Auf dem Gelände des am Wochenende eingeweihten neuen Feuerwehrdepots am Dorfrand von Sauldorf gibt es 4000 Quadratmeter Rasenfläche. Diese Fläche soll noch im Laufe des Oktobers komplett mit einer Blumensaatmischung eingesät werden. Kindergartenkinder durften bereits den Anfang machen. Im kommenden Frühjahr soll auf der Fläche dann ein bunter Blumenteppich erblühen – ein Eldorado für Insekten aller Art. Sauldorf reiht sich damit in die Gruppe von elf Kommunen aus dem Bereich des Naturparks Obere Donau ein, die sich aktuell an der Aktion Blühender Naturpark beteiligen.

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Insgesamt fünf Hektar Fläche werden bepflanzt

Im Haus der Natur in Beuron (HdN) ist Nele Feldmann für die Organisation verantwortlich. Sie berichtet: „Es ist eine gemeinsame Aktion aller sieben baden-württembergischen Naturparke.“ Dabei gehe es darum, Beiträge zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Außer den elf Gemeinden machen auch die Hohenzollerische Forstverwaltung und das Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck mit. Wie Feldmann sagt, ist die Gesamtfläche, auf der die Saatgutmischungen ausgestreut wird, von ursprünglich 2,1 Hektar auf jetzt rund fünf Hektar angewachsen. Dieses Ergebnis bezeichnet die Naturschützerin als „ganz ordentlich“.

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Nur Samen von Pflanzen aus der Region werden verwendet

Die Naturparke sorgen für das Saatgut, erklärt Feldmann: „Die Samen kommen nicht nur von Blumen, die hier vorkommen, sondern sie stammen von Pflanzen, die auf der Alb heimisch sind.“ Was das bedeutet, macht sie an einem Beispiel deutlich. Glockenblumen von der gleichen Art kommen sowohl hier als auch an der Nordsee vor. Allerdings hätten wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass die Insekten Blumen aus fremden Regionen nicht als Futterquelle akzeptieren. Nele Feldmann führt das auf die unterschiedlichen Bodenverhältnisse zurück. Die Saatmischung, die auch in Sauldorf verwendet wird, enthalte rund 100 verschiedene Blumenarten. Je nach Art der Saatmischung koste die neue Ökowiese pro Quadratmeter zwischen 30 und 72 Cent.

Für die Herbsteinsaat 2020 können sich Gemeinden und Wiesenbesitzer im HdN melden. Tel.: 0 74 66/928 00

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