Der Tagesordnung entsprechend, versammelte sich der Gemeinderat der Gemeinde Sauldorf am vergangenen Donnerstag, 13. September, um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus in Krumbach. Hier galt es gleich zu Beginn der Sitzung eine Vergabeentscheidung zu treffen, welche alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gesamtgemeinde betraf.

Ein gut mit Mustern bestückter Kleiderständer flankierte den Ratstisch. An dessen Stange fanden sich Musteruniformjacken, welche der 2013 neu erlassenen Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums entsprechen. Zweifelsohne besagt das Feuerwehrgesetz, dass die Gemeinden die Angehörigen der Wehren mit entsprechender Bekleidung auszurüsten haben. Somit könnte keine Kommune auf die Umsetzung und Finanzierung zeitnah verzichten.

In der Vergangenheit trugen die Mitglieder der Abteilungen Uniformjacken, welche bereits Zeugen vieler Jahrzehnte sind. Rund 60 Jahre und von vielen Vorgängern umgeben sind die bisherigen Ausgehuniformen der Wehren alt, welche zu offiziellen Anlässen wie Hauptversammlungen, Mitglieder- und Ehrenmitgliedertreffen oder Jubiläumsveranstaltungen anderer Wehren getragen werden. Nun, nachdem bereits für alle Abteilungen im vergangenen Jahr neue Uniformhemden bestellt wurden, hatte die Gemeindeverwaltung bei vier Lieferanten um entsprechende Angebote für den Rest der Uniform, bestehend aus Jacken und Hosen sowie einer passenden Mütze, gebeten. Am Sitzungsabend selbst gab es vorab eine nichtöffentliche Sitzung des Rates um die Uniformen in Augenschein zu nehmen und die Wünsche der Arbeitsgruppe Feuerwehrkleidung zu hören. Im Anschluss gab es dann in öffentlicher Sitzung die Vergabe an die Firma Hemminger aus Dunningen. Von ihr werden dann die 170 Uniformjacken, Hosen und Mützen zum Preis von 26 942,72 Euro geliefert werden.

Eine weitere Information zum Thema Feuerwehr hatte Bürgermeister Wolfgang Sigrist parat. Das ausgemusterte TSF der Abteilung Rast hat über die Zollauktion in Form einer Versteigerung einen neuen Besitzer gefunden. Ersteigert wurde es zum Preis von 5966 Euro von einem jungen Paar aus Nordrhein-Westfalen. Dieses hatte sich in das Fahrzeug verliebt, so Sigrist, und holte es persönlich vor Ort ab. Allerdings gab es einige kleineren Wirrungen, letztlich erreichte das Fahrzeug nach gut 1000 Kilometern nicht ganz seine neue Heimat. "Die letzten 70 Kilometer fuhr es per ADAC", so Sigrist über die wohl längste Fahrt des ehemaligen Einsatzfahrzeuges.

Gemeinderat Georg Mors gab die Entscheidung der Abteilung Wasser bekannt, nach der Teilnahme beim Jubiläum der Feuerwehr, Abteilung Boll, bei welchem eine Vielzahl von Oldtimern zu bestaunen gab, wolle man das bisherige Fahrzeug ebenfalls erhalten. Sollte es dann doch durch eine Ersatzbeschaffung aus dem aktiven Dienst ausscheiden, werde man es weiterhin pflegen, um ein Stück der Feuerwehrgeschichte vergangener Tage für solche Jubiläumsteilnahmen und Feste zu erhalten.