„Die Schulsozialarbeit hat an der Auentalschule in Sauldorf-Rast ihren Platz gefunden. Sie wird bereits nach dem ersten halben Jahr von Schülern, Eltern und Lehrern mit Wohlwollen, Offenheit und Bereitschaft zur Veränderung gleichermaßen gerne in Anspruch genommen.“ So lautet die positive Bilanz von Schulsozialarbeiterin Ines Weiß, die sie vor dem Sauldorfer Gemeinderat über ihre Tätigkeit zog.

Anfang September vergangenen Jahres hatte Weiß an der Auentalschule ihre Arbeit aufgenommen. Sie konnte den Räten bereits nach diesem ersten halben Jahr über eine Fülle von Aktivitäten berichten. So galten etwa 25 Prozent ihrer Arbeitszeit der Beratung und Einzelgesprächen mit Schülern, deren Verlauf schriftlich dokumentiert werden muss, um im Ernstfall etwa einem Familienrichter vorgelegt werden zu können - was aber bis jetzt noch nicht vorgekommen sei, so Weiß. Die Beratung von Lehrern schlage mit knapp fünf Prozent und die Beratung von Eltern mit etwa sieben Prozent zu Buche. Einen Großteil der Arbeitszeit nimmt die Büroarbeit mit Vor- und Nachbereitung sowie Dokumentation von Aktivitäten in Anspruch.

In den allermeisten Fällen kämen die Schüler aus Eigeninitiative zum Gespräch, würden aber auch mitunter vom Lehrer zu ihr geschickt, berichtet die Schulsozialarbeiterin. Schwerpunktthemen der Schülergespräche waren Probleme im Elternhaus, Konflikte von Schülern untereinander, Schwierigkeiten mit einzelnen Lehrern, Persönlichkeitsfindung, Suchtproblematik, physische Gewalt unter Schülern, Entscheidungsfragen zur Schulwahl nach der vierten Klasse (Grundschule) Ängste, Konzentrationsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten sowie das vorwiegende Mädchenthema Freundschaft und Streit unter den Geschlechtern.

Ines Weiß legte großen Wert auf die Feststellung, dass die Schulsozialarbeit sehr niederschwellig sein müsse, um akzeptiert zu werden und deshalb die Gespräche mit den Schülern wirklich auf Augenhöhe geführt werden müssten. Man sei auch darauf bedacht, bei Problemen, mit Einverständnis der Betroffenen, stets alle Beteiligten Personen, wie Eltern, Lehrer und Schüler an einen Tisch zu bekommen. Und bei Bedarf würden auch einschlägige Beratungsstellen informiert oder hinzugezogen.

Auf die Frage aus den Reihen der Räte, ob man denn schon eine Veränderung feststellen könne, antwortete Schulleiterin, Birgit Schmon: „ Ja, es ist an der Schule sehr viel ruhiger geworden, und wir müssen nicht mehr so viel Zeit für Problemlösungen der Schüler aufbringen wie in der Vergangenheit. An unserer Schule herrscht eine angenehme Atmosphäre.“

Ines Weiß freute sich am Ende ihrer Berichterstattung über einen Schüler der eher „härteren Sorte“, wie sie sagte, welcher ihr beim Mittagstisch versichert habe: „Wir mögen dich voll brutal.“


Schulsozialarbeit

Die Säulen der Schulsozialarbeit
Die Säulen der Schulsozialarbeit:

Einzelfallhilfen, Beratung

von Schülern, Eltern und Lehrern

Präventive Arbeit

Arbeit mit Klassen

Klassenprojekte

Offene Angebote

Enge Kooperation mit der Schule

Schulorientierte Gemeinwesenarbeit

Teambesprechungen, Supervision

Netzwerkarbeit mit externen Beratungsstellen