Auf 60 gemeinsame Ehejahre können Gertrud und Emil Sprenger zurückblicken. Das Ja-Wort gaben sich die beiden am 2. Mai 1959 in der Dorfkirche St. Silvester in Boll. Die weltliche Feier fand im Gasthaus Schwanen statt. Dort hatte sich das Paar bei einer Veranstaltung kennengelernt.

Er übernahm den elterlichen Betrieb

Als einziges Kind von Cäcilie und Emil Sprenger wurde Emil am 12. Mai 1934 geboren. Er ging am Heimatort von 1941 bis 1949 in die Volksschule und lernte dann den Beruf des Herrenschneiders in Meßkirch. Der Meisterprüfung im Jahre 1958 gingen Volontärsstellen in Volkertshausen, Konstanz, Zürich und Trochtelfingen voraus. Nach der Hochzeit übernahm er den elterlichen Betrieb, eine Näherei und das dazugehörende Herren-Bekleidungsgeschäft.

Neue Existenz in der Arbeitsvorbereitung

Der enorme Konkurrenzdruck im Nähereigewerbe zwangen den Chef des Meisterbetriebs 1971 zur Aufgabe und Emil Sprenger baute sich durch die Umschulung zum Industriekaufmann eine neue Existenz in einem Betrieb in Engelswies (Gemeinde Inzigkofen) auf. Dort war er bis zur Rente im Jahre 1997 in der Arbeitsvorbereitung tätig.

Besonderes Engagement im Sozialverband

Für den Sportverein in Boll war Emil Sprenger einer der Initiatoren, der nach der Kriegspause für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs sorgte. Als Schriftführer und Jugendleiter und auch als Schiedsrichter war Emil Sprenger eine wichtige Stütze des Vereins. Später führte er die monatliche Rentnerwanderung ein. Sein besonderes Engagement gilt der VdK-Bewegung. Im Ortsverband Boll war er zunächst elf Jahre für die Finanzen verantwortlich und seit dem Jahre 2002 ist er Vorsitzender des Ortsverbands. Darüber hinaus führte er auch den VdK-Kreisverband.

Vier Kinder und sieben Enkel

Gertrud Sprenger wurde am 7. September 1936 als dritte Tochter von Otto und Maria Fröhlich im benachbarten Schwandorf geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Fortbildungsschule in ihrem Heimatort besuchte Gertrud die Handelsschule in Meßkirch und führte später die Näherei in Boll. Rechtzeitig zum Fest der diamantenen Hochzeit erholte sich Gertrud Sprenger von einer schweren Krankheit. Aus der gemeinsamen Ehe entstammen vier Kinder. Neben den Kindern gratulieren sieben Enkelkinder zur diamantenen Hochzeit.

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Die Glückwünsche des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sowie der Landrätin Stefanie Bürkle und der Gemeinde Sauldorf überbrachte Bürgermeister Wolfgang Sigrist. Der stellvertretende VdK-Ortsvorsitzende Karl Veeser und Frauenbeauftragte Gertrud Müller betonten die besonderer Verdienste des Jubelpaars für die Gemeinschaft.