Das Bürgerhaus in Sauldorf und der Rosenbachsaal im Teilort Bietingen sind die jährlich wechselnden Räumlichkeiten für den Neujahrsempfang der Gemeinde Sauldorf. In diesem Jahr konnte Bürgermeister Wolfgang Sigrist zahlreiche Mitbürger im voll besetzten Rosenbachsaal begrüßen. Die Gemeinde Sauldorf habe das Jahr 2019 gut gemeistert, so das Gemeindeoberhaupt einleitend in seiner Ansprache. Wichtigstes Ereignis sei die Einweihung des neuen Feuerwehr- und Bauhofgebäudes in Sauldorf gewesen. In guter Zusammenarbeit der Abteilungswehren aus Rast, Wasser und Sauldorf seien mehr als 800 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden. Es sei ein Gebäude errichtet worden, das verbindet, das nachhaltig und zukunftsfähig sei. Nachhaltig sei auch die Fertigstellung der Espenbachstraße im Ortsteil Boll gewesen. 

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Für die Maßnahmen musste die Gemeinde keine neue Verschuldung eingehen und gehe auch 2020 schuldenfrei in ein neues Wirtschaftsjahr, das aber nach den Prognosen des Bürgermeisters nicht mehr so positiv ausfallen werde. Aus dem Gemeindewald wird kein Gewinn erwartet und der spürbare, konjunkturelle Rückgang werde auch die Gewerbesteuereinnahmen um 20 Prozent reduzieren.

Finanzielle Handlungsspielräume der Gemeinde werden geringer

Weniger Einnahmen bei steigenden Kosten würden die Handlungsspielräume verengen. So will sich die Gemeinde auf wesentliche Dinge konzentrieren: Die kommunale Infrastruktur, wie die Abwasserbeseitigung, Baulanderschließung und der Glasfaserausbau stehen im Fokus. Für die Baulanderschließung hat der Gemeinderat bereits die notwendigen Beschlüsse gefasst und ein Großteil der erforderlichen Grundstücke für Bauland konnten in den Ortsteilen Sauldorf, Boll, Bietingen und Unterbichtlingen bereits vertraglich gesichert werden, sagte Sigrist.

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Mit dem Erwerb einer Grundstücksfläche vor der Auentalschule könne eine Neugestaltung erfolgen. Eine Buswendeplatte vor der Schule soll den Schulweg der Kinder sicherer machen, den Schulhof und Dorfplatz im Teilort Rast verbessern.

Sauldorfs Bürgermeister Wolfgang Sigrist stimmte die Bürgerinnen und Bürger beim Neujahrsempfang auf kleiner werdende Finanzspielräume der Gemeinde ein.
Sauldorfs Bürgermeister Wolfgang Sigrist stimmte die Bürgerinnen und Bürger beim Neujahrsempfang auf kleiner werdende Finanzspielräume der Gemeinde ein. | Bild: Bernd Schwarz

Bürgermeister Wolfgang Sigrist will sich auch mit überörtlichen Verkehrsprojekten beschäftigten. Dabei steht die mögliche Reaktivierung der Ablachtalbahn im Fokus. Die vor der Haustüre liegende Bahntrasse stelle eine gute und schnelle Verbindung nach Norden in Richtung Ulm und südlich in Richtung Bodensee dar. Bürgermeister Sigrist zeigte sich überzeugt, dass die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf dieser Verbindung einen massiven Entwicklungsschub für die Region bringen werde. Abschließend versicherte er den Mitbürgern, dass Forderungen, die hier auf die Gemeinde zukommen werden, genau zu prüfen und nichts zu akzeptieren, was die Leistungsfähigkeit der Gemeinde einschränke oder überfordere. „Was immer du tust, handele klug und bedenke das Ende“, so der Leitspruch des Bürgermeisters, den dieser aus einer Predigt von Pfarrer Stefan Schmid zitierte.

Zu Beginn ökumenische Andacht der Kirchengemeinden

Die Vertretern der Kirche hatte der Bürgermeister besonders begrüßt. Pfarrer Stefan Schmid von der katholischen Seelsorgeeinheit Mekirch-Sauldorf und David Birkmann von der altkatholischen Kirchengemeinde Sauldorf-Meßkirch vertraten in ihrer ökumenischen Andacht auch ausdrücklich Pfarrerin Anja Kunkel von der evangelischen Kirchengemeinde, die krankheitshalber die Teilnahme absagen musste.

Gesang und Präsentation vom Kirchenchor St. Silvester

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang durch den Kirchenchor der Kirchengemeinde St. Silvester in Boll unter der Leitung von Sabine Hensler. Neben den vorgetragenen Gesangseinlagen präsentierten die Chormitglieder Manuela Beck und Winfried Nägele in einer Powerpoint-Präsentation die wesentlichen Stationen des 1928 gegründeten Chores. Der in jüngerer Zeit auf 30 aktive Sänger angewachsene Chor mit einem Altersbogen zwischen 24 bis 82 Jahren würde sich über weiteren sangesfreudigen Zuwachs freuen. Die Präsentation und insbesondere die Sangeseinlagen des Chores wurden vom Publikum mit anhaltendem Beifall bedacht. Für die kulinarische Seite nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfanges sorgten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

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