Christ (von links) wie man mit Gemüse und einem Messer wundervolle Gemüsedekorationen zaubern kann. | Bild: Doris Eichkorn