Der Richtfestbaum schmückte den Dachstuhl des neuen Feuerwehr-und Bauhofgebäudes der Gemeinde Sauldorf. Zum Richtfest hatten sich Bürgermeister Wolfgang Sigrist, Architekt Wolfgang Schweikart, Kreisbrandmeister Michael Hack, die Führungsriege der örtlichen Feuerwehr, Bauhofmitarbeiter, Gemeinderäte und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und die beteiligten Firmen und Handwerksbetriebe versammelt. "Mögen alle diese Scherbensplitter das Bauwerk schützen vor Gewitter und vor allem Unheil noch, die Gemeinde Sauldorf", wünschte Geschäftsführer Christian Stauß von Holzbau Stauss beim Richtspruch. Architekt Schweikart dankte allen am Bau Beteiligten für ihre hervorragende Arbeit.

Das Gebäude für Feuerwehr und Bauhof mit getrennten Funktionen hat 1200 Quadratmeter Nutzfläche. Die Gesamtkosten inklusive Nebenkosten und Außenanlagen sind mit 2,5 Millionen Euro geplant. Die Gemeinde erhält für das Bauvorhaben rund 400 000 Euro Zuschuss aus dem Ausgleichstock und für den Feuerwehrbereich rund 130 000 Euro von der Fachförderung der Feuerwehr, so Kämmerer Günther Hermann.

70 Prozent der Arbeiten seien vergeben und man liege "gut im Kostenrahmen", so Schweikart. Berthold Reichle, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Sauldorf, dankte der Gemeinde und den Räten, dem Kreisbrandmeister für die tatkräftige Unterstützung mit Zuschüssen von Feuerwehrseite und den drei Abteilungskommandanten für die Kooperation. Wolfgang Sigrist lobte: "Wir haben hier ein Bauwerk erstellen können, in dem drei Feuerwehrabteilungen Sauldorf, Wasser und Rast untergebracht werden."

Die Lage von der Kreisstraße sei von der Verkehrsanbindung her optimal, um bei Einsätzen kurzzeitig anzurücken. Sigrist dankte ferner den Firmen für die Wertarbeit, die sie am Bauwerk leisten. Bei einer Führung konnten sich die Gäste selbst davon überzeugen. Mit einem Aufzug vom Eingangsbereich ins Obergeschoss wird ein barrierefreier Zugang geschaffen. Das Gebäude wird mit zwei Heizsystemen beheizt, der Bauhofbereich mit Fahrzeughalle mit Erdgas, der Feuerwehrbereich mit Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. Dies sei der Feuerwehr in Bezug auf die Trocknung der Einsatzkleidung wichtig gewesen, begründete der Architekt. Auch Bauhofleiter Eduard Schober und seine Mitarbeiter freuen sich. "Momentan müssen wir in mehrere Ortsteile fahren, um Arbeitsgeräte und Material zu holen. Später ist hier alles zentral", unterstrich Schober. Die Feuerwehr trägt bei den Außenanlagen, Pflasterarbeiten und Parkplätzen mit Eigenleistungen bei, gab Berthold Reichle an.