Die die drei Abteilungswehren aus den Sauldorfer Teilgemeinden Bietingen, Krumbach und Boll, die am Standort Krumbach zusammenarbeiten, haben die Werkshalle unmittelbar neben der Reithalle des Reitsportzenturms in Boll als Übungsobjekt für ihre Herbstschlussprobe gewählt. Pünktlich um 14 Uhr am vergangenen Samstag wurden die Wehrmänner unter der Einsatzleitung des Boller Abteilungskommandanten Florian Löffler von der Leitstelle in Ravensburg über den angenommenen Brand in der Werkshalle informiert.

Die 37 Feuerwehrmänner, die an der Übung teilnahmen, rückten sofort mit dem Löschfahrzeug (LF 8/6) und dem Tragkraftspritzengerät (TSF) aus. Erstmals kam auch der erst kürzlich angeschaffte Mannschaftstransportwagen zum Einsatz, der nach dem Transport als Einsatzzentrale für den Informationsaustausch mit der Leitstelle zur Verfügung stand.

Wasserversorgung wird aufgebaut

Die Abteilungskommandanten, aus Krumbach Dominic Groß und Reinhold Brucker aus Bietingen, übernahmen die Gruppenführung. Zunächst diente der rund 800 Liter umfassende Wasservorrat für einen Erstangriff durch die Atemschutzträger, die in die völlig vernebelten Werksräume vorrückten, um die durch den angenommenen Arbeitsunfall verletzten Mitarbeiter zu retten. Zwischenzeitlich bauten die Wehrmänner die Wasserversorgung über zwei Überflurhydranten auf.

Zur anschließenden Übungsbesprechung trafen sich die Wehrmänner im Gasthaus Zum Schwanen. Der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Thomas Vögtle eröffnete mit seinem Spiel die Versammlung. Abteilungskommandant Florian Löffler erläuterte das gewählte Übungsobjekt und den Verlauf der Übung. Der relativ weit entfernte Überflurhydrant hatte für Probleme bei der Schnelligkeit der Wasserversorgung gesorgt. Ungewohnt kurz fiel die Übungsbesprechung durch Gesamtkommandant Berthold Reichle aus, der den Wehren einen guten Ausbildungsstand und Übungsverlauf bestätigte.

Der Fanfarenzug der Feuerwehr sorgte bei der Übungsbesprechung im Gasthaus Zum Schwanen für musikalische Unterhaltung.
Der Fanfarenzug der Feuerwehr sorgte bei der Übungsbesprechung im Gasthaus Zum Schwanen für musikalische Unterhaltung. | Bild: Bernd Schwarz

Die Gemeinde unterstützt die Feuerwehr hinsichtlich der notwendigen Gerätschaften, sagte Bürgermeister Wolfgang Sigrist. Die Atemschutztruppe benötige, wie sich bei dieser Übung erneut zeigte, eine ausgezeichnete Ausrüstung und Ausbildung. Er lege besonderen Wert auf die Einsatzbereitschaft aller vorhandenen Geräte und erinnerte an das derzeit im Bau befindliche Gerätehausprojekt, das in Sauldorf mit einem Aufwand von 2,5 Millionen Euro entsteht.

Für die in der Gemeinde stationierten Feuerwehrfahrzeuge ist der Lastwagenführerschein erforderlich. Damit auch ausreichend Fahrzeugführer bei der Feuerwehr zur Verfügung stehen, wird der Erwerb der Fahrerlaubnis mit einem Zuschuss von bis zu 2000 Euro durch die Gemeinde unterstützt, so der Bürgermeister.