Am 25. März beginnt der Vorverkauf für die Eintrittskarten zum Passionskonzert des Kirchenchors Rast-Bichtlingen. Seit drei Monaten proben über 60 Sängerinnen und Sänger des gemischten Chors unermüdlich die Choräle der anspruchsvollen Partitur von César Franck. "Die sieben Worte Jesu am Kreuz" kommen am Palmsonntag in der Kirche von Bichtlingen zur Aufführung und sind dieses Jahr der Höhepunkt der Auftritte des Chors unter der Leitung von Volker Nagel.

Konzerte der Chorgemeinschaft haben hervorragenden Ruf

Der hauptberufliche Bankangestellte widmet sich mit viel Engagement seiner Leidenschaft: der Musik und dem Gesang. Seit 1997 leitet Volker Nagel den Kirchenchor der Sauldorfer Ortsteile mit großem Erfolg. Die Konzerte und Aufführungen der Chorgemeinschaft sind stets gut besucht und haben in der Region einen hervorragenden Ruf.

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Stoff aus dem 19. Jahrhundert hat es in sich

Das wissen die Sänger und sind stolz darauf, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Obwohl sie alle Laienmusiker sind, sind sie mit Fleiß dabei, besuchen regelmäßig die Proben und sind stets darauf bedacht, ihr gemeinsam mit dem Chorleiter erarbeitetes Niveau zu halten. Auch wenn es mal schwieriger wird, wie bei dem kommenden Passionskonzert. Denn der musikalische Stoff aus dem 19. Jahrhundert hat es in sich.

Werk schon lange auf der Wunschliste des Chorleiters

Aber "Die sieben Worte Jesu am Kreuz" standen schon lange auf der Wunschliste des Chorleiters. Auch wenn er zuvor mit dem Chor noch kein Passionskonzert einstudiert hat, hat er sich diesmal an die nicht ganz leichte Aufgabe gewagt. Eine der Herausforderungen der Komposition ist der Text in lateinischer Sprache. So manch ein Chormitglied musste sich da erst einmal gründlich einlesen, um nicht mit der Aussprache in Konflikt zu kommen. Aber diese Hürde ist schon lange genommen. Bei den Proben klappt schon fast alles genau so, wie Volker Nagel sich das vorgestellt hat.

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Verstärkung durch Solisten und Orchester

Zur Verstärkung für das Konzert konnte der Chor die drei Solisten Gudrun Marquardt-Teuscher (Sopran), Gunnar Schierreich (Tenor) und Alexander Ott (Bariton) gewinnen. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger von einem 35-köpfigen Orchester mit Musikern aus der Region. Die Textpassagen zwischen den einzelnen Musikstücken wird Gemeindereferentin Sybille Konstanzer vortragen.

Nach dem Musical blieb sie dabei

Silvia Scheurer.
Silvia Scheurer. | Bild: Christl Eberlein

Silvia Scheurer singt seit 2017 im Kirchenchor Rast-Bichtlingen. Sie gehört mit ihrer Stimme zum Sopran. Es sei schon immer ihr Wunsch gewesen, einmal bei einem Musical mitzusingen, wie sie erzählt. Als sie vor drei Jahren nach Bichtlingen gezogen war und hörte, dass der Chor für die Aufführung des Musicals "Die Schöne und das Biest" probt, ergriff sie die Gelegenheit und setzte ihren lang gehegten Traum in die Tat um. Nach der Aufführung des Musicals wieder aufzuhören, kam für sie nach dieser Erfahrung nicht in Frage. Sie freut sich sehr auf das Passionskonzert am Palmsonntag, auch wenn die Proben für das Werk nicht immer einfach gewesen seien, denn die Partitur von César Franck habe es in sich.

Chor gehört zu Heimat und Leben

Andreas Betz.
Andreas Betz. | Bild: Christl Eberlein

Andreas Betz gehört zu den Tenören des Chors. Seit 2015 singt er in Bichtlingen und folgte damit seiner Frau, die zuvor schon einige Jahre Mitglied im Chor war. Sie habe ihn vom Singen überzeugt. Heute gehört der Chor für ihn zu seiner Heimat und seinem Leben einfach dazu. Auch wenn sein Beruf ihn stark beansprucht: Die Zeit für die Chorproben nimmt er sich. "Es sind keine Plattitüden, die wir singen, sondern wir gehen in die Tiefe", sagt er. Ihn begeistern das Repertoire des Chors und die guten Arrangements, die Chorleiter Volker Nagel auswählt. Es sei die Mischung von geistlicher und weltlicher Musik, die ihm gefällt. Das Passionskonzert ist für ihn einer der Höhepunkte, bei dem er mit viel Engagement dabei ist.

Chor belebt Kirche und Gemeinde

Emily Weber.
Emily Weber. | Bild: Christl Eberlein

Emily Weber gehört zur Altstimme im Chor in Bichtlingen. Die 19-Jährige sang schon im Jugendchor und wechselte nahtlos zum gemischten Erwachsenenchor. Ihre Schwester habe ihr das Singen vorgemacht. "Ich fand Chorgesang eigentlich immer uncool, bin aber doch zu allen Aufführungen meiner Schwester gegangen", erzählt Emily Weber. 2014 versuchte sie es selbst mit dem Singen, trat dem Jugendchor bei und ist seither mit Freude dabei. Der Chor belebe die Kirche und die Gemeinde. Das schätzt sie sehr an ihrem Hobby und an der Gemeinschaft, die der Chor bildet und bietet. Die große Anzahl an Besuchern bei Auftritten und Konzerten bestätigten sie in ihrer Meinung. Das wünscht sie sich auch für das Passionskonzert.

Anspruch des Chorleiters als Anreiz

Peter Hönsch.
Peter Hönsch. | Bild: Christl Eberlein

Peter Hönsch sagt über seine Anfänge als Sänger beim Kirchenchor Rast-Bichlingen: "Es war vom ersten Moment so, als hätte ich schon immer dazugehört." Seit dem Jahr 2004 verstärkt er die Bassstimmen. Die gute Gemeinschaft der Sängerinnen und Sänger sei ein wichtiger Grund, der ihn im Chor halte. Und auch der Anspruch, den Chorleiter Volker Nagel und die Mitglieder an ihr Tun haben, ist ihm ein Anreiz. "Von nichts kommt auch nichts", sagt Peter Hönsch und ist mit Begeisterung bei der Sache. Auch das bevorstehende Passionskonzert sei eine Herausforderung. Doch der Erfolg der Aufführungen der vergangenen Jahre zeige, dass sich die Anstrengungen und Mühen bei der Vorbereitung lohnen.